Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

NBA: Nowitzkis Mavericks bezwingen die Champions

Nowitzki: 18 Punkte gegen die Champions Zur Großansicht
AFP

Nowitzki: 18 Punkte gegen die Champions

Überraschender Erfolg für Dirk Nowitzki in der NBA: Seine Dallas Mavericks haben einen deutlichen Sieg gegen die Golden State Warriors gefeiert. Für den Meister war es erst die zweite Niederlage im 31. Saisonspiel.

Die Dallas Mavericks haben NBA-Champion Golden State die zweite Saisonniederlage beigebracht. Das Team von Dirk Nowitzki feierte gegen die überragende Mannschaft der nordamerikanischen Basketball-Profiliga einen 114:91-Erfolg.

Für Dallas war es der vierte Sieg in Folge. "Wir haben mit viel Energie und Leidenschaft gespielt. Das war sehr gut", sagte Nowitzki. Sein Trainer Rick Carlisle freute sich darüber, dass gleich sechs Spieler der Mavericks zweistellig punkteten. "Vom Start bis zum Ende haben meine Jungs einen richtig guten Job gemacht. Ich bin sehr glücklich nach dieser Vorstellung", sagte Carlisle

Bei den Gästen fehlte Superstar Stephen Curry wegen einer Verletzung an der linken Wade. "Er ist der MVP, also verändert es natürlich unser Spiel, wenn er nicht dabei ist", sagte Golden States Power Forward Draymond Green. "Es ist immer anders ohne ihn."

Die Warriors müssen zudem seit 14 Spielen auf Harrison Barnes verzichten, der Small Forward leidet unter einer Knöchelverletzung. Gegen Dallas setzten zudem Center Festus Ezeli und Shooting Guard Leandro Barbosa aus.

"Sie sind das beste Team der Liga und zu Recht Meister geworden", sagte der 37-jährige Nowitzki nach dem Spiel. "Aber die Saison ist noch lang. Die anderen Teams in der Western Conference werden es ihnen so schwer wie möglich machen."

Die meisten Punkte für Dallas erzielte J.J. Barea mit 23. Nowitzki kam auf 18 Zähler. Dallas hat nun eine Bilanz von 19 Siegen und 13 Niederlagen und steht auf Platz fünf der Western Conference. Golden State hat bislang 29 seiner 31 Saisonspiele gewonnen.

Von "Irk" zu Dirk
AFP

Einfach nur Dirk: In fast 16 Jahren in der NBA hat sich Dirk Nowitzki seinen Status als einer der besten Spieler der Basketball-Geschichte erarbeitet. In den USA nennen sie die größten Sporthelden nur mit Vornamen. Nowitzki ist einer von ihnen.

AFP

Schließlich ist er einer der besten Basketballspieler der Welt. Als erstem europäischen Spieler gelang es dem 2,13 Meter großen Power Forward in der NBA, mehr als 20.000 Punkte zu erzielen. Mittlerweile kommt er auf mehr als 29.000 Zähler und liegt damit in den Top-Ten der Liga-Geschichte.

Getty Images

Dabei erlebte Nowitzki einen schweren Start in den USA. Anfang 1999 kam er als 20-Jähriger in die NBA und hatte zunächst große Probleme, sich an das Niveau zu gewöhnen. Oft wurde er verspottet, oft wurde er "Irk" genannt - ohne "D" für Defense.

AP

Doch Nowitzki schloss mit seinem vielseitigen Spiel zu den NBA-Superstars auf und wurde zu einer beständigen Größe der Dallas Mavericks.

dpa

Die Popularität des "German Wunderkind" stieg nicht nur bei den Fans in Dallas und Deutschland. Von 2002 bis 2012 war er immer Allstar und immer in einem der drei All-NBA-Teams vertreten.

Getty Images

Gemeinsam mit seinen Freunden Steve Nash und Michael Finley machte Nowitzki die Mavericks zu einem Gewinnerteam. 2001 stand der Klub zum ersten Mal seit elf Jahren wieder in den Playoffs. Danach verpasste Nowitzki nur 2012/2013 die Endrunde um die Meisterschaft.

AP

Auch mit der deutschen Nationalmannnschaft feierte Nowitzki Erfolge. 2002 holte die DBB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft Bronze, 2005 bei der EM sogar Silber. Bei beiden Turnieren bekam Nowitzki die Auszeichnung zum MVP.

