Mixed Zone Schumacher-Urteil verschoben, Riesch fährt auf Platz zwei

Radprofi Stefan Schumacher muss sich gedulden: Der Internationale Sportgerichtshof hat die Urteilsverkündung zu seiner Dopingsperre verschoben. Baseballstar Mark McGwire hat die Einnahme von Steroiden bestätigt. Maria Riesch erreichte beim Flutlicht-Slalom in Flachau Platz zwei.

Radprofi Schumacher: Muss auf die Entscheidung des Cas warten
ddp

Radprofi Schumacher: Muss auf die Entscheidung des Cas warten


Hamburg - Im Fall des Radprofis Stefan Schumacher hat der Internationale Sportgerichtshof Cas die Urteilsverkündung erneut verschoben. Nun soll am 25. Januar eine Entscheidung über die zweijährige Dopingsperre des früheren Gerolsteiner-Profis fallen. Ursprünglich war ein Urteil für Mitte Dezember angekündigt, dann der 11. Januar avisiert worden.

Schumacher hatte gegen seine Dopingsperre, die bis zum 21. Januar 2011 läuft, Einspruch eingelegt. Der Radprofi war in Nachkontrollen zur Tour de France 2008 positiv auf den Epo-Nachfolger Cera getestet worden. Daraufhin hatte die französische Anti-Doping-Agentur AFLD den 28-Jährigen bis zum 21. Januar 2011 gesperrt, der Radsport-Weltverband UCI dehnte die Sperre weltweit aus. Schumacher verwies bei seinem Einspruch auf Verfahrensfehler. Wichtigstes Argument war dabei die Tatsache, dass das Analyseverfahren erst am 31. Mai 2009 für zulässig erklärt worden war. Schumacher war aber bereits im Oktober 2009 von der AFLD überführt worden.

Maria Riesch hat beim Weltcup-Slalom in Flachau den siebten Podestplatz im Olympia-Winter eingefahren. Die Skirennfahrerin musste sich am Dienstagabend beim Flutlichtrennen der Österreicherin Marlies Schild geschlagen geben. Susanne Riesch schied nach Platz eins im ersten Lauf im zweiten Durchgang aus und verpasste ihren ersten Sieg. Trotzdem schnitten die deutschen Damen auf der "Hermann Maier Weltcup-Piste" hervorragend ab: Die bereits für Olympia qualifizierte Katharina Dürr erreichte auf rang fünf das beste Resultat ihrer Karriere, Fanny Chmelar qualifizierte sich als Sechste für die Olympischen Spiele Vancouver. Christina Geiger fuhr auf Rang neun.

Dopinggeständnis von ehemaligem Baseball-Profi

Der ehemalige Homerun-König Mark McGwire hat zugegeben, während seiner aktiven Zeit in der Major League Baseball (MLB) gedopt zu haben. In einer Pressemitteilung seines damaligen Vereins, den St. Louis Cardinals, erklärte der 46-Jährige, unter anderem während der Saison 1998 unerlaubte Mittel genommen zu haben. McGwire hatte damals mit 70 Homeruns die 37 Jahre alte Bestmarke von Roger Maris (61 Homeruns) gebrochen.

"Ich wünschte, dass ich niemals Steroide angefasst hätte. Ich war dumm und habe einen Fehler gemacht und möchte mich dafür entschuldigen. Rückblickend wäre ich froh, wenn ich nie während der Dopingära gespielt hätte", sagte McGwire, der seine Karriere 2001 beendete. Im selben Jahr stellte der des Dopings verdächtige Barry Bonds mit 73 Homeruns den bis heute gültigen Saisonrekord auf.

McGwire gab zu, die verbotenen Mittel in den neunziger Jahren "gelegentlich" genommen zu haben, um nach Verletzungen schneller wieder gesund zu werden. "Es ist alles sehr emotional. Ich habe es vor meiner Familie, den Mitspielern und Trainern geheim gehalten. Sie alle erfahren es jetzt zum ersten Mal. Es ist Zeit, auszupacken und das zu bestätigen, was Leute schon lange vermutet haben", sagte McGwire.

Rekordpreise für Werbespots

Trotz konjunkturbedingter Preiseinbrüche sind die 30-sekündigen Werbeeinblendungen während des Super Bowls der nordamerikanischen Football-Liga NFL am 7. Februar die teuersten Spots des Jahres im US-Fernsehen. Eine Werbebotschaft während des NFL-Finales in Miami kostet beim übertragenden Sender CBS umgerechnet zwischen 1,72 Millionen und 1,93 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr erreichte die Super-Bowl-Live-Übertragung beim CBS-Rivalen NBC 98,7 Millionen Zuschauer. Aufgrund der hohen Einschaltquoten gelten die Werbespots in den Pausen des Matches als besonders reichweitenintensiv und sind entsprechend kostspielig. Die Einnahmen von NBC durch Werbespots rund um das Super-Bowl-Spektakel beliefen sich im Vorjahr auf 146,8 Millionen Euro.

Die Basketball-Bundesliga muss ohne zwei Stars auskommen. Bei Top-Scorer David Teague von den LTi Giessen 46ers wurde ein Knorpelschaden im Knie festgestellt, der wohl operiert werden muss. Der 26-Jährige fällt voraussichtlich für den Rest der Saison aus.

Zwar würde auch eine Behandlung mit Medikamenten den Einsatz Teagues in den kommenden Wochen unter Umständen möglich machen, jedoch wollen die Verantwortlichen der LTi 46ers eine Erhöhung des Risikos für die Gesundheit des Spielers nicht eingehen.

Komplett verzichten müssen die Eisbären Bremerhaven hingegen auf Rodney Buford, dessen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst wurde. Buford war am 24. Dezember 2009 aufgrund eines Trauerfalls in der Familie in seine Heimat gereist. Seither haben die Eisbären trotz mehrfacher Versuche, Kontakt aufzunehmen, nichts mehr von ihm gehört.

SC Magdeburg muss sich einen neuen Präsidenten suchen

Eckhard Lesse legt zum 31. Januar seine Ämter als Präsident des SC Magdeburg und Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten nieder. Das teilte der Verein nach einer Aufsichtsratssitzung am späten Montagabend mit. Der 61-Jährige nannte persönliche und familiäre Gründe für den Rücktritt. Über die weitere Vorgehensweise will der SCM in den kommenden Tagen informieren. Das Präsidium tagt am Donnerstag und will einen kommissarischen Nachfolger aus dem Kreis der Vizepräsidenten bestimmen.

Lesse war am 18. Juni 2009 zum SCM-Präsidenten gewählt worden. Anfang Juli berief ihn der Aufsichtsrat der Handball Magdeburg GmbH auch als Geschäftsführer. Zum 1. Juli soll die Position neu besetzt werden. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Marc-Henrik Schmedt, der als Manager bereits die SCM-Youngsters in der zweiten Handball-Bundesliga begleitet.

jar/sid/dpa



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