NBA-Rekorde Thompsons unglaubliches Viertel, Atlantas unheimliche Serie

Siebenunddreißig Punkte! In einem Viertel! Klay Thompson von den Golden State Warriors ließ im Spiel gegen Sacramento selbst seine Teamkollegen sprachlos zurück. Dennis Schröder und die Atlanta Hawks schafften ebenfalls Einzigartiges.

Rekordmann Thompson, rechts: "Irre"
AFP

Rekordmann Thompson, rechts: "Irre"


Hamburg - In einer historischen Nacht sind in der nordamerikanischen Basketball-Liga gleich mehrere Rekorde gefallen. Für ein Highlight der NBA-Geschichte sorgte Klay Thompson, der selbst den legendären Wilt Chamberlain in den Schatten stellte. Thompson, 24 Jahre alter Shooting Guard der Golden State Warriors, erzielte beim 126:101 gegen die Sacramento Kings im dritten Viertel 37 der insgesamt 41 Punkte und stellte einen NBA-Rekord auf. Chamberlain, der mit 100 Punkten in einem Spiel seit 1962 den Rekord hält, kam damals in keinem einzigen Viertel an diesen Wert heran. Die alte Bestmarke von 33 Punkten in einem Spielabschnitt hielten George Gervin und Carmelo Anthony.

Thompson, der nur zwei Freiwürfe für die 37 Zähler benötigte, versenkte allein neun Würfe von der Dreierlinie - auch eine neue Bestmarke - leistete sich keinen einzigen Fehlwurf in diesem Viertel und machte insgesamt 52 Punkte. "Ich war sehr konzentriert und bin in einen Rausch gekommen. Ich habe noch nie so wie heute geworfen. Es war irre", sagte Thompson. Selbst die Teamkollegen waren zeitweise sprachlos, Warriors-Coach Steve Kerr fühlte sich an seinen früheren Mitspieler aus Chicago, Michael Jordan, erinnert: "Er war wie aus einer anderen Welt", so Kerr.

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Auch Dennis Schröder und seinen Teamkollegen gelang Historisches. Durch das 103:93 gegen Oklahoma City Thunder schafften die Atlanta Hawks den 15. Erfolg in Serie - neuer Klubrekord. Schröder kam in knapp 18 Minuten Einsatzzeit auf 13 Punkte, vier Rebounds und fünf Assists. "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir haben ein großartiges Team und wir spielen auch wie ein Team. Ich bin dankbar, ein Teil davon zu sein", sagte Schröder. Die Hawks bleiben Spitzenreiter der Eastern Conference.

Dirk Nowitzki hatte hingegen keinen Grund zur Freude. Denn seine 24 Punkte reichten nicht, um die Niederlage der Dallas Mavericks gegen die Chicago Bulls zu verhindern. Nach zuletzt drei Siegen in Serie verlor Dallas 98:102. Mavericks-Coach Rick Carlisle verpasste dadurch den 600. Sieg seiner Karriere. Die "Mavs" hatten wenige Sekunden vor Schluss beim 98:100 die Chance, die Wende zu schaffen. Doch Derrick Rose holte sich nach seinem verpassten Wurf selbst den Offensiv-Rebound.

"Das Spiel wurde nicht dort verloren. Das ganze Spiel über hat Chicago härter als wir gespielt. Wir haben nur im Schlussviertel gegengehalten. Das müssen wir einfach besser machen", sagte Mavericks-Guard Monta Ellis. Mit 30 Siegen (14 Niederlagen) bleibt Dallas im Westen auf Platz vier.

goe/dpa



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