Mixed Zone Reuiger Radprofi Piepoli hätte sich lebenslang gesperrt

"Schwäche, Wahnsinn, Verantwortungslosigkeit": Es sind drastische Worte, die der gesperrte Radprofi Leonardo Piepoli über seine Dopingvergangenheit findet. In der Rückschau hätte der Italiener sich viel länger gesperrt. Die New York Yankees trotzen der Finanzkrise mit Hunderten Millionen Dollar.


Hamburg - Der italienische Radprofi Leonardo Piepoli bereut sein Dopingvergehen bei der Tour de France zutiefst und hat alle Athleten zum Kampf gegen Doping aufgerufen. "Ich empfinde Ekel vor mir selbst, weil ich gedopt habe. An jenem Tag vor der Tour habe ich den besten Teil von mir selbst getötet. Ich habe den Radsport getötet, der mein ganzes Leben war. Ich habe meine Würde, mein Gewissen mit den Füßen getreten und mich selbst enttäuscht", sagte der 37-Jährige der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Mittwoch.

Ehemaliger Saunier-Profi Piepoli (2008, am Tag seiner Entlassung): "Meine Würde mit Füßen getreten"
DPA

Ehemaliger Saunier-Profi Piepoli (2008, am Tag seiner Entlassung): "Meine Würde mit Füßen getreten"

Piepoli bezeichnete seine Dopingsünde als die Folge von "Schwäche, Wahnsinn, Verantwortungslosigkeit". "Ich stürze aber nicht in die Depression. Den Tiefpunkt habe ich mit dieser Schwäche erreicht, jetzt geht es mit mir wieder bergauf", so Piepoli. Er hatte während der Tour de France am 4. und am 15. Juli zwei positive A-Proben auf das Epo-Nachfolgeprodukt Cera abgegeben. Das französische Labor in Chatenay-Malabry bestätigte im November, dass auch die B-Probe positiv gewesen sei. Der Chefankläger des Nationalen Olympischen Komitees für Italien forderte deshalb am 18. Dezember 2008 eine zweijährige Dopingsperre für den Ex-Fahrer des Saunier-Duval-Teams.

"Eine Sperre von vier oder sechs Jahren oder sogar ein Berufsverbot wäre besser gewesen", sagte Piepoli. "Was ich als 37-Jähriger, der eine Frau und einen Sohn hat, getan habe, ist nicht zu rechtfertigen", so Piepoli. Er appellierte an alle Athleten, nicht zu dopen: "Damit tritt man das eigene Gewissen und die Würde für immer".

Die New York Yankees aus der nordamerikanischen Major League Baseball (MLB) haben ihren neuen Superstar Mark Teixeira vorgestellt, der bei dem Club einen Acht-Jahres-Vertrag im Wert von 180 Millionen US-Dollar unterzeichnet hat. Der Rekordmeister hat damit bereits 423,5 Millionen Dollar für drei Zugänge ausgegeben. Neben dem First Baseman Teixeira verpflichtete das Team auch die Pitcher C.C. Sabathia (161 Millionen für sieben Jahre) und A.J. Burnett (82,5 Millionen für fünf Jahre).

Die Besitzerfamilie Steinbrenner reagierte mit den Millionen-Deals auf das Verpassen der Playoffs in der vergangenen Saison. In der kommenden Spielzeit wird das Team ab April im neuen Yankee-Stadion spielen und soll erstmals seit 2000 wieder die Meisterschaft gewinnen. Insgesamt stehen bei den Yankees nun die vier teuersten Spieler der MLB unter Vertrag. Neben Teixeira sind dies Alex Rodriguez (275 Millionen/10 Jahre), Derek Jeter (189 Millionen/10 Jahre) und Sabathia.

Der russische Tennisprofi Nikolai Dawidenko hat seine Teilnahme an den Australian Open wegen einer Verletzung an der Ferse abgesagt. "Ich habe große Schmerzen und muss erst einmal aussetzen, bevor ich wieder Turniere spiele", sagte der Weltranglisten-Fünfte am Mittwoch in Chennai. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 19. Januar in Melbourne. Bei der ATP-Veranstaltung im indischen Chennai konnte der 27-Jährige zu seinem Zweitrunden-Match gegen den Tschechen Lukas Dlouhy nicht antreten.

goe/dpa/sid



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