Den besten Lauf scheinen derzeit die San Diego Chargers zu haben. Elf Siege in Folge haben sie zur Nummer zwei in der AFC gemacht. Mit Philip Rivers verfügt das Team über einen sehr guten Spielmacher - und Rivers wiederum hat fünf exzellente und mindestens 1,90 Meter große Passfänger. Gegen sie haben die meist deutlich kleineren Verteidiger bei hoch geworfenen Bällen kaum eine Chance.
Weniger entspannt ist die Lage bei der Nummer eins in der AFC, den Indianapolis Colts. Sie hatten sich bereits nach 14 Spielen ein Freilos und Heimvorteil bis zum Super Bowl gesichert. In den abschließenden Partien der regulären Saison (15:29 gegen die New York Jets und 7:30 bei den Buffalo Bills) ließen sie Stammspieler, darunter Quarterback Peyton Manning, auf der Bank, um keine Verletzungen zu riskieren. Dafür wurden die Colts heftig kritisiert, weil manche Teams dies als Wettbewerbsverzerrung ansahen. Ob die Schontaktik aufgeht, ist fraglich. Die Colts haben sie bereits 1999, 2005 und 2007 versucht - nur um dann ihr erstes Playoffspiel zu verlieren.
Das am stärksten verunsicherte Nummer-1-Team der vergangenen Jahre
Noch schlechter als den Colts geht es in der NFC den an eins gesetzten New Orleans Saints. Sie waren auf dem Höhepunkt, als sie am 30. November die Patriots schlugen. Danach ging es bergab. Die vergangenen drei Spiele verlor New Orleans und gilt damit als das am stärksten verunsicherte Nummer-1-Team der vergangenen Jahre.
Ein wenig zuversichtlicher können die Minnesota Vikings, Nummer zwei in der NFC, sein. Vor der Saison holten sie Quarterback-Legende Brett Favre aus dem Ruhestand, stolperten aber nach brillantem Saisonstart. Wenn Favre noch einen Titel gewinnen will, muss er es dieses Jahr tun. Ein besseres Team und günstigere Umstände wird der 40-Jährige nicht mehr finden. Helfen könnte ihm dabei das Wetter: Sollte er es bis zum Super Bowl in Miami schaffen, wird er jedes Spiel in der Halle und keines in der Kälte bestreiten. Denn seit seinem Weggang von den Packers, wo er Dutzende Partien bei Minusgraden absolvierte, hat er bei niedrigen Temperaturen ungewohnt oft schlecht ausgesehen.
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