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US-Basketball: Obama gratuliert Collins zum Coming-out

NBA-Profi Collins (l.): Gratulation vom PräsidentenZur Großansicht
AP/dpa

NBA-Profi Collins (l.): Gratulation vom Präsidenten

Höchste Ehre für NBA-Profi Jason Collins: Nach dessen Coming-out hat ihm US-Präsident Barack Obama persönlich zu dem Entschluss gratuliert. Auch die First Lady Michelle Obama sprach von einem "großen Schritt". Collins hatte sich als erster NBA-Profi als schwul geoutet.

Hamburg - US-Präsident Barack Obama hat Basketball-Profi Jason Collins nach dessen Coming-out angerufen und ihm seine Unterstützung zugesichert. Obama habe dem NBA-Spieler gesagt, dass er beeindruckt sei von seiner Courage, twitterte das Weiße Haus am Dienstag. Der 34 Jahre alte Collins hatte sich als erster Akteur der vier großen US-Profiligen offen zu seiner Homosexualität bekannt. "So stolz auf dich, Jason Collins!" twitterte First Lady Michelle Obama: "Das ist ein großer Schritt nach vorn für unser Land."

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bezeichnete Collins' Coming-out als "aufrichtiges Statement eines guten Menschen, der nichts anderes will wie viele andere auch: So sein zu können, wie er ist, seine Arbeit zu machen, eine Familie zu haben und zur Gemeinschaft beizutragen". Er kennt Collins schon länger: Er war ein Mitschüler von Clinton-Tochter Chelsea in Stanford. "Ich hoffe, dass jeder, insbesondere Jasons Kollegen in der NBA, die Medien und seine vielen Fans ihm weiter die Unterstützung geben, die er verdient hat."

Dass sich Collins' Bekenntnis negativ auf seine Vereinssuche auswirken könnte, glaubt NBA-Chef David Stern nicht, wie er am Rande der Partie Indiana Pacers gegen Atlanta Hawks sagte. Der Vertrag des Centers mit den Washington Wizards läuft nach dieser Saison aus.

