Olympia-Highlights am Dienstag Deutschlands Reiter auf Goldkurs

Jetzt muss es einfach klappen! Deutschlands Vielseitigkeitsreiter um Geburtstagskind Michael Jung liegen vor dem abschließenden Wettbewerb auf Goldkurs, auch im Einzel ist ein Triumph realistisch. Hoffnungsträger am Dienstag ist zudem Judo-Titelverteidiger Ole Bischof.

Von Nils Lehnebach

Vielseitigkeitsreiter Jung: Gold am Geburtstag?
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Vielseitigkeitsreiter Jung: Gold am Geburtstag?


Hamburg - Die erste Medaille ist gewonnen, nach Silber von Britta Heidemann warten Deutschlands Olympioniken allerdings weiter auf die erste Goldmedaille. Doch so gut wie am Dienstag standen die Chancen noch nicht - heute muss es einfach klappen. Die beste Ausgangslage haben die Vielseitigkeitsreiter, von denen Michael Jung ausgerechnet an diesem Finaltag seinen 30. Geburtstag feiert. Das Team aus Jung, Peter Thomsen, Dirk Schrade, Ingrid Klimke und Sandra Auffarth geht mit 124,70 Minuspunkten in das abschließende Springreiten und liegt mit 5,5 Punkten vor Großbritannien auf Platz eins.

Bei dem Wettbewerb, der um 11.30 Uhr startet, sind sogar zwei Medaillen möglich. Denn Klimke (39,30) liegt zusammen mit der Schwedin Sara Algotsson Osholt auf Rang eins, Jung ist Vierter.

Schwimmer Phelps: Endlich das erste Gold?
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Schwimmer Phelps: Endlich das erste Gold?

Sie finden das Abschneiden der deutschen Mannschaft bisher enttäuschend? Sicherlich nicht zu unrecht. Was aber sagen Sie dann zu Michael Phelps? Der Rekord-Olympionike und achtfachte Goldgewinner von Peking blieb bisher deutlich hinter den Erwartungen zurück. Über 400 Meter Lagen verpasste er eine Medaille, 2004 und 2008 hatte er in dieser Disziplin noch triumphiert. Heute (21.32 Uhr) tritt Phelps über 200 Meter Schmetterling an. Die Medaillen-Chancen sind aber erneut nur mäßig, im Halbfinale schwamm der US-Amerikaner die viertbeste Zeit.

Schwimmerin Shiwen: Kampf um das zweite Gold
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Schwimmerin Shiwen: Kampf um das zweite Gold

Es war die bisher herausragendste Leistung der Spiele: Über 400 Meter Lagen schwamm die 16-jährige Ye Shiwen zu Gold, stellte einen Weltrekord auf und war auf den letzten 50 Metern zudem schneller als Männer-Champion Ryan Lochte. Entsprechend groß sind die Zweifel: Der Generaldirektor der internationalen Schwimmtrainervereinigung John Leonard hält die Leistungen für "unglaubwürdig", ihre Rennen seien "beunruhigend". Um 21:43 Uhr startet Shiwen nun über 200 Meter Lagen. Ein zweite Goldmedaille ist wahrscheinlich. Im Halbfinale stellte die Chinesin einen neuen olympischen Rekord auf und war mehr als eine Sekunde schneller als die Konkurrenz.

Judoka Bischof: Olympiasieger 2008 in Peking
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Judoka Bischof: Olympiasieger 2008 in Peking

Hoffen auf den perfekten Tag: Judoka Ole Bischof geht in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm als Titelverteidiger an den Start. Der 32-Jährige sprach nach seinem Triumph in Peking von eben jenem "perfekten Tag", der im Judo so wichtig sei. Nach einem Freilos geht es für Bischof in der Runde der besten 32 gegen Antonio Ciano. Gegen den Italiener hat er vier der bisherigen sechs Duelle gewonnen, darunter die beiden in diesem Jahr. Übrigens: In Peking war Bischofs Medaille die zweite goldene für die deutsche Mannschaft. Wiederholung nicht ausgeschlossen. Das Finale beginnt um 17.10 Uhr.

Tennisspielerin Görges: Im Doppel gefordert
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Tennisspielerin Görges: Im Doppel gefordert

Julia Görges' Erfolg gegen die Weltranglistenzweite Agnieszka Radwanska war die bisher größte Überraschung im Olympischen Tennisturnier. Nun ist die 23-Jährige am Dienstag gleich doppelt gefordert. In der zweiten Einzel-Runde (14.30 Uhr) trifft sie auf die Amerikanerin Varvara Lepchenko, die als Weltranglisten-40. 16 Plätze hinter Görges liegt. Vier Stunden später steht das Doppel an der Seite von Anna-Lena Grönefeld auf dem Programm. Bei einem Erfolg gegen Elena Makarova und Elena Vesnina aus Russland stünde das deutsche Duo schon im Viertelfinale.



