Olympia 2008: Gedopte Hammerwerfer verlieren Medaillen

Edelmetall ade: Die weißrussischen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon waren bei den Olympischen Spielen in Peking gedopt. Beide wurden nachträglich disqualifiziert und verlieren damit ihre Silber- und Bronzemedaillen.

Hamburg - Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat am heutigen Donnerstag die Entscheidung bekanntgegeben. Silbermedaillengewinner Dewjatowski und der Olympia-Dritte Tichon waren nach dem Hammerwurf-Finale am 17. August in Peking positiv auf Testosteron getestet worden. Suspendiert wegen Dopings mit Clenbuterol wurde auch der polnische Rennkanute Adam Seroczynski.

Hammerwerfer Tichon (bei Olympia): Medaille aberkannt
AFP

Hammerwerfer Tichon (bei Olympia): Medaille aberkannt

Das IOC strich das Duo aus den Ergebnislisten. Dewjatowski, der als Wiederholungtäter zudem lebenslang von Olympia ausgeschlossen wurde, hatte Silber gewonnen, der dreimalige Weltmeister Tichon Bronze.

"Japan Today" hatte bereits vor der IOC-Entscheidung berichtet, dass Silber an den beim Sieg des Slowenen Primoz Kozmus viertplazierten Ungarn Krisztian Pars und Bronze an den Japaner Koji Murofushi als ursprünglichem Fünften vergeben werden.

Der in China auf Rang neun gekommene Essener Markus Esser würde im offiziellen Klassement auf Platz sieben vorrücken. Nach den positiven Dopingproben von Dewjatowski und Tichon erhöht sich die Anzahl der Dopingfälle bei den Olympischen Spielen auf zehn. Das IOC hatte im Spätsommer von maximal 15 Fällen gesprochen.

Dabei rechnete das Komitee die bis dahin acht überführten Sünder, drei anhängige Fälle sowie vier Verstöße gegen die Dopingbestimmungen bei der Medikation von Pferden in den olympischen Reiter-Wettbewerben zusammen. Zuletzt jedoch hatte das IOC mehrere hundert Nachkontrollen von in Peking genommenen Dopingproben angekündigt.

set/sid

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