Hamburg - Usain Bolt hat seine Leistung in London gekrönt: Der Superstar gewann bei den Sommerspielen mit der jamaikanischen Staffel die Goldmedaille über 4x100 Meter. Ohne den wegen einer Adduktorenverletzung fehlenden Asafa Powell siegte das jamaikanische Quartett Nesta Carter, Michael Frater, Yohan Blake und Bolt in der Weltrekordzeit von 36,84 Sekunden. Die bisherige Bestmarke von 37,04 Sekunden hatte Jamaika bei den Weltmeisterschaften inm südkoreanischen Daegu am 4. September 2011 aufgestellt.
"Es ist immer eine wunderbare Sache, so aufzuhören. Das ist ein tolles Gefühl. Es waren großartige Olympische Spiele, und ich bin glücklich", sagte Bolt und räumte ein, dass er gern noch schneller gelaufen wäre: "Heute Nacht werden wir London unsicher machen und feiern", so Bolt, "ich habe erreicht was ich wollte - das ist ein wunderbares Gefühl. Ich wusste, dass ein Weltrekord möglich war."
Silber ging an die US-Staffel bestehend aus Trell Kimmons, Justin Gatlin, Tyson Gay und Ryan Bailey. Sie liefen 37,04 Sekunden und damit so schnell wie der bisherige Weltrekord. Bronze ging nach der Disqualifikation von Kanada an Trinidad und Tobago (38,12 Sekunden). Das deutsche Quartett mit Julian Reus, Tobias Unger, Alexander Kosenkow und Lucas Jakubczyk hatte das Finale verpasst.
Bolt nun viertbester Leichtathlet der Olympia-Geschichte
Bereits in den Vorläufen hatten die beiden Top-Sprintnationen ernst gemacht. Jamaika lief ohne Bolt 37,39, die USA legten wenig später ohne Gay mit Landesrekord von 37,38 nach. Es waren zu diesem Zeitpunkt die viert- und fünftbesten jemals gelaufenen Staffelzeiten.
Für Bolt war es nach seinen Triumphen über 100 und 200 Meter bereits die dritte Goldmedaille in London. Damit hat der 25-Jährige wie vor vier Jahren in Peking alle drei Sprintentscheidungen für sich entschieden. In der olympischen Leichtathletik-Geschichte waren nur drei Athleten erfolgreicher: Der Finne Paavo Nurmi (Neunmal Gold zwischen 1920 und 1928), der Amerikaner Carl Lewis (Neunmal Gold zwischen 1984 und 1996) und dessen Landsmann Ray C. Ewry (Achtmal Gold zwischen 1900 und 1908).
leh/sid
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