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01. August 2012, 13:35 Uhr

Rudern bei Olympia

Deutschland-Achter gewinnt Gold

Dritte Goldmedaille für Deutschland bei den Olympischen Spielen! Der Ruder-Achter hat das Finale gewonnen. Dabei sah es im Rennen zeitweilig schon nach einer Niederlage für das deutsche Boot aus - doch dann folgte ein spektakulärer Endspurt.

Hamburg - Was für eine Dramatik, was für ein Triumph: Der deutsche Ruder-Achter hat bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille gewonnen. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes siegte im Finale vor Kanada und Großbritannien. Es war in vier Jahren das 36. Rennen in Folge ohne Niederlage für das Boot. Und es war für einen Deutschland-Achter nach 1960, 1968 und 1988 der vierte Olympiasieg. Zweimal gewann ein Achter der DDR: 1976 und 1980.

"Es waren jetzt vier Jahre, in denen wir alles für den Sport getan haben", sagte Schlagmann Kristof Wilke. Dass das Team nun auf dem olympischen Thron stehe, sei "nicht in Worte zu fassen. Auf den letzten 500 Metern haben wir uns so heißgemacht und alles rausgehauen", so Wilke.

Deutschland war auf dem Dorney Lake vor 25.000 Zuschauern nach dem Start früh in Führung gegangen, dann aber war Großbritannien immer näher herangekommen. Nach 1500 von 2000 Metern hatte es so ausgesehen, als würde den deutschen Ruderern die Kraft fehlen, die Briten lagen für kurze Zeit wenige Zentimeter in Führung. Doch nicht Deutschland brach auf den letzten 500 Metern ein - sondern Großbritannien. Während die Gastgeber noch von Kanada eingeholt wurden, zog das deutsche Boot in Richtung Olympiasieg davon.

Am Ende siegte die Crew, bestehend aus Filip Adamski, Andreas Kuffner, Eric Johannesen, Maximilian Reinelt, Richard Schmidt, Lukas Müller, Florian Mennigen, Wilke und Steuermann Martin Sauer, in 5:48,75 Minuten. Damit hatte das Boot im Ziel 1,23 Sekunden Vorsprung vor Kanada und 2,43 Sekunden vor Großbritannien.

Trainer Holtmeyer auch für Olympiasieg vor 24 Jahren verantwortlich

Mit dem Gewinn der Goldmedaille hat das Team von Trainer Ralf Holtmeyer seine Rolle als "Super-Super-Favorit" (Holtmeyer) bestätigt. Und es machte mit dem Erfolg das peinliche Debakel von Peking 2008 vergessen, als das Boot bereits im Vorlauf ausschied. Von 2009 bis 2011 wurde der Deutschland-Achter dreimal in Folge Weltmeister - nun folgte die Krönung bei Olympia. Für Holtmeyer war es ein besonderer Sieg: Der 56-Jährige war bereits 1988 bei den Spielen in Seoul Trainer des Gold-Achters gewesen.

Zuvor hatte der deutsche Doppel-Vierer der Frauen Silber geholt. Der Zweier der Frauen verpasste hingegen das Podest und wurde in seinem Finale Sechster und Letzter. Mit drei Gold- und vier Silbermedaillen sowie einer Bronzemedaille liegt Deutschland im Medaillenspiegel nun auf Platz vier.

psk/ham/dpa/sid

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