Marathon Kenianischer Doppelsieg in New York

Wilson Kipsang und Mary Keitany haben den New-York-Marathon gewonnen. Die beiden Kenianer kamen mit den widrigen Wetterbedingungen am besten zurecht.

Kenianer Kipsang (M., mit dem zweitplatzierten Desisa (r.) und dem drittplatzierten Gebremariam (l., beide Äthiopien): Sieg in New York
AP/dpa

Kenianer Kipsang (M., mit dem zweitplatzierten Desisa (r.) und dem drittplatzierten Gebremariam (l., beide Äthiopien): Sieg in New York


Hamburg - Die Kenianer Wilson Kipsang und Mary Keitany sind die Sieger beim 34. New-York-Marathon. Bei dem legendären Rennen durch alle Stadtteile der Metropole triumphierte Kipsang bei den Männern unter schwierigen Bedingungen in 2:10:59 Stunden vor dem Äthiopier Lelisa Desia (2:11:06). Bei den Frauen setzte sich Keitany in 2:25:07 Stunden knapp vor Jemima Sumgong (ebenfalls Kenia/2:25:10) durch.

Der Ex-Weltrekordler Kipsang, der bei kühlem Wetter und starkem Wind klar am Streckenrekord von Vorjahressieger Geoffrey Mutai (2:05:06) vorbeilief, schrieb mit seinem Sieg Marathon-Geschichte: Der 32-Jährige ist der erste Läufer, der in seiner Karriere die Top-Rennen in New York, London (2012 und 2014) und Berlin (2013) gewonnen hat.

Mit seinem Erfolg sicherte sich Kipsang nicht nur 100.000 Dollar (78.500 Euro) Siegprämie, sondern auch den Sieg in der World-Marathon-Majors-Serie (WMM) 2013/2014 und damit weitere 500.000 Dollar (392.500 Euro). Wäre Kipsang Zweiter geworden, hätte sein Landsmann Denis Kimetto, der Ende September in Berlin in 2:02:57 Stunden Weltrekord gelaufen war, die WMM-Serie gewonnen.

Olympiasieger und Weltmeister Stephen Kiprotich (Uganda) wurde in New York nur Fünfter (2:13:25). Mutai, der bei den beiden vergangenen Austragungen 2011 und 2013 gewonnen hatte (2012 war das Rennen wegen Hurrikan Sandy ausgefallen), wurde Sechster (2:13:44).

Keitany gewinnt ihren ersten Marathon nach der Babypause

Die 32-jährige Keitany, 2011 und 2012 Siegerin in London, hatte sich bei ihrem ersten Marathon nach ihrer zweiten Babypause kurz vor dem Ziel von ihrer Landsfrau Sumgong gelöst. Dritte und beste Europäerin wurde bei ihrem Marathondebüt die Portugiesin Sara Moreira in 2:26:00 Stunden. Der Streckenrekord von Margaret Okayo (Kenia/2:22:31) aus dem Jahr 2003 geriet nicht in Gefahr.

Das Rennen war im Vorfeld durch die Dopingaffäre um die Kenianerin Rita Jeptoo überschattet worden. Wie am Freitag bekannt wurde, war die bestimmende Marathon-Läuferin der vergangenen beiden Jahre Ende September bei einer Trainingskontrolle in ihrer Heimat positiv auf Epo getestet worden.

Die 33-Jährige, die 2013 und 2014 jeweils die Läufe in Boston und Chicago gewonnen hatte, hatte bereits als Siegerin der WMM-Serie festgestanden. Ihre im Rahmen des New-York-Marathons geplante Ehrung wurde kurzerhand abgesagt. Sollte bei Jeptoo auch die B-Probe positiv ausfallen, würde sie den Gesamtsieg und 500.000 Dollar Siegprämie verlieren. Beides fiele dann an die Kenianerin Edna Kiplagat, die in New York enttäuschte und nicht unter die Top 10 kam.

Beim größten Stadt-Marathon der Welt hatten sich am Sonntagmorgen erneut mehr als 50.000 Läufer und Läuferinnen auf den Weg durch alle New Yorker Stadtteile, die "Five Boroughs", gemacht, darunter auch Dänemarks Tennis-Star Caroline Wozniacki. Im Vorjahr hatten 50.266 Finisher für einen Weltrekord gesorgt.

tim/sid

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