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NBA: Nowitzki mit Saisonbestleistung, Debakel für James

Nowitzki: Starker Auftritt gegen die Boston Celtic Zur Großansicht
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Nowitzki: Starker Auftritt gegen die Boston Celtic

Dirk Nowitzki glänzt gegen seinen Lieblingsgegner: Der NBA-Star erzielt beim Sieg gegen die Boston Celtics so viele Punkte wie noch nie in dieser Saison. LeBron James geht mit Cleveland gegen den Titelverteidiger unter.

Die Dallas Mavericks hatten was gutzumachen nach der hohen Niederlage bei den San Antonio Spurs. Und das gelang dem Team von Dirk Nowitzki eindrucksvoll: Dallas gewann sein Heimspiel in der NBA gegen die Boston Celtics nach Verlängerung 118:113. Nowitzki kam auf 31 Punkte, es war zugleich seine Saisonbestleistung. Dazu holte der 37-Jährige noch elf Rebounds.

Boston scheint so etwas wie Nowitzkis Lieblingsgegner in der NBA zu sein. In seinen bisherigen 32 Spielen gegen die Celtics kam er auf einen Punkteschnitt von 25,9 - eine höhere Ausbeute als gegen jeden anderen Klub.

Die Mavericks gaben in der regulären Spielzeit einen 17-Punkte-Vorsprung noch aus der Hand und mussten deshalb in die Verlängerung. Dort behielten Nowitzki und seine Teamkollegen dann aber die Nerven.

Nicht ganz so gut lief es für Dennis Schröder. Der Aufbauspieler der Atlanta Hawks agierte beim 98:81-Sieg gegen die Orlando Magic eher unauffällig. In 18 Minuten Spielzeit erzielte er sechs Punkte und spielte acht Assists. Nicht zum Einsatz kam Tibor Pleiß bei der 119:124-Niederlage der Utah Jazz gegen die Charlotte Hornets. Überragender Spieler bei den Hornets war Kemba Walker, der mit 52 Punkten einen Klubrekord aufstellte.

Ein Debakel erlebten Superstar LeBron James und die Cleveland Cavaliers, die in einer Neuauflage der letztjährigen Finalserie gegen Stephen Currys Golden State Warriors 98:132 verloren. James, der die höchste Heimniederlage seiner Karriere erlebte, ließ anschließend sichtlich schlecht gelaunt seine Teilnahme am olympischen Turnier in Rio offen: "Ich bin keinen Deut näher an einer Entscheidung, ob ich dort spiele oder nicht", sagte der 30-Jährige, der 2004 in Athen, 2008 in Peking und 2012 in London mit den USA olympisches Gold gewonnen hatte.

James gehört ebenso wie die Superstars Stephen Curry, Kevin Durant und James Harden zum 30-köpfigen vorläufigen Kader, den US-Headcoach Mike Krzyzewski am Montag nominiert hatte.

Von "Irk" zu Dirk
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Einfach nur Dirk: In fast 16 Jahren in der NBA hat sich Dirk Nowitzki seinen Status als einer der besten Spieler der Basketball-Geschichte erarbeitet. In den USA nennen sie die größten Sporthelden nur mit Vornamen. Nowitzki ist einer von ihnen.

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Schließlich ist er einer der besten Basketballspieler der Welt. Als erstem europäischen Spieler gelang es dem 2,13 Meter großen Power Forward in der NBA, mehr als 20.000 Punkte zu erzielen. Mittlerweile kommt er auf mehr als 29.000 Zähler und liegt damit in den Top-Ten der Liga-Geschichte.

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Dabei erlebte Nowitzki einen schweren Start in den USA. Anfang 1999 kam er als 20-Jähriger in die NBA und hatte zunächst große Probleme, sich an das Niveau zu gewöhnen. Oft wurde er verspottet, oft wurde er "Irk" genannt - ohne "D" für Defense.

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Doch Nowitzki schloss mit seinem vielseitigen Spiel zu den NBA-Superstars auf und wurde zu einer beständigen Größe der Dallas Mavericks.

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Die Popularität des "German Wunderkind" stieg nicht nur bei den Fans in Dallas und Deutschland. Von 2002 bis 2012 war er immer Allstar und immer in einem der drei All-NBA-Teams vertreten.

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Gemeinsam mit seinen Freunden Steve Nash und Michael Finley machte Nowitzki die Mavericks zu einem Gewinnerteam. 2001 stand der Klub zum ersten Mal seit elf Jahren wieder in den Playoffs. Danach verpasste Nowitzki nur 2012/2013 die Endrunde um die Meisterschaft.

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Auch mit der deutschen Nationalmannnschaft feierte Nowitzki Erfolge. 2002 holte die DBB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft Bronze, 2005 bei der EM sogar Silber. Bei beiden Turnieren bekam Nowitzki die Auszeichnung zum MVP.

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Als seinen persönlichen Höhepunkt nennt Nowitzki immer die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Nowitzki war bei der Eröffnungszeremonie in Peking sogar Fahnenträger. In den Jahren danach spielte er seltener für Deutschland, um sich für die harte NBA-Saison zu schonen.

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Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon schwere Rückschläge einstecken müssen. 2006 verspielte er mit den Mavs im Finale gegen die Miami Heat eine 2:0-Führung - ein Tiefpunkt in der Karriere des Deutschen.

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Ein weiterer folgte schon ein Jahr später: Trotz der besten Regular-Season-Bilanz der gesamten NBA (67:15) schieden die Mavericks in der ersten Playoff-Runde gegen die Golden State Warriors aus (2:4). Nowitzki spielte schwach, dabei hatte er in der Saison noch überragt.

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Für seine Leistungen in der regulären Saison 2006/2007 wurde er als erster Europäer als MVP ausgezeichnet.

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Nowitzki erreichte in den folgenden Jahren wiederum Top-Niveau und bewies, dass er ein Team führen kann. Obwohl das Team in den Playoffs nicht mehr weit kam, verlängerte er 2010 um weitere vier Jahre. Für seine Treue wurde er 2011 mit dem NBA-Titel belohnt.

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"Ich kann es nicht fassen": NBA-Meister, wertvollster Spieler der Finalserie - all das war für Dirk Nowitzki kurz nach dem entscheidenden sechsten Spiel in Miami zu viel. In der Serie gegen die favorisierten Heat wurde Nowitzki endgültig zur Basketball-Legende.

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In seiner Heimatstadt Würzburg gab es einen riesigen Empfang für den damals 33-Jährigen. Zehntausende nahmen an der Parade zu Nowitzkis Ehren teil.

AP/dpa

Auch in Zukunft wird Nowitzki für die Dallas Mavericks spielen. Im Sommer 2014 verlängerte der mittlerweile 36-Jährige erneut, diesmal um weitere drei Jahre.

cte/sid

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1. unauffällig
Bronko 19.01.2016
Ich kann mich nur wiederholen: ich freue mich über NBA Berichterstattung. Aber wie kann man nur den Backup PG, der 8 Assists von der Bank macht, ala unauffällig bezeichnen..? Weil er nicht noch 20 Punkte gemacht hat? Als Bankspieler ein wirklicher guter Wert. Den Spielfluss am laufen halten und Defense spielen wird ihm mehr Punkte bescheren, dass ist doch in erster Linie sein Job.
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Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.


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