NBA Chicago Bulls verlieren nach viermaliger Verlängerung

Mitleid vom Verlierer: Die Chicago Bulls haben in der NBA ihr Heimspiel gegen die Detroit Pistons nach der vierten Verlängerung verloren. Besser lief es für Dirk Nowitzki und Dennis Schröder.

Chicagos Butler (l.): 43 Punkte reichen nicht zum Sieg
AFP

Chicagos Butler (l.): 43 Punkte reichen nicht zum Sieg


Die Detroit Pistons haben das längste NBA-Spiel ihrer fast 70-jährigen Franchise-Geschichte gewonnen. Bei den Chicago Bulls siegten die Pistons erst nach der vierten Verlängerung und 68 Minuten Spielzeit 147:144. Die Pistons spielen seit 1949 in der Liga.

Trainer Stan Van Gundy hatte nach den Überstunden Mitleid mit dem Verlierer: "Es war qualvoll für sie. Und es war qualvoll, das durchzumachen. Mit Spaß hatte das für mich nicht viel zu tun."

Für Detroit war es die erste Partie, die in der vierten Overtime entschieden wurde. Chicago hat die Erfahrung einmal zuvor gemacht, 1984 bei den Portland Trail Blazers (156:155). Insgesamt war es erst das 13. Mal, dass eine NBA-Partie nach vier oder mehr Verlängerungen entschieden wurde. Das längste Spiel der NBA-Geschichte lieferten sich am 6. Januar 1951 die Rochester Royals und die Indianapolis Olympians. Die Gäste gewannen nach sechs Overtimes 75:73.

Andre Drummond war beim Marathonmatch in Chicago mit 33 Punkten und 21 Rebounds bester Spieler der Pistons. Bei den Bulls knackten drei Profis die 30-Punkte-Marke: Topscorer Jimmy Butler mit 43 Punkten, Derrick Rose (34) und Pau Gasol (30).

Nowitzki und Schröder überzeugen

Dirk Nowitzki und Dennis Schröder haben unterdessen mit starken Leistungen Erfolge gefeiert. Nowitzki gelang mit seinen Dallas Mavericks ein 97:88 gegen den direkten Konkurrenten Memphis Grizzlies, Schröder und die Atlanta Hawks gewannen 109:101 bei Rekordmeister Boston Celtics.

Nowitzki war mit 20 Punkten bester Werfer seines Teams, Dallas setzte sich als Fünfter in der Western Conference mit der Bilanz von 15:12 Siegen etwas von Verfolger Memphis (14:14) ab. Der 37-Jährige erzielte in dieser Saison zum siebten Mal 20 oder mehr Punkte.

"Wir haben zuletzt teilweise nicht gut gespielt und einige Spiele verloren, in denen wir besser hätten sein müssen. Wir haben so ein Spiel gebraucht", sagte Nowitzki. Die Mavericks waren vor dem Duell mit Memphis in drei von vier Spielen sieglos geblieben.

Ebenfalls gut aufgelegt war Schröder. Der Braunschweiger kam von der Bank und verbuchte 22 Punkte, fünf Assists sowie vier Steals. Wie Nowitzki war der Point Guard bester Werfer seiner Mannschaft, die Hawks (16:12) liegen im Osten als Neunter aber weiterhin außerhalb der Play-off-Ränge.

krä/sid

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