Olympia-Highlights heute Bladerunner geht auf Goldjagd 

Der Endspurt in London ist eröffnet. Vor dem letzten Olympia-Wochenende darf Oscar Pistorius im Finale der 400-Meter-Staffel ran - obwohl er im Vorlauf keinen Meter rennen musste. Und sonst? Betty Heidler schwingt den Hammer und Thomas Lurz krault durch den Hyde Park.

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Läufer Pistorius: Chance auf eine Medaille
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Läufer Pistorius: Chance auf eine Medaille


Das hat Oscar Pistorius wohl auch noch nicht erlebt: Keinen Meter war der beidseitig unterschenkelamputierte Athlet gelaufen - und dennoch im Finale der 4x400-Meter-Staffel. Denn eine Entscheidung der Jury am grünen Tisch sorgte für die Teilnahme des Teams Südafrika, 2011 immerhin Vizeweltmeister. Obwohl ein Läufer aus Kenia einen Athleten der Pistorius-Staffel zu Fall gebracht und niemand aus dem Team Südafrikas die Ziellinie überquert hatte. Im Finale will der "Bladerunner" genannte Sportler dann aber doch lieber selbst aktiv eingreifen, vor allem gegen die starken US-Amerikaner und das Team von den Bahamas. Los geht es ab 22.20 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Hammerwerferin Heidler: Nervosität als Schwäche
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Hammerwerferin Heidler: Nervosität als Schwäche

Betty Heidler darf sich nach 74,44 Metern in der Vorausscheidung berechtigte Hoffnungen auf einen Medaillenrang in ihrer Disziplin, dem Hammerwerfen machen. Am Freitag muss sie dafür in erster Linie cool bleiben. Nervosität gilt als die große Schwäche der Jura-Studentin. Deshalb soll eine Sportpsychologin helfen, mit der die Weltrekordlerin seit einiger Zeit zusammenarbeitet. "Ich glaube, das hat was gebracht", sagt Trainer Wolfgang Deyhle. Beim Finale am Freitag (20.35 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) werden wir es sehen.

Langstreckenschwimmer Lurz: Gold im Visier
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Langstreckenschwimmer Lurz: Gold im Visier

In Peking gab es Bronze, dieses Mal soll es ein wenig mehr werden. Thomas Lurz geht als Favorit in den Schwimmwettkampf über zehn Kilometer. Der Rekordweltmeister hat so ziemlich alles gewonnen, der Olympiasieg fehlt aber noch in der Titelsammlung. Am Freitag krault der 32-Jährige beim Freiwasserschwimmen ab 13 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE) durch den Hyde Park.

BMX-Wettkampf in London: Sprünge von bis zu zwölf Metern Weite
AP

BMX-Wettkampf in London: Sprünge von bis zu zwölf Metern Weite

Die schlechte Nachricht zuerst: Beim Finale der BMX-Fahrer sind die deutschen Starter Luis Brethauer und Maik Baier ausgeschieden und haben keine Medaillenchancen mehr. Die gute Nachricht: Das Finale der etwas anderen Radsportler ist trotzdem ein Olympia-Highlight. Spektakuläre Sprünge von bis zu zwölf Metern Weite, Kämpfe Mann gegen Mann und rasante Kurvenmanöver sind in jedem Rennen auf der 450 Meter langen Bahn in London zu bewundern. Zu den Favoriten gehören der Niederländer Raymon van der Biezen oder der Olympiasieger von Peking, Maris Strombergs aus Lettland. Ab 17.40 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE) rollen die Finalteilnehmer von der Startrampe.

Stabhochspringer Holzdeppe: Gold unter dem Fuß
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Stabhochspringer Holzdeppe: Gold unter dem Fuß

Beim Finale der Stabhochspringer könnten gleich drei deutsche Athleten aufs Treppchen steigen. Malte Mohr und Björn Otto planen den Angriff auf den Jahresweltbesten Renaud Lavillenie (5,97 Meter) aus Frankreich. Raphael Holzdeppe rechnet sich Außenseiterchancen aus. "Ich bin momentan auf Platz drei in der Welt, da will ich mich natürlich auch anständig verkaufen", sagte Mohr. Wie es klappen könnte, hat Holzdeppe seinen Kollegen schon mal in der Qualifikation gezeigt. Mit 5,65 Metern zog er als Bester ins Finale ein. Und auch die goldene Farbe seiner Schuhsohlen passt verdächtig gut zur Veranstaltung. Ab 20 Uhr (Liveticker, SPIEGEL ONLINE) beginnt die Flugshow.



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