Mysteriöser Autounfall: Polizei will Golfprofi Woods befragen

Ein Crash mitten in der Nacht, von der Ehefrau angeblich mit dem Golfschläger befreit: Der Autounfall von Tiger Woods wirft viele Fragen auf - nun will die Polizei den Golf-Superstar befragen. Alkoholkonsum und zu hohe Geschwindigkeit wurden als Unfallursachen bereits so gut wie ausgeschlossen.

Golfprofi Woods: Gesprächsbedarf nach ungeklärter Unfallursache Zur Großansicht
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Golfprofi Woods: Gesprächsbedarf nach ungeklärter Unfallursache

Hamburg - Nach dem nächtlichen Autounfall von Tiger Woods will die Polizei die rätselhaften Umstände aufklären und den Golfstar selbst befragen. Zwei Beamte hatten sich am Freitagabend (Ortszeit) zunächst vergeblich bemüht, mit dem 33-Jährigen in seiner Villa in Windermere/Florida zu sprechen. Sie wollten am Samstag einen weiteren Versuch unternehmen.

Tiger Woods war in der Nacht mit seinem Geländewagen in der Nähe seines Grundstücks von der Straße abgekommen. Das Auto streifte einen Hydranten und prallte kurz darauf gegen einen Baum. Mit Gesichtsverletzungen wurde der Sportler in ein Krankenhaus gebracht. Zunächst hatten US-Medien berichtet, Woods sei bei dem Unfall schwer verletzt worden.

"Er wurde hier eingeliefert, behandelt und heute wieder in guter Verfassung entlassen", teilten sein Sprecher und das Health Central Hospital von Ocoee in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Mit dem Golfschläger befreit

Die ersten Helfer trafen bereits zwei Minuten nach dem Unfall ein. Zu diesem Zeitpunkt habe Woods' Frau Elin Nordegren den Golfprofi bereits aus dem Wagen gezogen. Um ihren halb bewusstlosen Mann zu befreien, habe sie die Rückscheibe mit einem Golfschläger eingeschlagen.

Nach ersten Untersuchungen der Polizei war kein Alkohol im Spiel, ebenso wenig wie überhöhte Geschwindigkeit. Die Airbags in dem Geländewagen sollen nach Angaben der Polizei nicht ausgelöst haben, was ein Indiz dafür sein könnte, dass der Golfprofi keinesfalls zu schnell unterwegs war. Die Polizei sicherte am Unfallort Spuren, um die Unglücksursache zu ermitteln.

Woods hatte sein letztes Turnier Mitte November in Melbourne bestritten. Dort feierte er seinen ersten Sieg auf dem Fünften Kontinent. Sein nächstes Turnier wollte er Anfang Dezember in Thousand Oaks bestreiten. Das Jahr auf der US-Tour hatte Woods mit einem Verdienst von 10.508.163 Dollar zum neunten Mal seit 1997 als der Top-Verdiener abgeschlossen. Damit schraubte er sein Einkommen auf der sportlich wertvollsten Tour auf insgesamt 92.862.539 Dollar.

luk/dpa/sid/AP

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