Mixed Zone Ralf Schumacher begräbt Hoffnung auf Formel-1-Rückkehr, Gatlin vor Karriere-Ende

Ungewisse Zukunft: Ralf Schumacher hat nach eigenen Angaben keine Angebote, eine Rückkehr in die Formel 1 wäre für ihn ein Wunder. Die Dopingsperre von Olympiasieger Justin Gatlin ist um die Hälfte reduziert worden. DEL-Club Duisburg hat seinen Coach gefeuert.


Hamburg - Ralf Schumacher hat die Hoffnung auf eine Fortsetzung seiner Formel-1-Karriere aufgegeben und wird auch nach einem Jahr Pause nicht zurückkehren. "Theoretisch ist das vielleicht möglich, praktisch muss man aber abwarten, was sich ergibt oder auch nicht. Die Formel 1 wartet auf nichts und niemanden", sagte Schumacher im Interview mit dem Internetportal Motorsport-Total.com. In der Formel 1 werde man ihn deshalb wahrscheinlich nicht mehr wiedersehen, da müsse schon ein Wunder geschehen und "irgendein Team überlegt sich das über den Winter nochmal anders".

Rennfahrer Schumacher: Rückkehr wäre ein "Wunder"
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Rennfahrer Schumacher: Rückkehr wäre ein "Wunder"

Er habe in der Formel 1 schöne Jahre, aber auch viele Unfälle erlebt oder überlebt, sagte Schumacher nach insgesamt elf Jahren in der Königsklasse rückblickend. Wenn er in Zukunft dem Motorsport erhalten bleibe, dann nur in Rennserien, die einen vergleichbaren Sicherheitsstandard wie in der Formel 1 haben. Alles andere sei nicht denkbar. "Motorsport ist bis jetzt mein Leben gewesen und wird sicher ein großer Bestandteil meiner Zukunft bleiben. In welcher Form, das bleibt abzuwarten." Allerdings habe er derzeit "weder irgendwelche Angebote noch irgendwelche konkreten Vorstellungen". Man werde ihn nie in Le Mans sehen, auch die Indy 500 würden ihn nicht reizen, so der 32-Jährige: "Ein Oval wird mich nicht sehen, egal, in welchem Auto, und Le Mans werde ich auch nie fahren. Oder die Rallye Dakar auch nicht." Er habe seine Zeit bei Toyota "menschlich sehr genossen", sagte Schumacher, "aber vom Erfolg her war es eine Katastrophe".

Justin Gatlin, 100-Meter-Olympiasieger von Athen 2004, muss sich wohl endgültig auf das Ende seiner Karriere einstellen. Nach Informationen der "Washington Post" reduzierte das Schiedsgericht der American Arbitration Association zwar seine von der US-Anti-Doping-Agentur (Usada) verhängte achtjährige Dopingsperre auf vier Jahre, doch auch das dürfte das Aus für den 25 Jahre alten Wiederholungstäter bedeuten. Ihm bleibt nun nur der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas in Lausanne.

Gatlin war am 22. April 2006 positiv auf Testosteron getestet worden, nachdem er bereits als 19-Jähriger 2001 bei den US-Juniorenmeisterschaften mit Amphetaminen (Aderall) erwischt und für zwei Jahre gesperrt worden war. Zwar erteilte die IAAF dem Athleten, der das positive Testergebnis als Resultat einer bis in seine Kindheit zurückreichende Medikation erklärt hatte, zum 1. Juli 2002 wieder das Startrecht, drohte Gatlin aber im Wiederholungsfall eine lebenslange Sperre an. Dieser entging er dann durch seine Kooperation mit der Usada.

Füchse suchen einen ausländischen Trainer

Nach nur wenigen Wochen gehen die Füchse Duisburg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und Trainer Peter Draisaitl wieder getrennte Wege. Der ehemalige Nationalspieler hatte erst im Oktober die Nachfolge des entlassenen Dieter Hegen bei den Füchsen angetreten. Die Duisburger sind mit 27 Punkten auf dem Konto nach 38 Spieltagen abgeschlagen das Tabellen-Schlusslicht der DEL.

Die Trennung von Draisaitl kommt dennoch überraschend, zumal sie zwei Tage nach dem 6:3-Auswärtssieg bei Aufsteiger EHC Wolfsburg erfolgte. Gründe wurden zunächst nicht bekannt. Draisaitl ist bereits der siebte Coach der in dieser DEL-Saison vorzeitig seinen Platz hinter der Bande räumen muss. Die Duisburger suchen nun nach Angaben des sportlichen Leiters Franz Fritzmeier "einen ausländischen Trainer, der die Mannschaft in der nächsten Spielzeit übernehmen soll".

fsc/sid/dpa



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