Goldgewinner von Peking Olympiasieger Bischof beendet Karriere

2008 gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen in Peking, in London sicherte sich Ole Bischof dann noch einmal Silber. Nun hat der Judoka seine Karriere offiziell beendet.

Judoka Bischof: "Der Kreis hat sich für mich geschlossen"
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Judoka Bischof: "Der Kreis hat sich für mich geschlossen"


Hamburg - Judo-Olympiasieger Ole Bischof hat seine sportliche Karriere beendet. "Der Kreis hat sich für mich geschlossen. Ich trete vom Leistungssport zurück", sagte der 33-Jährige.

Bischof war jahrelang der Vorzeigeathlet in seiner Sportart. Der Judoka hatte bei den Olympischen Sommerspielen in Peking 2008 Gold gewonnen. Gegner im Finale war damals der Südkoreaner Kim Jae-Bum. "Das war der Moment, als ich auf den Olymp steigen durfte", sagt Bischof über den Tag seines Triumphs: "Ich kann nur jedem wünschen, dass er einmal im Leben so glücklich ist, wie es mir damals vergönnt war."

Bei den diesjährigen Spielen in London hätte Bischof seinen Coup dann beinahe ein zweites Mal wiederholt. Erst im Finale musste er sich in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm geschlagen geben - Gegner war wieder Kim.

Doch Bischof konnte sich über Silber freuen: Mit seiner zweiten olympischen Medaille war er zum erfolgreichsten deutschen Judoka neben Ex-Bundestrainer Frank Wieneke aufgestiegen.

"Kim war einfach besser. Ich mag ihn, ich gönne es ihm", hatte er vor sechs Wochen gesagt - und gestand: "Wenn ich Gold gewonnen hätte, wäre ich in die Themse gesprungen."

Bischof holte in seiner Karriere zudem noch Gold (2005), Silber (2004) und Bronze (2011) bei Europameisterschaften. Bei der WM 2009 in Rotterdam sicherte er sich die Bronzemedaille.

bka/dpa



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Svenner80 10.09.2012
1. Judo
Zitat von sysopDPA2008 gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen in Peking, in London sicherte sich Ole Bischof dann noch einmal Silber. Nun hat der Judoka seine Karriere offiziell beendet. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,854923,00.html
Gut für die Sportart Judo, solche Vorbilder zu haben, die sich darüber hinaus auch noch so sympathisch präsentieren können und dennoch stets vollen Einsatz zeigen. Mit 33 Jahren in einer so physischen Sportart noch einmal Silber zu gewinnen kann gar nicht hoch genug bewertet werden, auch wenn Bischof bei seinen Kämpfen bei den Kampfrichtern etwas vom Olympiasieger-Bonus zu zehren schien. Leider kommt Judo im Fernsehen extrem taktisch rüber (und ist es im Männerbereich wohl tatsächlich auch). Die Anzahl guter Aktionen pro Kampf liegt bei 2-3. Ansonsten eine halbe Minute Kampf um den Griff, dann oft Pseudoaktivitäten. Viele Kämpfe werden durch "weniger Bestrafungen" gewonnen. Ich fürchte das wirkt eher abstoßend auf Nicht-Judokas und es kann auch nicht im ursprünglichen Sinn der Sportart sein. Bis 14 Jahren habe ich es selber sehr intensiv betrieben und man kann nur Werbung dafür machen. Es ist technisch, athletisch und taktisch sehr vielseitig, das Verletzungsrisiko hält sich in Grenzen. Die Bewegungen sind natürlich, Beweglichkeit, Reaktionsvermögen und Gleichgewichtssinn werden bestens geschult. Bei den Kindern ist auch viel mehr los, da gibt es alle paar Sekunden eine Aktion. Sowas wie Griffkampf gab's gar nicht, jeder packt den anderen am Kimono und dann werden die Würfe halt angesetzt wie es klappt oder auch nicht. Das einzige wo man aufpassen muss ist das Gewichtsgemache, wenn sich schon 13-/14-jährige auf ein Wettkampfgewicht herunterhungern müssen ist das nicht mehr spaßig.
vocky 10.09.2012
2. optional
Ein großer Judoka und Sportler!
pförtner 10.09.2012
3. Gelbgurt
Ich kam mit 30 zum Judo und über den gelbgurt nicht hinaus. Aber es ist ein schöner Sport,doch von den alten Judokas wie Ferdi Miebach spricht heute leider keiner mehr.
kano1969 10.09.2012
4. Ole tritt zurück
Ich hatte das Glück Ole persönlich kennenlernen zu dürfen! Er ist ein sympathischer Sportler, ohne Starallüren! Für mich der erfolgreichste deutsche Judoka in der heutigen Zeit! Vorbild aller Judoka in Deutschland .....
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