Mixed Zone: Motorradpilot Bradl unterschreibt bei LCR

Stefan Bradls Aufstieg in die MotoGP ist perfekt. Der Motorradpilot hat bei seinem neuen Team unterschrieben. Die deutschen Volleyball-Frauen müssen um ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen bangen, die Trampolinspringer enttäuschten bei der WM in Birmingham.

Motorradpilot Bradl: "Es wird ein Traum wahr" Zur Großansicht
Getty Images

Motorradpilot Bradl: "Es wird ein Traum wahr"

Hamburg - Der Aufstieg von Motorrad-Weltmeister Stefan Bradl in die Königsklasse MotoGP ist perfekt. Der 21-Jährige unterschrieb am Donnerstag einen Zweijahresvertrag beim Team Honda LCR. "Das ist einfach fantastisch. Es wird ein Traum wahr", sagte Bradl, der vor knapp zwei Wochen in Valencia den Moto2-Titel geholt hatte. Bradl verlässt sein bisheriges Kiefer-Team nach drei Jahren, obwohl er bereits seine Zusage für die kommende Saison gegeben hatte. Da Kiefer dadurch auch den Hauptsponsor verliert, soll es eine Entschädigung von Honda geben.

Nach ihrer vierten Niederlage stehen die deutschen Volleyball-Frauen beim ersten Olympia-Qualifikationsturnier unter Druck. Die Auswahl von Bundestrainer Giovanni Guidetti verlor in Tokio gegen Gastgeber Japan unglücklich in fünf Sätzen 2:3 (20:25, 25:23, 27:25, 17:25, 12:15). Nun müssen die Frauen des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in ihrem letzten Spiel am Freitag gegen den Tabellendritten China einen klaren Sieg landen. Zudem müssen sie auf einen Erfolg des bereits qualifizierten Teams der USA hoffen, das gegen Japan antritt.

Bitterer Absturz für die deutschen Trampolinspringer: Zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Birmingham haben alle Athleten des Deutschen Turner-Bundes (DTB) die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London verpasst. Sowohl der deutsche Meister Karsten Kuritz als auch Martin Gromowski scheiterten in der Qualifikation für das Finale und haben damit das Olympia-Ticket zunächst verpasst. Letzter Hoffnungsträger der deutschen Mannschaft ist Henrik Stehlik.

Der finnische Langläufer Juha Lallukka ist positiv auf ein verbotenes Wachstumshormon getestet worden. Einer Mitteilung des Anwalts des 32-Jährigen zufolge wurde die leistungssteigernde Substanz sowohl in der A- als auch in der B-Probe nachgewiesen. Der Doping-Test wurde im Sommer vorgenommen. Lalluka, bei der Nordischen Ski-WM im Frühjahr Achter über 50 Kilometer und Staffel-Vierter, bestreitet Doping. Er gehörte dem finnischen Langlauf-Nationalteam für den kommenden Winter nicht mehr an, nachdem er im Mai seine Nominierung abgelehnt hatte.

Der ehemalige Tennisprofi Goran Prpic ist als Kapitän der kroatischen Davis-Cup-Mannschaft zurückgetreten. Auch das Fed-Cup-Team wird der 47-Jährige künftig nicht mehr betreuen. Innerhalb der kommenden zwei Wochen soll ein Nachfolger präsentiert werden. Das teilte Verbands-Vizepräsident Zoran Grbic mit. Als aussichtsreicher Kandidat beim Davis-Cup-Gewinner von 2005 gilt der frühere Wimbledonsieger Goran Ivanisevic. Prpic hat in seiner Heimat seit 2006 als Davis-Cup-Kapitän fungiert, das Fed-Cup-Team betreute er sogar elf Jahre lang.

