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Tennis-Preisgelder: Djokovic relativiert, will aber weiter mehr verdienen

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AFP

Novak Djokovic

"Mir ging es nicht um einen Geschlechterkampf." Novak Djokovic hat sich für die Form seiner umstrittenen Preisgeld-Äußerungen im Tennis entschuldigt. In der Sache blieb der Serbe aber hart.

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic hat auf die Kritik an seinen Äußerungen bezüglich der Preisgeld-Verteilung im Damen- und Herrentennis reagiert und sich entschuldigt. "Euphorie und Adrenalin" nach seinem Turniersieg in Indian Wells seien der Auslöser für unglückliche Formulierungen gewesen, schrieb der Tennis-Star bei Facebook: "Ich möchte jeden um Verzeihung bitten, der das falsch aufgefasst hat."

Der Serbe hatte nach dem Finalsieg gegen Milos Raonic erklärt, dass er den Hut vor dem Kampf der Spielerinnen-Vereinigung WTA für gleiches Preisgeld bei Frauen und Männern ziehe. "Aber die Statistiken zeigen, dass Männertennis viel mehr Zuschauer hat. Das ist einer der Gründe, warum wir vielleicht mehr bekommen sollten", sagte Djokovic. Außerdem, ließ Experte Djokovic noch wissen, müssten Frauen eine Menge durchmachen, "was uns erspart bleibt. Hormone und so".

Nach kritischen Reaktionen, unter anderem äußerten sich die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova und die Weltranglistenerste Serena Williams, relativierte Djokovic nun seine Aussagen. "Wir alle sollten für das kämpfen, was wir verdienen. Mir ging es nicht um einen Geschlechterkampf", hieß es in seiner Stellungnahme.

Wirklich geläutert scheint Djokovic allerdings nicht. Am Rande des Turniers in Miami warb er erneut für eine bessere Bezahlung, wieder führte er als Grund die höheren Zuschauerzahlen im Herrentennis an.

Williams, ebenfalls in Miami am Start, widersprach. "Wenn ich eine Tochter habe, die Tennis spielt, und ich habe einen Sohn, der Tennis spielt, würde ich nicht sagen, dass meinem Sohn mehr Geld zusteht, weil er ein Mann ist", sagte die 34-Jährige, die schon 21 Grand-Slam-Turniere gewonnen hat. "Ich denke, es sollte gleiche Bezahlung geben", schlug sich Tennis-Star Andy Murray auf die Seite von Williams, "zu 100 Prozent, besonders bei den kombinierten Turnieren."

Raymond Moore, inzwischen zurückgetretener Turnierdirektor in Indian Wells, hatte die Debatte ins Rollen gebracht. "Wenn ich eine Spielerin wäre, würde ich jeden Abend auf die Knie gehen und Gott dafür danken, dass Roger Federer und Rafael Nadal geboren wurden. Denn die haben diesen Sport getragen", hatte der Südafrikaner gesagt. Die Internationale Vereinigung der Tennis-Spielerinnen (WTA), sagte Moore, sei lediglich ein Art Anhängsel des Männer-Tennis.

krä/sid/dpa

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Einfache Lösung
LouisXIV 23.03.2016
Männer und Frauen gegeneinander im gleichen Wettbewerb mit gleichen Bedingungen spielen lassen und das gleiche Preisgeld für alle je nach Erfolg. Das wäre doch fair, oder?
2. Wo genau liegt das Problem?
sincere 23.03.2016
Wenn Männer tatsächlich mehr dazu beitragen dass mehr Umsatz generiert wird, wieso sollten sie dann nicht besser bezahlt werden? Hier geht es um Sport und nicht um den gesellschaftlichen Alltag. Hört auf aus jedem Mist ein gender-ding zu machen, es ist wirklich lächerlich.
3. Marktwert ist kein Einkommen
nibal 23.03.2016
Ich bin für gleiches Geld für gleiche Leistung. Aber ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass manche Menschen nicht nach Leistung, sondern nach Marktwert bezahlt werden? Sehr gut verdienende Menschen im übrigen, also was soll diese stupide Debatte über Hollywoodschauspielerinnen und Profisportler?
4. ist es nicht so...
xtralog 23.03.2016
..., dass Männer bei Grand Slam Turnieren 3 Gewinnsätze spielen müssen, Frauen nur 2? Ansonsten würde ich den Vorschlag des ersten Kommentators unterstützen... Frauen und Männer spielen ohne Geschlechterunterscheidung gegeneinander und lassen den Dingen ihren Lauf... Sollte Serena Williams dann tatsächlich gegen Djokovic gewinnen, wird er ihr sicher die Gewinnprämie gönnen und dann hätte sie die höhere Gage definitiv verdient... Ich vermute aber, dass dann die Damen betonen werden, dass das "ungerecht" sei... aber dann bitte Waffel halten und mit weniger Millionen zufrieden sein.
5. Albern
cm1 23.03.2016
Es wäre wichtiger, erst einmal dafür zu "kämpfen", dass Frauen im Tennis drei Gewinnsätze spielen dürfen. Auch im Biathlon und Langlauf dürfen Frauen nicht die langen Distanzen laufen. Triathlon und Leichtathletik (ausgenommen Zehnkampf) sind diesbezüglich vorbildlich.
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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