Finale im College-Basketball Starker Wagner verliert gegen die Wildcats

Das Finale der March Madness war für Michigans Moritz Wagner Endstation: Das deutsche Nachwuchstalent spielte gegen Villanova erneut stark, doch die Wildcats waren von der Dreierlinie nicht zu stoppen.

Moritz Wagner (l.) und Villanovas Eric Paschall
AP

Moritz Wagner (l.) und Villanovas Eric Paschall


Moritz Wagner hat es nicht geschafft. Das deutsche Basketball-Talent hat mit den Michigan Wolverines das Finale um die US-College-Meisterschaft verloren. Beim Höhepunkt der March Madness war das Team der University of Michigan gegen die Villanova Wildcats chancenlos und musste sich deutlich 62:79 (28:37) geschlagen geben.

"(Villanova) ist nicht umsonst das an Nummer eins gesetzte Team im Land. Ihre Treffsicherheit und auch ihre Verteidigung haben es uns schwergemacht", sagte Wagner nach der Finalniederlage. "Wir haben gegen ein richtig gutes Team verloren." Zu seinen Zukunftsplänen wollte er sich nach dem Spiel nicht äußern.

Wagner, der das Halbfinale gegen Loyola-Chicago dominiert hatte und als Kandidat für die Auszeichnung des "Most Outstanding Player (MOP)" galt, begann auch gegen den Favoriten Villanova stark, nach vier Minuten führten die Wolverines 9:4 und der 20-Jährige hatte sieben der neun Punkte für sein Team erzielt. Doch dann wurde der Favorit immer stärker, ging beim 23:21 erstmals seit der Anfangsphase in Führung und baute diese bis zur Halbzeit kontinuierlich aus.

Insgesamt wusste Wagner mit 16 Punkten und sieben Rebounds bei seinem vielleicht letzten Spiel für Michigan erneut zu überzeugen, gegen die starke Offensive der Wildcats konnten die Wolverines ihre defensiven Qualitäten aber nur noch selten ausspielen. Neben Wagner konnten auch seine Mannschaftskollegen Muhammad-Ali Abdur-Rahkman (23 Punkte) und Zavier Simpson (10 Punkte) zweistellig punkten.

Villanovas Donte DiVincenzo
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Villanovas Donte DiVincenzo

Villanova überzeugte zum wiederholten Male von der Dreierlinie, trafen insgesamt zehn von 27 Versuchen aus der Distanz. Vor allem Topscorer Donte DiVincenzo bekam Michigan nicht in den Griff. Der 21-Jährige kam auf 31 Punkte, verwandelte zehn seiner 15 Wurfversuche aus dem Feld - inklusive fünf von sieben Dreiern. Für das Team aus der Nähe von Philadelphia war es der zweite Titelgewinn innerhalb von drei Jahren und der dritte in der Schulgeschichte. Beim alljährlichen NCAA-Tournament kämpfen 68 Mannschaften um die Meisterschaft im College-Basketball.

krä/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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themistokles 03.04.2018
1.
Wagner hat eine tolle Serie gespielt. Das es am Ende nicht zum Titel gereicht hat, ist zwar äußerst schade, schmälert aber seine Leistung in dieser Saison kein bisschen. Das nächste deutsche Toptalent steht in den Startlöchern und ich hoffe auf die diesjährige Draft. :-D Und es kommen noch ein paar nach. Der deutsche Basketball ist so gut aufgestellt, wie zu Dirks Hochphase nicht mehr...
palerider78 03.04.2018
2. It's over
March Madness is over - leider mit dem schlechteren Ende für Moe und die Wolverines. Villanova war gestern einfach das bessere Team und hat verdient gewonnen. Trotzdem: Mit dem Finale hat hier in Ann Arbor kaum wer realistisch gerechnet, trotz Wagner, andere Teams haben auch verdammt gute Talente. Hauptsache man kommt weiter als Michigan State *hehe* Wagner hat sich gegenüber letztem Jahr erneut stark verbessert, vor allem physisch, was ihm unter dem Korb stärker gemacht hat. Und da ist insgesamt noch Luft nach oben.
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