chp/dpa/dapd/sid

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Mixed Zone
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite
Straßen-Motorrad-Weltmeister seit 2000
Jahr Moto3* Moto2** MotoGP***
2013 M. Viñales P. Espargaró M. Márquez
2012 S. Cortese M. Márquez J. Lorenzo
2011 N. Terol S. Bradl C. Stoner
2010 M. Márquez T. Elías J. Lorenzo
2009 J. Simón H. Aoyama V. Rossi
2008 M. Di Meglio M. Simoncelli V.Rossi
2007 G. Talmásci J. Lorenzo C. Stoner
2006 Á. Bautista J. Lorenzo N. Hayden
2005 T. Lüthi D. Pedrosa V. Rossi
2004 A. Dovizioso D. Pedrosa V. Rossi
2003 D. Pedrosa M. Poggiali V. Rossi
2002 A. Vincent M. Melandri V. Rossi
2001 M. Poggiali D. Kato V. Rossi
2000 R. Locatelli O. Jacque K. Roberts Jr.
*bis 2012: 125 ccm, seit 2012: Moto3 **bis 2009: 250ccm-Klasse, seit 2010: Moto2 ***bis 2001: 500ccm-Klasse, seit 2002: MotoGP

Deutsche Straßen-Motorrad-Weltmeister
Jahr Fahrer (Klasse)
2012 Sandro Cortese (Moto3)
2011 Stefan Bradl (Moto2)
1993 Dirk Raudies (125 ccm)
1987 Toni Mang (250 ccm)
1982 Toni Mang (350 ccm)
1981 Toni Mang (250 und 350 ccm)
1980 Toni Mang (250 ccm)
1973 Dieter Braun (250 ccm)
1970 Dieter Braun (125 ccm)
1968 Hans Georg Anscheidt (50 ccm)
1967 Hans Georg Anscheidt (50 ccm)
1966 Hans Georg Anscheidt (50 ccm)
1962 Ernst Degner (50 ccm)
1955 Hermann Paul Müller (250 ccm)
1954 Werner Haas (250 ccm)
1953 Werner Haas (125 und 250 ccm)

Kampf gegen Doping
Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada)
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.
Welt-Anti-Doping-Programm
Der Welt-Anti-Doping-Codex löste 2004 den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen im selben Jahr auch für die Olympischen Spiele. Das Programm besteht aus drei Ebenen: 1. Welt-Anti-Doping-Code (WADC), 2. Vier Internationale Standards, 3. Erarbeitungen von Empfehlungen für die bestmögliche praktische Umsetzung durch Anti-Doping-Organisationen und Verbände.
Welt-Anti-Doping-Code (WADC)
Der Welt-Anti-Doping-Code wurde erstmalig im Jahre 2003 verabschiedet und ist das Basisdokument des Welt-Anti-Doping-Programms. 2004 traten das Programm und der Codex in Kraft. Der überarbeitete Welt-Anti-Doping-Code ist seit dem 1. Januar 2009 gültig. Er vereinheitlicht Regeln und Verfahren, die bisher von Land zu Land und von Sportart zu Sportart verschieden waren und regelt die Verantwortlichkeiten der einzelnen Interessengruppen. Der Code stellt keine Definition des Dopings mehr auf, sondern bezeichnet Doping als einen Verstoß gegen nachfolgende Bestimmungen: Nachweis oder Gebrauch einer verbotenen Substanz oder Methode, Verweigerung einer Dopingkontrolle und Verletzung der Informationspflicht über den Aufenthaltsort sowie Verfälschung einer Dopingkontrolle und Besitz oder Handel von Substanzen durch einen Athleten oder sein Umfeld.
Internationale Standards
Sie ergänzen die Anforderungen des Codes durch nähere Beschreibungen und sollen dazu beitragen, national übergreifend einheitliche Formen für die Anti-Doping-Arbeit zu schaffen. Dies betrifft insbesondere die Dopingliste, die Dopingkontrolle Dopinglabors und Ausnahmebewilligungen für Medikamente.
Verbotene Substanzen
Die Dopingliste gilt weltweit und wird durch eine spezielle Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) erstellt. Sie wird jedes Jahr erneuert und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Auf der Liste werden nur Wirkstoffe und Methoden veröffentlicht, die mindestens zwei von drei Kriterien entsprechen: Gemäß medizinischen oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen hat der Wirkstoff oder die Methode das Potential zur Leistungssteigerung im Sport. Gemäß medizinischen oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen besitzt der Wirkstoff oder die Methode ein aktuelles oder potentielles Gesundheitsrisiko. Gemäß Wada verstößt die Anwendung des Wirkstoffs oder der Methode gegen die Ethik im Sport. Zu den verbotenen Substanzklassen, die teilweise ganz oder nur im Wettkampf verboten sind, gehören: 1. Alkohol, 2. Anabolika , 3. Antiöstrogene , 4. Beta-2-Agonisten , 5. Betablocker , 6. Cannabinoide (Cannabis, Haschisch, Marihuana) , 7. Glucocorticoide , 8. Hormone , 9. Maskierende Substanzen und Diuretika , 10. Narkotika , 11. Stimulanzien . Für Alkohol und Betablocker gibt es in einigen Sportarten Ausnahmen, sie werden nicht von allen internationalen Sportverbänden verboten.
Verbotene Methoden
Seit dem 1. Januar 2003 werden die verbotenen Dopingmethoden genauer beschrieben und in drei Kategorien unterteilt: 1. Erhöhung der Transportkapazität für Sauerstoff ( Blutdoping ), 2. chemische und physikalische Manipulation, 3. Gendoping . Die Anwendung verbotener Methoden ist innnerhalb als auch außerhalb des Wettkampfs verboten.
Kontrollregularien

