Motorsport: Zwei Tote bei Grand Prix in Macao

Erst ein Motorradfahrer, dann ein Tourenwagenpilot: Binnen eines Tages sind beim Macao-Grand-Prix zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Stadtkurs gilt unter anderem wegen seiner geringen Streckenbreite als gefährlich.

Hamburg - Innerhalb von 24 Stunden ist es auf dem Stadtkurs von Macao zu einem zweiten tödlichen Rennunfall gekommen. Im Qualifying zum 46. Macau Grand Prix verunglückte am Freitag der chinesische Tourenwagenfahrer Yau Wing Choi und erlag seinen Verletzungen. Das teilten die Organisatoren in China mit.

Bereits am Donnerstag war der portugiesische Motorradpilot Luis Carreira ums Leben gekommen. Der 35-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen, die er sich bei einem Unfall zugezogen hatte. Trotz sofortiger Wiederbelebungsmaßnahmen konnten ihn die Ersthelfer nicht mehr retten.

In Macao kommt es wegen fehlender Auslaufzonen, der geringen Streckenbreite und teilweise nicht einsehbaren Kurven immer wieder zu schweren Unfällen. So war auf dem 6,115 Kilometer langen Stadtkurs unter anderem der französische Motorradpilot Bruno Bonhuil 2005 ums Leben gekommen.

Der Macao-Grand-Prix ist eine Motorsportveranstaltung, die seit 1954 auf dem Guia Circuit ausgetragen wird. Aktuell finden bei der Veranstaltung ein Formel-3-, ein Tourenwagen- und ein Motorradrennen statt. Macao, bis 1999 portugiesische Kolonie, ist eine etwa 50 Kilometer westlich von Hongkong gelegene Sonderverwaltungszone Chinas.

ham/sid/dpa

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