aha/dpa

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insgesamt 11 Beiträge
Larnaveux 30.04.2013
Also ich glaube durchaus, dass es in einigen "Macho"-Sportarten schwierig für homosexuelle Sportler wäre, wenn bekannt würde, dass sie eben auf das gleiche Geschlecht stehen. Insofern verstehe ich durchaus, dass so ein [...]
Zitat von sysopHöchste Ehre für NBA-Profi Jason Collins: Nach dessen Coming Out hat ihm US-Präsident Barack Obama persönlich zu dem Entschluss gratuliert. Auch die First Lady Michelle Obama sprach von einem "großen Schritt". Collins hatte sich als erster NBA-Profi als schwul geoutet. NBA: Obama gratuliert Profi Jason Collins nach dessen Coming-Out - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/nba-obama-gratuliert-profi-jason-collins-nach-dessen-coming-out-a-897303.html)
Also ich glaube durchaus, dass es in einigen "Macho"-Sportarten schwierig für homosexuelle Sportler wäre, wenn bekannt würde, dass sie eben auf das gleiche Geschlecht stehen. Insofern verstehe ich durchaus, dass so ein Outing ein Signal setzen kann für eine eigentlich erstrebenswerte Normalität, die da heißen sollte: Ich möchte meinen Sport machen, weil ich den liebe, und was ich zu Hause im stillen Kämmerlein treibe, geht die Außenwelt nichts an, ist meine Privatsache. Insofern muss man vermutlich tatsächlich anfangs erst den Weg durch die Publicity wählen, um so manchen Unsinn auf so mancher Sporttribüne, möglicherweise auch so manchen Unsinn in einem Team als genau solchen zu deklarieren. Ich fürchte durchaus, dass Homosexuelle drangsaliert werden könnten. Andererseits muss ich aber sagen, empfinde ich es langsam als unterträglich, in jedem dritten Artikel lesen zu müssen, dass der und der schwul oder die und die lesbisch orientiert ist. Ja, meine Güte, dann sind sie es halt! Jetzt gratulieren auch noch Präsidenten und Ex-Präsidenten zum Outing, und der Spiegel bringt gleich zwei Artikel an einem Tag zu diesem Thema. Nun kann man über solche Berichte auch hinweggehen, wenn sie einen nicht interessieren, aber die Fülle von derartigen Artikeln, in dem an irgendeiner Stelle auf die sexuellen Präferenzen von Personen eingegangen wird, und sei es nur in einem Nebensatz, hat exponentiell zugenommen, so sagt mir mein Gefühl. Ganz ehrlich, in meinem Umfeld leben heterosexuelle Paare, Familien, Singles, schwule und lesbische Paare, habe ich alles schon gehabt. Es gibt nette und nicht so nette, dumme und intelligente. So ist das Leben, so what? Ich warte auf den Moment, in dem ich mal auf einer Veranstaltung mit den Worten begrüßt werde: "Guten Tag, mein Name ist John Smith, und ich bin schwul." Und ich muss dann antworten. "Guten Tag, mein Name ist Larnaveux, und ich bin heterosexuell." - "Angenehm." - "Angenehm." Was für eine bizarre Vorstellung, denn in der Regel interessieren mich die sexuellen Präferenzen meiner Mitmenschen nur überaus sekundär. Man bekommt sie halt mit, wenn ein Pärchen vorbeikommt, oder auch nicht. So what?...
horst-der-adler 30.04.2013
Ja genau, "so what" sollte es sein... Aber da die Homosexuellen-Quote in der Sport-Öffentlichkeit (insb. bei den Männern) nicht mit der der Gesellschaft im Allgemeinen korreliert, ist es gerade NICHT "so [...]
Zitat von LarnaveuxAlso ich glaube durchaus, dass es in einigen "Macho"-Sportarten schwierig für homosexuelle Sportler wäre, wenn bekannt würde, dass sie eben auf das gleiche Geschlecht stehen. Insofern verstehe ich durchaus, dass so ein Outing ein Signal setzen kann für eine eigentlich erstrebenswerte Normalität, die da heißen sollte: Ich möchte meinen Sport machen, weil ich den liebe, und was ich zu Hause im stillen Kämmerlein treibe, geht die Außenwelt nichts an, ist meine Privatsache. ... Ich warte auf den Moment, in dem ich mal auf einer Veranstaltung mit den Worten begrüßt werde: "Guten Tag, mein Name ist John Smith, und ich bin schwul." Und ich muss dann antworten. "Guten Tag, mein Name ist Larnaveux, und ich bin heterosexuell." - "Angenehm." - "Angenehm." Was für eine bizarre Vorstellung, denn in der Regel interessieren mich die sexuellen Präferenzen meiner Mitmenschen nur überaus sekundär. Man bekommt sie halt mit, wenn ein Pärchen vorbeikommt, oder auch nicht. So what?...
Ja genau, "so what" sollte es sein... Aber da die Homosexuellen-Quote in der Sport-Öffentlichkeit (insb. bei den Männern) nicht mit der der Gesellschaft im Allgemeinen korreliert, ist es gerade NICHT "so what." Also ist es durchaus eine - positive! - Erwähnung wert.
Larnaveux 30.04.2013
Ich verstehe schon, was Sie meinen, und bitte verstehen Sie mich jetz nicht falsch, aber dennoch ist sie da wieder, die Quote. Brauchen wir jetzt so viele Outings, bis die Homosexuellenquote der Quote in der Gesellschaft [...]
Zitat von horst-der-adlerJa genau, "so what" sollte es sein... Aber da die Homosexuellen-Quote in der Sport-Öffentlichkeit (insb. bei den Männern) nicht mit der der Gesellschaft im Allgemeinen korreliert, ist es gerade NICHT "so what." Also ist es durchaus eine - positive! - Erwähnung wert.
Ich verstehe schon, was Sie meinen, und bitte verstehen Sie mich jetz nicht falsch, aber dennoch ist sie da wieder, die Quote. Brauchen wir jetzt so viele Outings, bis die Homosexuellenquote der Quote in der Gesellschaft entspricht, und dann ist alles gut? Ach Du lieber Himmel... Wie schon gesagt, es stört mich, dass man in der Presse einen gehörigen Anteil von Artikeln aufgedrückt bekommt, wo zu lesen ist, wer welche sexuelle Präferenz hat. Wenn ich das wissen möchte, kann ich Klatschzeitungen lesen. Aber muss das hier auch in seriösen Nachrichtenmagazinen geschehen? Eben poppte schon der dritte Artikel dazu hoch, nun zu Toiletten in Schweden für das "dritte" Geschlecht. Den habe ich weitergescrollt, weil es glücklicherweise schon in der Überschrift erkennbar war, aber muss das wirklich so in der Häufung sein? Immerhin muss es der Welt ziemlich gut gehen, wenn das offenbar die wichtigsten Probleme heutzutage sind.
BlogBlab 30.04.2013
Sehen Sie das doch mal von einem neutralen Standpunkt. In wie vielen Artikeln über bekannte Menschen wird in verschiedenster Form darauf hingewiesen, dass sie heterosexuell sind, sei es, dass über ihre Ehefrau bzw. Ehemann, [...]
Zitat von LarnaveuxAndererseits muss ich aber sagen, empfinde ich es langsam als unterträglich, in jedem dritten Artikel lesen zu müssen, dass der und der schwul oder die und die lesbisch orientiert ist. Ja, meine Güte, dann sind sie es halt!
Sehen Sie das doch mal von einem neutralen Standpunkt. In wie vielen Artikeln über bekannte Menschen wird in verschiedenster Form darauf hingewiesen, dass sie heterosexuell sind, sei es, dass über ihre Ehefrau bzw. Ehemann, deren Freundin bzw. Freund oder über deren Kommentare zum anderen Geschlecht berichtet wird? In fast allen, das fällt nur nicht besonders auf, da sich jeder daran gewöhnt hat. Wenn nun bei einigen Einzelfällen auch mal erwähnt wird, dass es auch Prominente gibt, die homosexuell sind, empfinden Sie das gleich als "unerträglich". In den meisten Artikeln zu diesem Thema in der letzten Zeit ging es um die Gleichberechtigung der gleichgeschlechtlichen Ehe, das ja gerade auf der politischen Tagesordnung steht. Wenn alle die sexuelle Orientierung als etwas völlig Belangloses betrachten würden und andere Menschen deshalb nicht diskriminieren würden, bräuchte man in der Tat gar nicht mehr darüber reden.
BlogBlab 30.04.2013
Den fand ich allerdings auch überflüssig.
Zitat von LarnaveuxEben poppte schon der dritte Artikel dazu hoch, nun zu Toiletten in Schweden für das "dritte" Geschlecht.
Den fand ich allerdings auch überflüssig.
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  • Dienstag, 30.04.2013 – 09:05 Uhr
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