Für Athletinnen und Athleten bestehen je nach Leistungsniveau unterschiedliche Bestimmungen zu der obligatorischen Meldepflicht. Die Ein-Stunden-Regelung verpflichtet bestimmte Athleten für jeden Tag eine Stunde zu benennen, in der sie für eine mögliche Dopingkontrolle zur Verfügung stehen. Die genaue Stunde muss jeweils am Ende eines Quartals für die nächsten drei Monate im Voraus benannt werden, darf aber innerhalb von 24 Stunden verändert und aktualisiert werden. Wird der Athlet in dieser Stunde vom Kontrolleur nicht am benannten Ort angetroffen, wird ein sogenannter Strike für das Kontrollversäumnis ausgesprochen. Wenn ein Sportler innerhalb von 18 Monaten drei Verwarnungen kassiert hat, muss er mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren rechnen. Strikes von verschiedenen Organisationen ( Wada , Nada sowie zuständigem internationalem Verband) werden addiert.

Die Ein-Stunden-Regelung wird durch die Angabe von Aufenthaltsdaten zum Ende eines Quartals für jeden Tag der darauffolgenden drei Monate ergänzt. Wird ein Athlet bei einer Stichprobe nicht am angegebenen Ort angetroffen, kann ebenfalls ein Strike erteilt werden. Mannschaftssportler aus gering gefährdeten Sportarten werden in Mannschafts-Whereabouts getestet. Dafür melden die Vereine der Nada die Trainingspläne der Mannschaft.

Aufgrund des seit Beginn 2009 gültigen neuen Nada-Codes werden Athleten je nach Risikobewertung der Agentur für Doping in drei unterschiedliche Testpools eingeordnet und unterliegen verschiedenen Meldepflichten: Im International Registered Testing Pool (RTP) sind rund 1400 Athleten zusammengefasst, zu denen A-Kader und A-Nationalteams der Sportarten der Gefährdungsstufe I gehören. Sie müssen nicht nur bis zum 25. des Vormonats Angaben über Aufenthaltsort und Erreichbarkeit für ein Quartal machen, sondern auch die Ein-Stunden-Regelung beachten. Im Nationalen Testpool (NTP) für Kader-Athleten der Gefährdungsstufe II und III gilt diese Regel nicht. Alle anderen Athleten werden im Allgemeinen Testpool (ATP) zusammengefasst.