Hochsprung: Ariane Friedrich scheitert in der Qualifikation

Schluss, aus, vorbei: Die Olympischen Spiele sind für Ariane Friedrich schon nach der Qualifikation beendet. Die Hochspringerin verpasste das Finale und bestätigte damit ihre Formkrise. Um ihre Nominierung hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben.

Hochspringerin Friedrich: Olympia-Finale verpasst Zur Großansicht
REUTERS

Hochspringerin Friedrich: Olympia-Finale verpasst

Hamburg - Ariane Friedrich ist bei den Olympischen Spielen in London in der Qualifikation ausgeschieden. Für die WM-Dritte von 2009 bedeuteten die übersprungenen 1,93 Meter zwar Saisonbestleistung. Die für den Einzug in den Endkampf erforderlichen 1,96 Meter schaffte Friedrich aber nicht mehr. Die 28-Jährige scheiterte dreimal an dieser Höhe und verpasste damit das Finale.

"Ich bin sehr traurig. Es war sehr knapp", sagte Friedrich nach dem Wettkampf. Bei ihrem dritten Versuch über 1,96 Meter war sie "einfach zu dicht. Ich war drüber und nehme die Latte mit der Hacke mit."

Das Aus kommt allerdings nicht überraschend. In diesem Jahr war die deutsche Rekordhalterin (2,06 Meter) vor den Spielen nie höher als 1,92 Meter gesprungen. Friedrich verpasste die direkte Norm für London um drei Zentimeter und durfte nur wegen einer Härtefallregel in der Qualifikation antreten.

"Ich habe nichts mehr zu verlieren. Jeder erwartet von mir, dass ich nicht ins Finale komme", hatte die 28-Jährige im Vorfeld trotzig gesagt: "Das ist eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass ich es kann." Doch den Beweis blieb Friedrich schuldig.

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1.
feathersmcgraw 09.08.2012
Zitat von sysopSchluss, aus, vorbei: Die Olympischen Spiele sind für Ariane Friedrich schon nach der Qualifikation beendet. Die Hochspringerin verpasste das Finale und bestätigte damit ihre Formkrise. Um die Nominierung der Berlinerin hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben. Olympia 2012: Friedrich scheitert in der Qualifikation - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,849104,00.html)
Sie ist 14te geworden - bei 12 Qualifikationsplätzen. Ist zwar schade, aber mit Platz 14 in der Welt muss man sich jetzt auch nicht direkt in Grund und Boden schämen...
2. Oh, da wurden aber - nicht nur sportlich - Grenzen aufgezeigt!
Stefan Wenzel 09.08.2012
Diese Vetternwirtschaft bei der Nominierung, die überdrehte, herumschreiende Egozentrik der Friedrich mündete schließlich in dem unfassbar peinlichen Versuch vor laufenden Kameras der Weltpresse einen Aufstand anzuzetteln - die vier noch nicht Qualifizierten (Plätze 11-14) sollten auf Initiative Friedrichs die 1,96m auslassen, die Taschen nehmen und einfach gehen. Ihr Trainer Eisinger hat das gerade auch noch im Interview verteidigt (scheint auch der eigentliche Motor gewesen zu sein). Wir machen uns mit diesen Gestalten lächerlich. Ja, Ihr Lieben, das Mauscheln, das in Gender-Mainstream-Deutschland geht, geht dann auf internationaler Ebene doch nicht mehr. Aber Danke für diesen unterirdische Demonstration arrogaten, deutschen Damenmenschentums. Bach, Vesper, Eisinger, Friedrich und andere political-correctness-Mauschelköpfe - möchte ich zumindest nicht mehr als Vertreter Deutschlands sehen. Da sind die Kanuten hingegen nicht nur sportlich, sondern auch menschlich ganz andere Aushängeschilder für unser Land. Nett, bescheiden, sympathisch.
3. Das schöne Foto ...
un-Diplomat 09.08.2012
... ist ein guter Abschluss. Wir werden an und mit ihr noch unsere Freude haben.
4.
totalmayhem 09.08.2012
Zitat von sysopUm die Nominierung der *Berlinerin* hatte es im Vorfeld heftige Diskussionen gegeben.
Wie kommen Sie auf dieses schmale Brett? Ariane Friedrich ist gebuertige Thrueringerin und startet fuer Eintracht Frankfurt. Es hat leider nicht fuer's Finale gereicht, aber es gibt Schlimmeres als mit einer persoenlichen Jahresbestleistung aus dem olympischen Wettbewerb auszuscheiden. Fragen Sie mal beim DSV nach.
5.
prqc 09.08.2012
Zitat von feathersmcgrawSie ist 14te geworden - bei 12 Qualifikationsplätzen. Ist zwar schade, aber mit Platz 14 in der Welt muss man sich jetzt auch nicht direkt in Grund und Boden schämen...
Ich habe diesen Beitrag schon zu einem anderen Thema (dem Kanuten-Gold) geschrieben. In diesem Rahmen passt er wahrscheinlich noch besser... Im deutschen Sport wird inzwischen vielerorts mehr auf Show, als auf Leistung gesetzt. Da sind mir Olympiasieger wie Weber/Dietze um einiges lieber. Die Kanuten scheinen im allgemeinen mit der richtigen Einstellung da heranzugehen, sicherlich auch einige Angehörige der Reiterequipe. Und obwohl dies zu Empörung bei manchen führen mag: Auch ein Robert Harting hat eine bessere Einstellung an den Tag gelegt, als manche Schwimmer, sicherlich auch einige Leichtathleten und Radfahrer. Da fehlt eine Siegermentalität bei vielen, und das ist vor dem Hintergrund der öffentlichen Finanzierung zu bedauern. Frau Friedrich ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel. Denn den Startplatz den sie für den DLV belegt, ist einer den wir anscheinend im Marathon nicht haben (obwohl einer unserer Athleten, Sören Kah, sogar die IAAF-Norm erfüllt hatte). Die Kritik von Frau Nasse-Meyfarth (und ich glaube, dass diese als zweimalige Olympiasiegerin schon ein wenig Ahnung zu dieser Materie beisteuern kann) vor diesem Hintergrund völlig nachvollziehbar - wenn man (mit der finanziellen Hilfe des Steuerzahlers) die Bundesrepublik Deutschland repräsentieren möchte, der sollte auch die entsprechenden internationalen Normen erfüllen. Alles andere ist eine blanke Ohrfeige für andere Athleten in Deutschland, die dieser Ehre vom Leistungsstand und ihrer Erfolgschancen wegen viel würdiger wären. Ein letztes Wort zur Rolle der veröffentlichten Meinung: Diese interessieren sich weniger für Substanz, sondern für die schnelle Story. Dem Sport wäre eine kritischere Berichterstattung auch "zwischen den Jahren" zu wünschen, und nicht nur Dopingproblematik hierzulande. Zum Beispiel argt da einiges was die Sportförderung in den Bundesländern angeht, aber auch die Kurzsichtigkeit was die Finanzierung von Kommunen angeht: Denn wenn Schwimmbäder schliessen, kann unser Land keinen Phelps oder Spitz hervorbringen (oder einen Michael Groß). Scheinbar lokale Entscheidungen haben dann bundesweite Konsequenzen.
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