Olympia 2012: Britische Springreiter gewinnen Mannschaftsgold

60 Jahre musste Großbritanniens Reiter-Equipe auf die Goldmedaille im Springreiten warten, in London hat es nun geklappt. In einem spannenden Stechen besiegten die Gastgeber das Team der Niederlande. Die Bronzemedaille ging an Saudi-Arabien.

Britischer Reiter Scott Brash: Das Stechen brachte die Entscheidung Zur Großansicht
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Britischer Reiter Scott Brash: Das Stechen brachte die Entscheidung

Hamburg - Die britische Mannschaft der Springreiter hat bei den Olympischen Spielen zum zweiten Mal nach 1952 in Helsinki die Goldmedaille gewonnen. Das Quartett Nick Skelton, Ben Maher, Scott Brash und Peter Charles setzte sich im Stechen ohne Fehler gegen die Niederlande durch, die sich einen Abwurf leisteten. Nach zwei Durchgängen hatten beide Teams mit jeweils acht Strafpunkten gleichauf in Führung gelegen.

Die Bronzemedaille sicherte sich die Mannschaft aus Saudi-Arabien. Das Team hatte nach dem ersten Durchgang am Sonntag noch geführt, konnte diese Leistung im zweiten Durchlauf am Montag jedoch nicht ganz bestätigen und sammelte schließlich 14 Strafpunkte. Das mitfavorisierte US-Team, Olympiasieger von 2008, landete nur auf dem sechsten Platz.

Die deutsche Mannschaft mit Christian Ahlmann, Marcus Ehning, Janne-Friederike Meyer und Meredith Michaels-Beerbaum konnte sich nach dem ersten Durchgang am Vortag nicht unter den besten acht Mannschaften platzieren und schied vorzeitig aus.

Immerhin konnten sich Ehning und Michaels-Beerbaum für das Einzelfinale am Mittwoch qualifizieren. Ausgeschieden ist hingegen Meyer, die daraufhin ankündigte, mit ihrem 14 Jahre alten Pferd Lambrasco zukünftig nicht mehr an Wettberwerben teilnehmen zu wollen.

syd/dpa

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1. zu wenig Sportler mit Cochones
Emil Peisker 06.08.2012
Zitat von sysopREUTERS60 Jahre musste Großbritanniens Reiter-Equipe auf die Goldmedaille im Springreiten warten, in London hat es nun geklappt. In einem spannenden Stechen besiegten die Gastgeber das Team der Niederlande. Die Bronzemedaille ging an Saudi-Arabien. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,848533,00.html
Eine Ära geht zu Ende. So wie in vielen anderen Bereichen des Sports in Deutschlands. Zu wenig Interesse, zu knausrige Förderung, zu wenig Sportler mit Cochones.
2. Aber dafür werden sie geliebt
salamicus 06.08.2012
Fürs Nicht-Siegen. Und die Deutschen wollen geliebt werden. Von der ganzen Welt. Als einzige Nation müssen sie gegen ihre Mentalität spielen, die in der Tat auch sehr hässliche Züge trägt oder trug. Eine "junge, frische und sympathische Mannschaft" wird weltweit bejubelt - solange sie nicht gewinnt. M.E. liegt hier ein sehr tiefes psychoanalytisches Problem vor, das sich in einer (unbewussten) "Sieg-Hemmung" manifestiert. Vielleicht werden Studien dieses Phänomen noch näher untersuchen. Ich möchte hier zwei fiktive Gespräche anführen, die das Problem illustrieren sollen: Mutter zum Sohn 1960: "Was ist passiert? Warum weinst du?" "Der Klaus kann schneller laufen als ich!" "Unsinn! Streng dich an, und das nächste Mal bist du schneller als er!" Mutter zum Sohn 2012: "Was ist passiert? Warum weinst du?" "Der Klaus kann schneller laufen als ich!" "Das was du sagst macht mich doch etwas traurig. Meinst du nicht, dass der Klaus auch gerne schnell läuft? Du musst nicht der Schnellere sein! Der Klaus freut sich bestimmt, dass er so schnell laufen kann!" Das mag die Blaupause sein...
3. @salamicus: Es ist was faul in London
Rheinwein 06.08.2012
Nicht nur beim Reiten hat es jemals so viele Unfälle und Zufälle gegeben wie in London. Noch nie sind so viele deutsche Medaillen-Favoriten untergegangen. Gleichzeitig haben Briten noch nie so viele Medaillen kassiert, dass sie sogar den USA auf die Pelle rücken. Das kann nicht allein am Publikum der örtlichen Jubelbriten liegen. Ich vermisse solche Zweifel bei den deutschen Medien. Ihre fiktiven Gespräche sind in der Tat eine Blaupause, wenn Sie die Mutter mit Medien übersetzen. Dann passt es. ;-))
4.
dclein 07.08.2012
Zitat von RheinweinNicht nur beim Reiten hat es jemals so viele Unfälle und Zufälle gegeben wie in London. Noch nie sind so viele deutsche Medaillen-Favoriten untergegangen. Gleichzeitig haben Briten noch nie so viele Medaillen kassiert, dass sie sogar den USA auf die Pelle rücken. Das kann nicht allein am Publikum der örtlichen Jubelbriten liegen. Ich vermisse solche Zweifel bei den deutschen Medien. Ihre fiktiven Gespräche sind in der Tat eine Blaupause, wenn Sie die Mutter mit Medien übersetzen. Dann passt es. ;-))
Bevor man solche Behauptungen in den Raum stellt, sollte man wenigstens die Fakten überprüfen. Die Briten hatten schon in Beijing einen ähnlichen Medaillenspiegel. (nach den Stand von heute morgen, sogar einen besseren) Ausserdem kann man bei der Differenz nicht ernsthaft behaupten, dass die Briten den Amis auf die Pelle rücken. Es liegt zum Teil an der Finanzierung. Der Sport wird dort durch "The National Lottery" gefördert. Das hat den Vorteil, dass man trotz knapper Staatskasse, die nötigen Pounds bereitstellen kann, und das nicht erst seit 2005. Man schaue sich nur den Bahn Radsport an, seit 1998 wurden etliche Millionen investiert. Allein in Beijing haben die Briten in der Disziplin 8 mal Gold gewonnen. Überraschend kommt daher der momentane Erfolg nicht wirklich.
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