NBA Superstar Curry überragt im Top-Spiel, auch Schröder gewinnt

"Das war Männer gegen Jungs": Der Coach der San Antonio Spurs war nach der Niederlage bei den Golden State Warriors bedient. Auch die beste Defensive der Liga konnte nichts gegen Stephen Curry ausrichten. Dennis Schröder war mit den Atlanta Hawks erfolgreich.

Curry: Point Guard der Warriors traf zwölf seiner 20 Würfe
AP/dpa

Curry: Point Guard der Warriors traf zwölf seiner 20 Würfe


Die Golden State Warriors haben ihre Ausnahmestellung in der NBA bestätigt. Im Spitzenspiel der Basketball-Profiliga feierte der Meister einen 120:90-Sieg gegen die San Antonio Spurs, das derzeit zweitbeste Team der Liga war chancenlos.

Damit haben die Warriors in einer Woche gegen drei der nach ihnen besten Teams der Liga gewonnen - Cleveland, Chicago und San Antonio. Und das mit jeweils mindestens 30 Punkten Vorsprung.

Erneut überragend spielte Golden States Superstar Stephen Curry. Der Point Guard erzielte bereits im ersten Viertel 15 Punkte und brachte sein Team in Führung. Insgesamt kam Curry auf 37 Punkte, er verwandelte zwölf seiner 20 Würfe aus dem Feld und alle sieben Freiwürfe. Ebenfalls stark: Power Forward Draymond Green, der San Antonios LaMarcus Aldridge nur zu fünf Punkten kommen ließ.

"Das war Männer gegen Jungs, in jedem Aspekt des Spiels", sagte Spurs-Trainer Gregg Popovich nach der Demontage. Die Warriors stehen bei 41 Siegen und vier Niederlagen, damit stellte das Team um Curry den NBA-Rekord nach 45 Saisonspielen ein. Zuvor hatten die Philadelphia 76ers (1966/1967) und die Chicago Bulls (1995/1996) für eine solche Bilanz gesorgt.

Mit dem Erfolg beendeten die Warriors gleichzeitig eine Erfolgsserie der Texaner, San Antonio hatte zuvor 13-mal nacheinander gewonnen. Die Spurs stehen als Tabellenzweiter der Western Conference bei 38 Siegen und sieben Niederlagen.

Schröder stark, Pleiß ohne Einsatz

Dennis Schröder beendete mit den Atlanta Hawks einen fast einwöchigen Auswärtstrip erfolgreich. Bei den Denver Nuggets gewann Atlanta 119:105, Schröder kam wie gewohnt von der Bank und erzielte in rund 19 Minuten 15 Punkte. Dazu gelangen dem 22-Jährigen fünf Assists und fünf Rebounds.

"Wir wissen alle, dass es jetzt gilt, Lösungen zu finden. Jeder war bereit, jeder war engagiert. Und genau das brauchen wir. Wenn wir so auftreten, sind wir stark", sagte Schröder. Topscorer der Hawks war Paul Millsap (22 Punkte). Mit 27 Siegen und 19 Niederlagen ist Atlanta im Osten weiter Dritter.

Erneut nicht zum Einsatz kam Tibor Pleiß. Der Center fehlte im Heimspiel gegen die Detroit Pistons im Kader der Utah Jazz, das Team aus Salt Lake City unterlag 92:95.

Basketball-Profi Schröder: Aus Braunschweig in die NBA

Nowitzki abgelöst: Dennis Schröder hatte die Basketball-Nationalmannschaft bei der EM geführt, der mittlerweile 37-Jährige Dirk Nowitzki ließ ihm den Vortritt. Diesen Status hatte sich der Spielmacher in den vergangenen Jahren verdient.

Durchbruch im zweiten NBA-Jahr: Schröder steigerte sich in der abgelaufenen Saison deutlich. Beim zweitbesten Team der regulären Saison, den Atlanta Hawks, zählte er zu den wichtigsten Spielern.

