NBA Pleiß muss in die D-League, Nowitzki wird kein All-Star

Rückschläge für die deutschen NBA-Profis: Tibor Pleiß muss erneut zum Farmteam, Dirk Nowitzki wurde nicht für das All-Star-Game nominiert. Und Dennis Schröder steckt mit seinem Team in einer kleinen Krise.

Pleiß (r.): "Ich muss geduldig sein"
AP/dpa

Pleiß (r.): "Ich muss geduldig sein"


Die Utah Jazz haben Basketball-Nationalspieler Tibor Pleiß zum zweiten Mal zum Farmteam Idaho Stampede geschickt. Das teilte der NBA-Klub mit. Der Center hat in dieser Saison bereits sieben Spiele für das Team in der D-League absolviert und im Schnitt 11,6 Punkte erzielt.

In der NBA kam Pleiß in seiner ersten Saison für die Jazz bislang in zwölf Einsätzen auf durchschnittlich zwei Punkte und 1,3 Rebounds und stand im Schnitt nur 6,8 Minuten auf dem Parkett.

"Natürlich wünscht man sich Spielzeit in der NBA, aber ich muss geduldig sein und weiterhin hart an mir arbeiten und mich verbessern", sagte Pleiß: "Ich kenne das Team aus Idaho bereits gut und freue mich auf die Jungs. Den Weg über die D-League haben schon viele Spieler vor mir genommen. Ich werde die Zeit nutzen und gestärkt nach Salt Lake City zurückkommen."

Auch für Dirk Nowitzki gibt es schlechte Neuigkeiten: Der Topscorer der Dallas Mavericks wird auch als Ersatzspieler nicht am Allstar-Spiel der NBA teilnehmen. Der 37-Jährige v wurde von den Trainern nicht für das Showevent in Toronto am zweiten Februar-Wochenende nominiert. Bei der Wahl unter den Fans hatte Nowitzki bereits einen Platz in der Anfangs-Fünf des Westens klar verpasst.

Für Nowitzki ist die Pause aber nicht unbedingt schlecht, er kann sich nun ein paar Tage erholen, bevor die Saison in die entscheidende Phase geht. Es sei denn, er erhält wie im vergangenen Jahr kurzfristig eine Einladung, weil andere Spieler wegen Verletzungen ausfallen. Nowitzki war in seiner Karriere bislang 13 Mal beim Allstar-Spiel dabei.

Dennis Schröder steckt mit den Atlanta Hawks in einer kleinen Krise. Nach einer desaströsen Schlussphase kassierte Atlanta die zweite Niederlage in Folge. Bei den Indiana Pacers führten die Hawks sechs Minuten vor dem Ende 90:88, verloren jedoch noch 92:111.

Nationalspieler Schröder kam erneut von der Bank, in gut zwölf Minuten Spielzeit steuerte er fünf Punkte und einen Rebound bei. Atlanta (27:21) rutschte auf Rang vier der Eastern Conference ab, Indiana (24:22) liegt auf dem achten Platz.

Basketball-Profi Schröder: Aus Braunschweig in die NBA

Nowitzki abgelöst: Dennis Schröder hatte die Basketball-Nationalmannschaft bei der EM geführt, der mittlerweile 37-Jährige Dirk Nowitzki ließ ihm den Vortritt. Diesen Status hatte sich der Spielmacher in den vergangenen Jahren verdient.

Durchbruch im zweiten NBA-Jahr: Schröder steigerte sich in der abgelaufenen Saison deutlich. Beim zweitbesten Team der regulären Saison, den Atlanta Hawks, zählte er zu den wichtigsten Spielern.

Eine rasante Entwicklung: 2012/2013 konnte er sich in der Bundesliga etablieren, wurde Allstar (siehe Bild), einige Monate später folgte der Sprung in die NBA.

Dort hatte er zunächst große Probleme, die Kritiker fühlten sich bestätigt. Dabei hatte auch der spätere Superstar Dirk Nowitzki (l.) zunächst Schwierigkeiten. Schröder wurde in seinem ersten Jahr kaum eingesetzt und auch zum Farmteam der Hawks abgeschoben.

Ganz anders sah es in der vergangenen Saison aus: Der deutsche Nationalspieler stand knapp 20 Minuten pro Partie auf dem Feld und erzielte dabei rund zehn Punkte, gab dazu im Schnitt vier Vorlagen und darf auch in wichtigen Phasen spielen. Das war im vergangenen Jahr noch ganz anders, oft durfte Schröder sogar nur zuschauen.

Mittlerweile hat sich der Point Guard jedoch an die anspruchsvolle Liga gewöhnt. Schröder weiß seine Schnelligkeit - seine wohl größte Stärke - nun besser einzusetzen. Dank seiner guten Defensive gestehen ihm die Hawks-Coaches auch Fehler im Angriff zu.

Dort hat Schröder auch an seinen Passfähigkeiten gearbeitet, er findet nun regelmäßig frei stehende Mitspieler und bedient diese.

Auch der Wurf ist deutlich konstanter geworden, die Verteidiger können mittlerweile nicht mehr absinken, sondern müssen den Spielmacher eng verteidigen - sonst werden sie so wie hier die Indiana Pacers bestraft.

Eines seiner stärksten Spiele machte Schröder im Dezember gegen die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki. Womöglich könnte der 21-Jährige der nächste deutsche NBA-Star werden. In Atlanta halten sie große Stücke auf den Point Guard.

Ähnlich geht es Bundestrainer Chris Fleming, der Schröder für die Heim-EM die Führungsrolle zuspricht. In der Qualifikation im vergangenen Sommer war Schröder bereits bester Punktesammler.

So gut die Rollenaufteilung zwischen Nowitzki (l.) und Schröder lief. Auf dem Feld gab es noch Abstimmungsprobleme – der Spielmacher war für den alternden Superstar oft zu schnell.

cte/dpa



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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
slideaway 29.01.2016
1.
Rückschlag? Nowitzki wird drei Kreuze machen, dass er sich das in seinem Alter nicht mehr antun muss und hoffen, dass sich niemand verletzt, sodass er noch als Nachrücker nominiert wird. Er hätte letztes Jahr schon viel lieber ein paar Tage freigemacht, aber "musste" doch ran, als man ihn nominierte, weil jemand anders verletzt ausfiel.
countrushmore 29.01.2016
2.
Armer Tibor Pleiß. Jetzt darf er sich nicht mehr auf der Bank ausruhen, sondern muss ca. 30 Minuten pro Spiel ran.
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