Zweifacher Olympiasieger Hockey-Star Moritz Fürste beendet Karriere

Er hielt sich jahrelang in der Weltspitze, gewann zweimal Olympia-Gold, bestritt fast 300 Länderspiele. Nun hat Hockey-Star Moritz Fürste sein Karriereende angekündigt.

DPA

Es gibt sehr viele deutsche Athleten, die bekannter sind als Moritz Fürste. Aber nur wenige waren in den vergangenen Jahren erfolgreicher. Hockey-Spieler Fürste, 33, ist zweifacher Olympiasieger, Weltmeister in der Halle wie auf dem Feld, er hat das deutsche Hockey geprägt, 2012 wurde er als Welthockeyspieler ausgezeichnet. Mit den Erfolgen ist es bald endgültig vorbei. Fürste wird seine Karriere nach dieser Saison beenden.

"Meine Entscheidung ist vor drei oder vier Wochen gefallen. Es ist keine Entscheidung gegen etwas gewesen, sondern für etwas. Ich habe zwei kleine Töchter und eine Firma", sagte Fürste nach der Bundesligapartie seines Uhlenhorster HC Hamburg gegen den Düsseldorfer HC (3:4).

"Das Team habe ich vor zwei Wochen informiert", sagte Fürste. Für ihn war es das letzte Heimspiel für seinen Klub, die offizielle Verabschiedung erfolgt allerdings erst bei der abschließenden Partie beim HTHC Hamburg.

Fürste gewann 2008 und 2012 olympisches Gold, 2016 sicherte er sich mit der DHB-Auswahl Bronze. Neben insgesamt drei WM-Titeln wurde er auch dreimal Europameister. Für das deutsche Nationalteam bestritt er insgesamt 294 Länderspiele (145 Tore).

mon/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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ollis.post 26.05.2018
1.
Respektable Leistung. Aber er wird nicht am Hungertuch nagen, Hockey wird hier zumindest in Hamburg meist von Personen aus angeblich akademischen und besseren Kreisen gespielt. Er fällt also wohl auch weich, wenn seine Firma pleite geht.
maximizer 26.05.2018
2. Wie verbittert muss man sein ...
... um einen solchen Kommentar abzulassen. Mo Fürste hat über Jahre hinweg das Deutsche Hockey geprägt, ist ein Vorbild für tausende Kinder und Jugendliche und hat nebenbei in einem Sport in dem unter Profibedingungen trainiert und gespielt aber amateurhaft verdient wird, alles erreicht was man erreichen kann. Sie hingegen reagieren wie ein minderbemiitelter Neider. Dass Hockey, wie übrigens die meisten anderen Amateur-Sportarten, von Akademikern ausgeübt wird, liegt einfach daran, dass die Spieler a. in geregelten Jobs den Sport zeitlich nicht ausüben können und b. ohne vernünftige Ausbildung hinterher keine vernünftig bezahlte Anstellung finden. Was von Leistungssportlern aller (Amateur-) Sportarten vor und zwischen großen Turnieren geleistet wird, kann sich Otto Normalverbraucher gar nicht vorstellen. Bitter, wenn Minderleister dann solche neidzerfressenen Kommentare absondern.
dr.joe.66 27.05.2018
3. Chapeau !!
Da kann man nur den Hut ziehen. Ein echtes Vorbild für den Sport. Ich hoffe, dass er mit seiner Firma mindestens genau so viel Erfolg hat! Schade, dass dieser wunderbare und mitreißende Sport nicht genau so viel Aufmerksamkeit bekommt wie Fuß-, Basket- oder Football - oder soviel wie der kalte Cousin: Eishockey. Taktik, Technik, Athletik, Finesse - es ist beim Hockey alles dabei was einen Sport faszinierend macht. Alles Gute, Herr Fürste! Und Chapeau und vielen Dank!!
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