Clippers-Verkauf perfekt Steve Ballmer übernimmt NBA-Skandalklub

Der monatelange Rechtsstreit um den Basketballklub Los Angeles Clippers ist beendet. Neuer Besitzer ist Ex-Microsoft-Boss Steve Ballmer, der eine Rekordsumme bezahlt. Donald Sterling musste wegen eines Rassismus-Skandals verkaufen.

Ex-Microsoft-Boss Ballmer: Neuer Besitzer der Los Angeles Clippers
REUTERS

Ex-Microsoft-Boss Ballmer: Neuer Besitzer der Los Angeles Clippers


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Hamburg - Der Verkauf der Los Angeles Clippers an Steve Ballmer ist perfekt. Das gab die Nordamerikanische Basketball-Liga NBA am Dienstag offiziell bekannt. Der ehemalige Microsoft-Chef soll angeblich einen Rekordpreis von zwei Milliarden Dollar (rund 1,49 Milliarden Euro) für das Team bezahlen.

Die NBA hatte Vorbesitzer Donald Sterling zum Verkauf gedrängt. Der 80-Jährige hatte mit diskriminierenden Äußerungen über Schwarze in einem privaten Telefongespräch einen Rassismus-Skandal verursacht. Das Klatschportal "TMZ" veröffentlichte einen Mitschnitt des Telefonats, woraufhin die NBA Sterling auf Lebenszeit sperrte und ihm eine Strafe von 2,5 Millionen Dollar auferlegte.

Sterlings von ihm getrennt lebende Ehefrau Shelly hat dem Verkauf an Ballmer als Vertreterin der Stiftung "Sterling Family Trust" zugestimmt. Dagegen hatte ihr Ehemann geklagt. Ein Gericht hatte zuletzt aber eine einstweilige Verfügung abgewiesen, mit der er den Verkauf des Teams abwenden wollte.

tpr

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raber 12.08.2014
1. Skandalklubs eher woanders als beim Clippers
Der Klub ist keineswegs ein NBA-Skandalklub, sondern dessen Eigentümer mit seinen rassistischen Äusserungen. Vielleicht hat SPON diesen Titel ausgesucht um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen; ist aber nicht zutreffend. Wenn dem so wäre, dann wäre der FC Bayern München schon eher ein Skandalklub para excellence mit einem gestandenen Steuerbetrüger als Präsidenten, einem Rolex-Schmuggler als Vorstandvorsitzenden und einem Steuerflüchtling im Vorstand. Dabei will ich es mal belassen. Vielleicht sollte SPON sorgfältiger mit der Formulierung ihrer Titel umgehen; sonst wird es wie ein Sensationsblatt wo man zweifelt ob die Titel übertrieben sind.
jewiberg 12.08.2014
2. Das wird sicher lustug
Steve Balmer tobt auf der Tribüne, in der Kabine und beim Trainig. Die Spieler tun mir schon jetzt leid.
tabbstah 13.08.2014
3.
Gut formuliert. Bei dem Titel dachte ich auch Ballmer hätte sich plötzlich nen anderen Club gekauft.
Phil41 13.08.2014
4. ...
kann mich dem ersten kommentator nur anschließen. spon beweist durch die überschrift mal wieder, wie wenig ahnung von basketball in der redaktion vorherrscht. die clippers sind alles andere als ein skandalclub. sie spielen einen der schönsten und spektakulärsten bälle in der liga. dazu kommen die reaktionen der spieler, des trainers und der mitarbeiter des teams auf die äußerungen des verrückten sterling. das ging schon soweit, dass manche spieler nicht mehr antreten wollten und rivers das team verlassen wollte, solange sterling noch besitzer war. kommt aber sicher nicht zufällig so eine formulierung. auch hier hat der erste kommentator recht... seit abgang von stefan aust lässt die qualität des spiegels (und spon) immer mehr nach und nähert sich dem erwähnten klatschniveau...
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