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09. Juni 2018, 08:21 Uhr

Viertes Finalduell gewonnen

Golden State Warriors verteidigen NBA-Titel

Das nennt man einen "Sweep": Die Golden State Warriors gewinnen auch Spiel vier der Finals und holen den Titel in der Basketball-Profiliga NBA. Bei Cleveland war LeBron James bester Werfer - trotz gebrochener Hand.

Die Golden State Warriors haben ihren Titel in der Basketball-Profiliga NBA erfolgreich verteidigt. Das Team um die Superstars Stephen Curry und Kevin Durant entschied das vierte aufeinanderfolgende Finalduell gegen die Cleveland Cavaliers durch einen 108:85-Sieg beim Dauerrivalen auf schnellstem Wege für sich: Erstmals seit 2007 endete die Best-of-seven-Serie um die Meisterschaft wieder 4:0. Damals hatte Cleveland gegen die San Antonio Spurs einen sogenannten "Sweep" kassiert.

"Sie hatten ein paar Runs, aber über die 48 Minuten haben wir es geregelt", sagte Curry. Als wertvollster Spieler der Finalserie (MVP) wurde wie im vergangenen Jahr Durant ausgezeichnet. Die Warriors triumphierten zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren, für das Team aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien ist es der insgesamt sechste Titel nach 1947, 1956, 1975, 2015 und 2017. Erfolgreicher waren seit der NBA-Gründung nur die Boston Celtics (17) und die Los Angeles Lakers (16), gleichauf mit Golden State liegen die Chicago Bulls (6). Steve Kerr, als Spieler bereits fünfmal Champion, führte die Warriors bereits zum dritten Mal in seiner Amtszeit zum Titel. Im Vorjahr hatte Golden State 4:1 gewonnen.

Cleveland um den dreimaligen Finals-MVP LeBron James konnte das vierte Spiel bis zur Pause offen gestalten, hatte den starken Warriors aber ab dem dritten Viertel (13:25) nichts mehr entgegenzusetzen. Vor allem Curry, mit 37 Punkten Topscorer des Abends, war kaum zu stoppen. Schon früh war klar, dass Cleveland keine Chance mehr auf seinen zweiten Meistertitel nach 2016 hat. (Warum die Warriors dieses Jahr schier übermächtig waren, lesen Sie hier.)

Bester Werfer bei den Cavaliers war wie so oft Superstar James (23 Punkte), dessen Zukunft offen ist. Der dreimalige NBA-Champion kann seinen Heimatverein trotz laufenden Vertrags verlassen. Ein Abschied gilt als wahrscheinlich. Vier Minuten vor dem Spielende nahm der 33-Jährige unter "MVP"-Rufen des Publikums auf der Bank Platz, das Duell war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

"Ich habe derzeit noch keine Ahnung", sagte James zu seiner Zukunft: "Ich werde das tun, was ich immer getan habe: Ich werde mich mit meiner Familie zusammensetzen und beraten. Sie ist ein wichtiger Teil, wenn es um meine Karriere geht, und das wird sie auch weiterhin sein." James spielte von 2003 bis 2010 sowie seit 2014 in Cleveland. 2016 führte er das Team zur ersten NBA-Meisterschaft. (Ein ausführliches Porträt über LeBron lesen Sie hier.)

Nach dem verlorenen Spiel bestätigte James, die vergangenen drei Begegnungen mit einer gebrochenen Hand gespielt zu haben. Die Verletzung zog sich James nach der unglücklichen Niederlage in Spiel eins in Oakland zu, als er aus Frust gegen eine Tafel schlug.

oka/dpa/sid

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