Eine rasante Entwicklung: 2012/2013 konnte er sich in der Bundesliga etablieren, wurde Allstar (siehe Bild), einige Monate später folgte der Sprung in die NBA.

Dort hatte er zunächst große Probleme, die Kritiker fühlten sich bestätigt. Dabei hatte auch der spätere Superstar Dirk Nowitzki (l.) zunächst Schwierigkeiten. Schröder wurde in seinem ersten Jahr kaum eingesetzt und auch zum Farmteam der Hawks abgeschoben.

Ganz anders sah es in der vergangenen Saison aus: Der deutsche Nationalspieler stand knapp 20 Minuten pro Partie auf dem Feld und erzielte dabei rund zehn Punkte, gab dazu im Schnitt vier Vorlagen und darf auch in wichtigen Phasen spielen. Das war im vergangenen Jahr noch ganz anders, oft durfte Schröder sogar nur zuschauen.

Mittlerweile hat sich der Point Guard jedoch an die anspruchsvolle Liga gewöhnt. Schröder weiß seine Schnelligkeit - seine wohl größte Stärke - nun besser einzusetzen. Dank seiner guten Defensive gestehen ihm die Hawks-Coaches auch Fehler im Angriff zu.

Dort hat Schröder auch an seinen Passfähigkeiten gearbeitet, er findet nun regelmäßig frei stehende Mitspieler und bedient diese.

Auch der Wurf ist deutlich konstanter geworden, die Verteidiger können mittlerweile nicht mehr absinken, sondern müssen den Spielmacher eng verteidigen - sonst werden sie so wie hier die Indiana Pacers bestraft.

Eines seiner stärksten Spiele machte Schröder im Dezember gegen die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki. Womöglich könnte der 21-Jährige der nächste deutsche NBA-Star werden. In Atlanta halten sie große Stücke auf den Point Guard.

Ähnlich geht es Bundestrainer Chris Fleming, der Schröder für die Heim-EM die Führungsrolle zuspricht. In der Qualifikation im vergangenen Sommer war Schröder bereits bester Punktesammler.

So gut die Rollenaufteilung zwischen Nowitzki (l.) und Schröder lief. Auf dem Feld gab es noch Abstimmungsprobleme – der Spielmacher war für den alternden Superstar oft zu schnell.

cte/sid

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
rocketsquirrel 26.01.2016
1.
Curry ist nicht zu verteidigen. San Antonio hat es wirklich gut gemacht, aber seine Schuss ist überragend. Und wenn man ihm einen auf die Füße stellt, der ihn Blocken könnte, ist er mit einem Schritt vorbei und verwandelt die Floater. Irrer und zeitgleich sympathisch am Boden gebliebener Spieler.
Phil41 26.01.2016
2.
"Das war Männer gegen Jungs": Der Coach der San Antonio Spurs war nach der Niederlage bei den Golden State Warriors bedient. so kann das auch nur in deutschland geschrieben werden. natürlich kommt sein name später noch. aber das ist als würde man schreiben "der (noch)trainer von bayern münchen"... weil ihn in deutschland niemand kennt... gregg popovich ist einer der besten, wenn nicht sogar der besten basketball coach aller zeiten und so gut wie allen sport-interessierten auf der welt ein begriff... naja fast... in deutschland gibts fussball und danach nichts mehr für dass sich die leute groß interessieren.
gustav.vision 26.01.2016
3. Curry-Gott!
Unfassbar diese Leichtigkeit. Unfassbar diese Dreier-Quote. Unfassbar diese Kaltschnäuzigkeit. Er hält den Dreier-Rekord mit 286 Treffern in der letzten Regular Season bei 82 Spielen - nun hat er 210 Treffer nach 45 Spielen. Unfassbar. MVP, kein Zweifel! Die Warriors werden Meister, wenn Curry gesund bleibt, kein Zweifel!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.