Motorsport William Dunlop bei Trainingssturz gestorben

Motorradrennfahrer William Dunlop ist bei einem Sturz im Training verunglückt. Es war bereits der dritte tödliche Unfall in der Familie Dunlop in den vergangenen 18 Jahren.

William Dunlop
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William Dunlop


William Dunlop ist tot. Der 32 Jahre alte Motorradrennfahrer erlag am Samstag nach einem Trainingssturz beim Skerries 100 in Irland seinen Verletzungen. Das gaben die Organisatoren der Rennveranstaltung bekannt. Die nordirische Rennfahrer-Familie muss damit den dritten tödlichen Unfall in den vergangenen 18 Jahren verkraften.

Die Dunlops sind traditionell im Motorradrennsport aktiv. Williams Vater Robert war 2008 beim North West 200 in Nordirland überfahren worden und im Alter von 47 Jahren verstorben. Robert Dunlop gilt als einer der erfolgreichsten Motorradrennfahrer Nordirlands. In seiner Karriere gelangen Robert neben unzähligen Erfolgen bei anderen Straßenrennen fünf Siege und insgesamt 14 Podiumsplatzierungen bei der Isle of Man Tourist Trophy. Das Rennen zählt zu den gefährlichsten Ereignissen im Motorsport.

Williams Onkel Joey Dunlop verunglückte 2000 in Lettland, als er bei starkem Regen gegen einen Baum prallte. Der 48-Jährige hatte das Rennen auf der Isle of Man insgesamt 26-mal gewonnen und ist damit Rekordhalter vor John McGuinness (23 Siege). 2002 wurde ein Streckenabschnitt der Tourist Trophy nach ihm benannt.

William Dunlops jüngerer Bruder Michael (29 Jahre alt) hat 18-mal die berüchtigte Isle of Man Tourist Trophy gewonnen.

mru/sid

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insgesamt 17 Beiträge
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jw1978 08.07.2018
1.
Wie kann man mit 29 Jahren 18-mal diese Trophy gewinnen?? Das erste mal mit 11 und seitdem immer wieder?? Ich glaube da stimmt was nicht.. - - - - - - Anmerkung der Redaktion: die Fahrer können in unterschiedlichen Disziplinen an den Start gehen und dementsprechend oft gewinnen, mfG Redaktion Forum
chrismuc2011 08.07.2018
2.
In der Liste der Gewinner der TT tauchen extrem oft Joey Dunlop auf und einige Male Michael Dunlop. Es sind jeweils die Klassensiege der einzelnen Jahre, die teilweise auf unterschiedlichen Kursen gefahren wurden. vermerkt. Außer Joey und Michael wird aber kein Sieg bei der TT eines anderen Familienmitglieder vermerkt. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Isle-of-Man-TT-Sieger Traurig ist es dennoch, wenn ein Motorsportler verunglückt, auch wenn sich die Motorradfahrer bei Straßenrennen der enormen Gefahren bewußt sein müssen.
gandhiforever 08.07.2018
3. Wann wird
Die Frage lautet nun, wann Michael Dunlop bei einem Rennen sein Leben laesst. Denn anscheinend ist die Leidenschaft, Motorradrennen zu fahren, in dieser Familie groesser, als der Hang am Leben. Man koennte auch sagen, ohne Motorradrennen ist ihnen ihr Leben nicht lebenswert. Sucht zeigt sich nicht nur bei Drogen.
Referendumm 08.07.2018
4. Rip
Das schockt mich wirklich. Nun auch Williams. Hatte erst vor ein paar Monaten die Sendung "Road - TT - Sucht nach Geschwindigkeit" gesehen gehabt. Sehr beeindruckend der Film, weil er ohne erhobenem Zeigefinder o.ä. einerseits die Faszination, speziell der TT darstellt, und andererseits das große Elend für die Familie, speziell Mutter / Oma und die Ehefrauen, wenn mal wieder einer der Dunlops zu Grabe getragen werden musste. Auch die Erzählungen der Freunde und Sponsoren der Dunlops waren sehr interessant und teils ergreifend. Beeindruckend auch die karitativen Tätigkeiten des Joey Dunlop für Waisenkinder in Rumänien, Bosnien oder Albanien. Ohne es an die große Glocke zu hängen, fuhr Joey mehrmals in diese Länder zu den Waisenkindern um gesammelte Waren dort kostenlos zu verteilen. RIP William Dunlop, leider doch sehr früh, zu früh verstorben. P.S.: "Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?" Und an die Moralisierer hier: "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont." Konrad Adenauer
rrippler 08.07.2018
5. tragisch
vor allem deshalb, weil Motorrad-Rennen niemandem nützen und für nichts gut sind. Nicht mal als Vorbild: Bei diesem Sommersonnenwetter rasen jedes mal, wenn ich die 10km Serpentinenstraße durch den Odenwald nach Heidelberg fahre, mehrmals Motorradfahrer mit adrenalingetriebener Geschwindigkeit an mir vorbei. Wehe ein Auto kommt entgegen, oder es ist gar noch zusätzlich ein Radfahrer zur Stelle, der wegen der Leitplanken nichtmal notfalls in den Wald ausweichen kann.
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