AFP

Als seinen persönlichen Höhepunkt nennt Nowitzki immer die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Nowitzki war bei der Eröffnungszeremonie in Peking sogar Fahnenträger. In den Jahren danach spielte er seltener für Deutschland, um sich für die harte NBA-Saison zu schonen.

AP

Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon schwere Rückschläge einstecken müssen. 2006 verspielte er mit den Mavs im Finale gegen die Miami Heat eine 2:0-Führung - ein Tiefpunkt in der Karriere des Deutschen.

AP

Ein weiterer folgte schon ein Jahr später: Trotz der besten Regular-Season-Bilanz der gesamten NBA (67:15) schieden die Mavericks in der ersten Playoff-Runde gegen die Golden State Warriors aus (2:4). Nowitzki spielte schwach, dabei hatte er in der Saison noch überragt.

dpa

Für seine Leistungen in der regulären Saison 2006/2007 wurde er als erster Europäer als MVP ausgezeichnet.

DPA

Nowitzki erreichte in den folgenden Jahren wiederum Top-Niveau und bewies, dass er ein Team führen kann. Obwohl das Team in den Playoffs nicht mehr weit kam, verlängerte er 2010 um weitere vier Jahre. Für seine Treue wurde er 2011 mit dem NBA-Titel belohnt.

DPA

"Ich kann es nicht fassen": NBA-Meister, wertvollster Spieler der Finalserie - all das war für Dirk Nowitzki kurz nach dem entscheidenden sechsten Spiel in Miami zu viel. In der Serie gegen die favorisierten Heat wurde Nowitzki endgültig zur Basketball-Legende.

DPA

In seiner Heimatstadt Würzburg gab es einen riesigen Empfang für den damals 33-Jährigen. Zehntausende nahmen an der Parade zu Nowitzkis Ehren teil.

AP/dpa

Auch in Zukunft wird Nowitzki für die Dallas Mavericks spielen. Im Sommer 2014 verlängerte der mittlerweile 36-Jährige erneut, diesmal um weitere drei Jahre.

cte/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Diiiirk
Pedronini 31.12.2015
Solides Spiel von Dirk Werner (könnte wieder eine 40-50-90 Saison werden) und er hat mal wieder einen seiner seltenen Dunks gezeigt. Die reine Spielfreude. JJ Barea heiß wie flüssiges Eisen, der haut gerade die Dreier weg wie andere die Frühstücksschrippen. Die Truppe gefällt! GSW ohne Steph Curry relativ hilflos. Geiles Spiel.
2. Ein Krieger!
Summermiller 31.12.2015
Dirk ist ein absolutes Beispiel für Ehrgeiz, Wille und Führung. Viele Sportler können sich an ihm ein Beispiel nehmen. Finde es trotzdem traurig das er, in Deutschland, zu wenig gewürdigt wird. Sehe ihn auf nem Niveau von Schumacher, Schmeling, Graf, Becker und, es sei mir verziehen, Beckenbauer, er zumindest bis vor kurzem ein Liebling der breiten Öffentlichkeit.
3. Tolles Spiel
El_Brain 31.12.2015
Ein unterhaltsames Spiel, wo aber früh klar war, dass die Mavs (nicht nur aufgrund des Scores) das hier gewinnen. Dirk hatte vlt keinen 1A Sahnetag, dafür aber Barea: überragende Leistung des Puerto Ricaners. Und die Warriors müssen schauen, ob sie nicht zu abhängig von Curry sind.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Basketball-Glossar
REUTERS
Zu einem Basketballteam gehören fünf Akteure. Auf der Eins spielt der Point Guard (Aufbau). Die Zwei hat der Shooting Guard inne, dessen vornehmliche Aufgabe es ist, Punkte zu erzielen. Die Drei ist der Small Forward, eine wendige Flügelkraft mit einem guten Wurf. Spieler, die auf der Zwei oder Drei eingesetzt werden können, heißen "Swingmen". Die Vier ist der Power Forward, ein kräftiger Spieler, der durch seine Größe auch für Rebounds prädestiniert ist. Auf der Fünf spielt der Center, der zumeist in Korbnähe agiert. Die Positionen Eins und Zwei bilden den Backcourt, Drei bis Fünf sind der Frontcourt.


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: