Basketball 51-Punkte-Gala von NBA-Superstar Curry, Kritik an Nowitzki

Stephen Curry hat in der NBA einen grandiosen Auftritt hingelegt. Dirk Nowitzki spielte ebenfalls stark, musste sich jedoch Kritik von einer Basketballlegende anhören. Und Tibor Pleiß steht wieder im Kader der Utah Jazz.

Basketball-Superstar Curry: Erst die Show, dann das Weiße Haus
AFP

Basketball-Superstar Curry: Erst die Show, dann das Weiße Haus


Am Donnerstag werden die Golden State Warriors von US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus für den Gewinn des NBA-Titels der vergangenen Saison gewürdigt. Ein guter Zeitpunkt, um mal wieder einen Gala-Auftritt zu zeigen, dachte sich da wohl der wertvollste Spieler (MVP) der Basketball-Profiliga, Stephen Curry. Am Mittwochabend erzielte der Point Guard beim 134:121-Sieg der Warriors bei den Washington Wizards 51 Punkte und verwandelte elf Dreier. Bereits zum zweiten Mal knackte Curry in dieser Saison die 50-Punkte-Grenze.

Eine starke Leistung - wenn auch nicht so grandios wie die von Curry - legte der deutsche Basketballprofi Dirk Nowitzki hin. Bei der 90:93-Niederlage seiner Dallas Mavericks gegen die Miami Heat war Nowitzki bester Mann auf dem Feld: Er kam auf 28 Punkte. Der 37-Jährige hatte sogar kurz vor Schluss zum Ausgleich getroffen, aber dann verfehlte Mavericks-Teamkollege Raymond Felton mit einem Drei-Punkte-Wurf das Ziel - und verpasste damit die Chance auf einen Sieg in der Verlängerung. Es war bereits die neunte Niederlage von Dallas in den vergangenen zehn Spielen gegen Miami.

Überraschende Kritik an Nowitzki äußerte NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar, der erfolgreichste Werfer der NBA-Geschichte. "Er würde in ganz anderem Maße gewürdigt werden, wenn er auf dem Spielfeld mehr gemacht hätte, als nur den Ball zu werfen. Er kann nur eine Sache", sagte der sechsmalige NBA-Champion. "Er hätte mehr Respekt erhalten, wenn er bei den Rebounds und in der Abwehr ähnlich gut gewesen wäre."

Schröder kommt von der Bank, Pleiß zurück im Utah-Kader

Das wollte man bei Dallas natürlich nicht so stehen lassen: "Fragt ihn mal, wie viele Spiele er gesehen hat", sagte Mark Cuban, Besitzer der Dallas Mavericks: "Dieser Junge kann rebounden, passen und hat einen unglaublichen Basketball-IQ. Er wird als einer der Größten abtreten, daran gibt es keinen Zweifel."

Nationalspieler Dennis Schröder war hingegen erfolgreich: Die Atlanta Hawks ließen Ligaschlusslicht Philadelphia 76ers beim 124:86 keine Chance. Schröder kam von der Bank und holte im Auswärtsspiel in knapp 17 Minuten zwölf Punkte und fünf Rebounds.

Tibor Pleiß steht wieder im Kader der Utah Jazz. Der 26-Jährige hatte zuletzt zwei Spiele in der D-Leauge bei Utahs Farmteam Idaho Stampede bestritten. Pleiß verfolgte den 85:81-Sieg gegen die Denver Nuggets jedoch nur von der Bank aus.

bka/sid/dpa

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Bronko 04.02.2016
1.
Was ist denn beim Kareem los? Aber ehrlich, die Kritik greift natürlich zu kurz. Nowitzki ist der erfolgreichste internationale Spieler, der tatsächlich eine Position revolutioniert hat. Vorher hat noch nie ein so großer Spieler so gut geworfen, das hat andere inspiriert und dem Sport damit gut getan. Defensive ist ganz offensichtlich seine große Schwäche, aber Rebounds sind doch solide. Außerdem bewegt er sich einfach intelligent. Zwar sind seine Punkte das, was auch auf dem Papier am besten aussieht, aber er macht deutlich mehr. Heutzutage wäre es tatsächlich für ihn schwerer, da brauch es eine Dimension mehr. Aber das wird man jetzt ja bei Porzingis sehen..
Der_schmale_Grat 04.02.2016
2. Kritik von Ferdinand Lewis Alcindor Jr. bedingt verständlich, aber..
Wer sich den Vergleich zwischen beiden Spielern anschaut, kann die Kritik zwar in Teilen nachvollziehen und Abdul-Jabbar ist jemand, der viel versteht vom Basketball. http://www.landofbasketball.com/player_comparison/a/kareem_abdul_jabbar_vs_dirk_nowitzki.htm Aber es wird der besonderen Leistung von Nowitzki eben nicht gerecht, weil es einen Spieler wie ihn vorher kaum gab (Sabonis fiele mir da noch ein). Außerdem war er leider zu oft in seinem Team der einzige Star, während Kareem so viele Stars an seiner Seite hatte, an deren Seite zu spielen es eben auch einfacher war als für Dirk.
der_ba_be 04.02.2016
3.
Absolut, mit Spielern von der Qualität eines Magic oder James Worthy neben sich, hätte Dirk jetzt wahrscheinlich weniger Punkte, dafür aber 2-3 Ringe mehr. Er war einfach zu lange Zeit der einzig verlässliche Große bei den Mavs, der auch in der Clutch time konstant abgeliefert hat. Wozu er ein Team tragen kann, wenn er in der D Hilfe hat (und seine Schwäche dadurch etwas kompensiert wird) und nur ab und zu ihm jemand die scoring load von den schultern nimmt, hat man 2011 gesehen. mit einem nur geringfügig besseren backcourt und mehr Power unterm Korb hätte er wahrscheinlich seinen ersten Titel auch schon früher geholt. und Dirk die Vielseitigkeit abzusprechen ist schwachsinnig. für einen big man hat er eigentlich mehr als genug Qualitäten. hat er die Heimarbeit eines olajuwon, die Power eines Tim duncan oder die Eleganz eines KG? Nein. aber von denen verfügt auch keiner über seinen Touch und seinen Basketball IQ. Der Spieler der in meinen Augen (...ich verfolge Basketball nur noch sporadisch...) eine e Synthese aus den genannten vier am nächsten käme, wäre aktuell Kevin Durant.
rka001 11.02.2016
4.
Dirk ist einer von 4 Spielern mit Career playoff stats von 25+ Punkten und 10+ Rebounds, also einem double double. Das sind sehr ansehnliche Zahlen für jemanden, der defensiv offensichtlich keiner der ganz Grossen ist. Ausserdem meine ich, daß die Mavs mit Dirk auf dem Feld weniger Punkte kassieren als ohne, über die gesamte Karriere gesehen. Das müsste man aber noch mal nachsehen.
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