NBA-Ranking Letztes Team knackt Milliarden-Dollar-Grenze

Die NBA vermeldet Rekorde: Mit den New Orleans Pelicans hat auch das letzte Team einen Wert von über einer Milliarde Dollar erreicht. Die Spitzenreiter zeigen, dass sportlicher Erfolg dafür nicht ausschlaggebend ist.

Michael Beasley  (vorne)
AFP

Michael Beasley (vorne)


Der durchschnittliche Wert eines NBA-Teams beträgt 1,34 Milliarden Dollar. Das hat das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" in seiner jährlichen Auflistung der wertvollsten NBA-Teams gemeldet. Damit stieg der durchschnittliche Wert aller Franchises um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den letzten fünf Jahren hat sich der Wert der Teams verdreifacht.

Wertvollstes Team bleiben nach wie vor die New York Knicks. Der Wert des Klubs beträgt 3,6 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro), was einen Zuwachs um neun Prozent zum Vorjahr bedeutet. Die wirtschaftliche Stärke steht in Kontrast zum sportlichen Erfolg: Letztmals schafften es die Knicks vor fünf Jahren in die Playoffs.

Kristaps Porzingis (l.)
AP

Kristaps Porzingis (l.)

Auf Platz zwei des Rankings werden die Los Angeles Lakers geführt. Sie verzeichneten sogar einen Zuwachs von zehn Prozent und sind nun 3,3 Milliarden Dollar wert. Erst dahinter folgt mit dem Titelverteidiger Golden State Warriors (3,1 Milliarden Dollar) ein Team, das auch sportlich erfolgreich ist. Die Top-Fünf komplettieren die Chicago Bulls (2,6 Milliarden Dollar) und die Boston Celtics (2,5 Milliarden Dollar). Letzter im Ranking und damit das Team, das die Riege der Milliarden-Klubs komplettierte, sind die New Orleans Pelicans.

Als Grund für den Wert-Anstieg der Basketball-Klubs nennt Forbes den neuen Fernsehvertrag mit den Sendern ESPN und TNT, der seit der Saison 2016/2017 läuft. Dieser hat einen Umfang von 24 Milliarden Dollar und befördert das globale Wachstum der Liga weiter.

Die New York Knicks schließen damit zu den spanischen Fußball-Giganten FC Barcelona (3,64 Milliarden Dollar) und Real Madrid (3,58 Milliarden Dollar) auf. An der Spitze der wertvollsten Sportteams der Welt nannte "Forbes" im Juli vergangenen Jahres das NFL-Team Dallas Cowboys (4,2 Milliarden Dollar), die Baseballer der New York Yankees (3,7 Milliarden Dollar) und Manchester United (3,69 Milliarden Dollar). Zum Vergleich: Bayern München liegt mit einem geschätzten Wert von 2,7 Milliarden Dollar deutlich dahinter.

LeBron James (l.)
REUTERS

LeBron James (l.)

Im Wettstreit um die Popularität im US-Sport hat die NBA damit weiter Boden auf die NFL gut gemacht. Noch sind die American-Football-Teams im Vergleich zu den Basketball-Klubs 52 Prozent wertvoller (2,5 Milliarden Dollar im Durchschnitt). Aber diese Differenz hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als halbiert. Besonders außerhalb der USA wird der NBA von Investoren ein deutlich größeres Wachstumspotential als der NFL und allen übrigen großen US-Ligen bescheinigt.

tip/dpa/Reuters



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Mr Bounz 08.02.2018
1. Aha
Ist das wieder die witzige Liste in der Schulden als Positiv angerechnet werden?
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