Nach Doppel-Gold mit Handbike: Zanardi will bei Winter-Paralympics antreten

Alex Zanardi plant offenbar eine Teilnahme an den Paralympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Der ehemalige Formel-1-Pilot, der bei einem Unfall beide Beine verloren hatte, gewann bei den Sommerspielen in London bereits zwei Goldmedaillen mit dem Handbike.

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Paralympics-Sieger Zanardi: "Ich liebe den Schnee"

Hamburg - Nach seinem Doppel-Erfolg als Handbiker bei den Paralympics in London plant Alex Zanardi das nächste Abenteuer und will als Skifahrer zu den Spielen 2014 in Sotschi. "Die italienische Ski-Nationalmannschaft hat mich eingeladen, mit ihr zu trainieren", sagte der frühere Formel-1-Pilot der italienischen Tageszeitung "La Repubblica": "Ich liebe den Schnee, ich könnte bei den Paralympics in Sotschi 2014 teilnehmen."

Die Kombination aus Radfahren und Wintersport ist im Behindertensport grundsätzlich durchaus möglich. Die Deutsche Andrea Eskau gewann bei den Sommerspielen in Peking und London insgesamt dreimal Gold mit dem Handbike und errang bei den Winterspielen 2010 in Vancouver mit einem handbetriebenen Schlitten Silber im Langlauf und Bronze im Biathlon. Zanardi hatte bei einem schlimmen Unfall auf dem Lausitzring 2001 beide Beine verloren.

Zudem gab es Verwirrung um ein mögliches Angebot von BMW für Zanardi, in der DTM zu fahren. BMW bestreitet dies: "Wir prüfen derzeit, ob es technisch überhaupt möglich ist, dass er bei uns eine Demofahrt oder eine Testfahrt absolvieren kann", sagte BMW-Sprecher Jörg Kottmeier.

Am Wochenende ist Zanardi BMW-Gast beim DTM-Finale in Hockenheim, wo er sich den Fans auch bei einer Ehrenrunde auf der Strecke präsentieren soll. "La Repubblica" hatte Zanardi mit den Worten zitiert: "Man würde mir ein Auto für meine Bedürfnisse anfertigen. Ich würde an zwölf Rennen vom April bis Oktober teilnehmen."

jar/sid

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  • Montag, 15.10.2012 – 18:32 Uhr
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DTM-Meister seit 2000
Jahr Fahrer (Marke)
2012 Bruno Spengler (BMW)
2011 Martin Tomczyk (Audi)
2010 Paul di Resta (Mercedes)
2009 Timo Scheider (Audi)
2008 Timo Scheider (Audi)
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2005 Gary Paffett (Mercedes)
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2001 Bernd Schneider (Mercedes)
2000 Bernd Schneider (Mercedes)

DTM-Regeländerungen 2012
Sportlich:
Nachtanken während der zwei Pflicht-Boxenstopps ist seit Beginn der Saison 2012 nicht mehr erlaubt. Dafür wurden die Tanks von 70 auf 120 Liter vergrößert.
Das Punktesystem wird analog zur Formel 1 gehandhabt: Die Staffelung vom Sieger bis zum Zehnten lautet 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1. Keine Streichresultate oder Extrapunkte für die Pole-Position.
Das Qualifying wird in vier Runden im K.o.-Modus gefahren. Nach der 16-minütigen ersten Runde des "Shoot-out" stehen die letzten acht von 22 Starten fest. Runde zwei dauert elf Minuten, die ausgeschiedenen Fahrer starten von den Plätzen neun bis 14. Gleiches gilt für Runde drei. Runde vier ist ein Einzelzeitfahren der schnellsten vier Piloten, die die Pole-Position unter sich ausmachen.

Technisch:
Als Antwort auf die neuen Sicherheitsanforderungen haben die Hersteller für diese Saison völlig neue Autos gebaut. Die sind breiter, flacher, länger und insgesamt bulliger als die alten Modelle.
Viele Teile der Boliden wurden vereinheitlicht, so etwa die Bremsen, das Kohlefaser-Monocoque, der Sicherheitskäfig, die Heckflügel und die Antriebswellen.
Das Mindestgewicht eines Autos inklusive Fahrer, Anzug und Helm ist 1100 Kilogramm.





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