Doping bei Olympia 2008 Russland wird weitere Medaille aus Peking aberkannt

2008 lief die russische Frauenstaffel bei Olympia zu Silber, doch aus diese Medaille ist jetzt weg: Einer der Läuferinnen wurden Anabolika nachgewiesen.

Anastasija Kapatschinskaja
DPA

Anastasija Kapatschinskaja


Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat erneut drei russische Leichtathleten des Dopings überführt und nachträglich von den Spielen 2008 disqualifiziert. Unter ihnen ist eine Silbermedaillengewinnerin: Wie das IOC mitteilte, verlor die zweitplatzierte viermal 400-Meter-Staffel ihre Medaille aus Peking. Bei der 36-jährigen Läuferin Anastasija Kapatschinskaja wurden demnach Anabolika nachgewiesen.

Positiv getestet wurde nach den Angaben auch der 36-jährige Zehnkämpfer Alexander Pogorelow, der den vierten Platz erreicht hatte. Auch ihm sei die Einnahme von Anabolika nachgewiesen worden. Gedopt mit Anabolika war laut IOC auch der 35-jährige Kugelstoßer Iwan Juschkow, der Zehnter geworden war.

Zuvor hatte Russland schon die Goldmedaille der viermal 100-Meter-Staffel der Frauen in Peking wegen Dopings verloren.

aev/sid



insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
rainer82 19.08.2016
1. Eine unendliche Geschichte
des kollektiven Betrugs durch Einnahme verbotener Mittel, und in zahlreichen Fällen ja auch noch der staatlich angeordneten Vertuschung durch Manipulation von Blut- oder Urinproben der gedopten Athleten! Das Positive dabei: Jeder Beweis ist ein Sieg des Sports, jede Überfuehrung eines Betrügers ist ein Sieg des echten Fairplays und lässt hoffen, das die politische und die sportpolitische Führung der beschuldigten Laender einsehen, dass der Betrug ihrem Ansehen in der Welt mehr schadet, als die ehrliche Niederlage im sportlichen Wettkampf. Auch Diktatoren wie Putin werden das hoffentlich begreifen.
robins3 19.08.2016
2. Das kann ja erst der Anfang sein
Das Internationale Olympische Komitee hat bei Nach-Tests von Proben der Sommerspiele 2008 in Peking 31 Athleten des Dopings überführt. Namen sind bisher nicht genannt worden. Es soll sich aber um Sportler sechs verschiedener Disziplinen aus zwölf Ländern handeln. Der Dopingskandal könnte sich noch ausweiten weil weitere 250 Dopingproben ausgewertet werden, die 2012 bei den Spielen von London genommen worden waren. Die Doping Proben bei den aktuellen Veranstaltungen sind allerdings am Wirksamsten und besonders effizient und abschreckend. Der ggfls. notwendige Medaillentransfer vor Ort wäre ebenfalls in einer Zeremonie zu vollziehen.
ctreber 19.08.2016
3. 8 Jahre später?
Eine Information wäre interessant, warum diese Fälle erst nach 8 Jahren entdeckt? publiziert? werden.
CancunMM 20.08.2016
4.
das schlimme daran ist, dass man den nachrückenden sportlern den moment der freude und des triumphs genommen hat.
wetterbericht 20.08.2016
5. Wieviele Aberkennungen insgesamt?
Wieviele Medaillen wurden den Russen inzwischen - 2008 und jetzt - aberkannt? --- Und anderen Nationen?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.