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Seite 1
juerler@saxonia.net 31.07.2012
1. Chinas umstrittene Wunder-Schwimmerin
Zitat von sysopDPAJetzt muss es einfach klappen! Deutschlands Vielseitigkeitsreiter um Geburtstagskind Michael Jung liegen vor dem abschließenden Wettbewerb auf Goldkurs, auch im Einzel ist ein Triumph realistisch. Hoffnungsträger am Dienstag ist zudem Judo-Titelverteidiger Ole Bischof. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,847267,00.html
irgendwie erinnert mich die Berichterstattung an die DDR. Als die Amerikaner die Laufdisziplinen (100/200 mm...) unnatürlich beherrschten, wurde oder durfte das Wort Doping nicht verwendet werden (wie jetzt sichtbar waren Sie gedopt).Sobald aber Chinesen, Russen, Ukrainer......... eine änliche Leistung anbieten überschlagen sich die Medien mit Vermutungen und Unterstellungen. Kadavergehorsam nicht nur auf diesem Gebiet
obsurfer 31.07.2012
2. Das arme Mädchen...
Zitat von sysopDPAJetzt muss es einfach klappen! Deutschlands Vielseitigkeitsreiter um Geburtstagskind Michael Jung liegen vor dem abschließenden Wettbewerb auf Goldkurs, auch im Einzel ist ein Triumph realistisch. Hoffnungsträger am Dienstag ist zudem Judo-Titelverteidiger Ole Bischof. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,847267,00.html
...kann mit seinen 16 Jahren sicherlich nichts dafür - falls sie schon von früh an systematisch gedopt wurde! Im übrigen lachen deutsche Dopingfahnder, wie erst vor ein paar Tagen nachzulesen war, nur über die angeblich sauberen anderen Medaillengewinner - bei den Frauen genauso wie bei den Männern... Und so ein Doping, dass Frauen auch noch leistungsfähiger als (gedopte) Männer macht, gab es bis jetzt auch noch nie. Insgesamt war sie ja noch ca. 25 Sekunden langsamer als Lochte, "nur" die letzten 50 m war sie eben "etwas" schneller als er (unter uns: Sie ging ab wie ´ne Rakete, das arme Weltklasse-US-Girl tat mir richtig leid) - sehr wahrscheinlich geht dieses Finale trotzdem für immer in die olympische Geschichte ein... Gönnen wir sowas doch mal den Frauen - anrüchig an sichist ja doch eigentlich alles, und zwar schon seit langem!
spon-facebook-10000080154 31.07.2012
3. optional
ich weiß nicht warum man die leistungen der frauen im vergleich zu den männlichen athleten immer wieder in frage stellt in gewissen sportarten ist es sehrwohl möglich bessere ergebnisse zu erzielen als die männer und solange kein positiver dopingtest vorliegt sol man dieses junge mädel zufrieden lassen und akzeptieren das sie weltklasse ist
spon-facebook-10000080154 31.07.2012
4. optional
ich weiß nicht warum man die leistungen der frauen im vergleich zu den männlichen athleten immer wieder in frage stellt in gewissen sportarten ist es sehrwohl möglich bessere ergebnisse zu erzielen als die männer und solange kein positiver dopingtest vorliegt sol man dieses junge mädel zufrieden lassen und akzeptieren das sie weltklasse ist
Gebetsmühle 31.07.2012
5. illusionen sind fehl am platz
Zitat von juerler@saxonia.netirgendwie erinnert mich die Berichterstattung an die DDR. Als die Amerikaner die Laufdisziplinen (100/200 mm...) unnatürlich beherrschten, wurde oder durfte das Wort Doping nicht verwendet werden (wie jetzt sichtbar waren Sie gedopt).Sobald aber Chinesen, Russen, Ukrainer......... eine änliche Leistung anbieten überschlagen sich die Medien mit Vermutungen und Unterstellungen. Kadavergehorsam nicht nur auf diesem Gebiet
es gibt keine wunderschwimmer und wunderläufer. ich gehe seit jahren davon aus, dass sämtliche sportler bei olympia in irgendeiner form gedopt sind und warte auf den beweis des gegenteils. es geht eigentlich beim sport nur noch dadrum, nicht aufzufliegen. manche schaffen es, manche nicht.
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