Bahnrad Deutsche Herren sprinten zu Bronze

Deutschlands Bahnrad-Fahrer haben im Teamsprint Bronze geholt. Im Rennen um Platz drei wurde Australien deutlich besiegt. Es war bereits die 17. Medaille für deutsche Olympioniken. Gold gewann die britische Mannschaft.

Sprinter Enders, Förstemann: Bronze im Teamsprint
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Sprinter Enders, Förstemann: Bronze im Teamsprint


Hamburg - Die deutschen Teamsprinter haben die Bronzemedaille bei den olympischen Bahnradwettbewerben in London geholt. René Enders, Robert Förstemann und Maximilian Levy setzten sich im Rennen um Platz drei gegen Australien durch.

Olympiasieger wurde Großbritannien in Weltrekordzeit, der britische Sprint-Star und Fahnenträger Sir Chris Hoy wurde damit zum fünften Mal Olympiasieger. Silber ging an die im Finale unterlegenen Franzosen. Zuvor hatten die deutschen Teamsprint-Weltmeisterinnen Kristina Vogel und Miriam Welte Gold geholt.

Deutschland durch Nimke-Ausfall geschwächt

Auch die deutschen Männer hatten goldene Träume - und waren nach der Verletzung von Stefan Nimke zum Auftakt der Bahnradrennen durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Der Routinier musste wenige Minuten vor der Qualifikation absagen. Der 34-Jährige, der bei seinen letzten Olympischen Sommerspielen wie in Athen 2004 Gold holen wollte, war wegen einer Muskelzerrung im Rücken nicht in der Lage zu starten.

Bis zuletzt war der viermalige Weltmeister und beste deutsche Bahnradfahrer der jüngeren Vergangenheit behandelt worden. Doch Nimke konnte vor Schmerzen kaum gehen und musste passen. Für das Spiel mit den Hundertstel- und Tausendstelsekunden waren dies denkbar schlechte Voraussetzungen. Im Ringen um Details litt darunter zwangsläufig die Harmonie. "Es war schwierig, ich war nicht darauf eingestellt", sagte Förstemann. "Die Nachricht war erschütternd. Unter diesen Umständen haben wir das Maximum geholt", sagte Levy.

Das BDR-Trio wurde unter den Augen von Prinz William und seiner Gattin Kate Opfer der Umstände und verpasste das fest anvisierte Gold, das auch Bundestrainer Detlef Uibel als die wichtigste aller Medaillen auf der Bahn als klares Ziel ausgegeben hatte. Mit einer Energieleistung schafften sie zumindest noch den Sprung aufs Podium - und holten so die zweite deutsche Radsportmedaille am Donnerstag.

leh/dpa

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