Hamburg - Für die deutsche Olympiamannschaft läuft es am Mittwoch richtig rund. Bei den Olympischen Spielen in London holten zunächst der deutsche Doppelvierer und der Ruderachter Silber und Gold, kurz darauf war die nächste Medaille perfekt. Im Einzelzeitfahren sicherte sich Radprofi Judith Arndt Silber.
Die 36-Jährige wurde auf dem 29 Kilometer langen Kurs in London mit einem Rückstand von 15,47 Sekunden hinter Kristin Armstrong (USA) (37:34,82 Minuten) Zweite. Die US-Amerikanerin hatte bereits bei den Spielen 2008 in Peking Gold geholt. Kurz nach ihrem Olympiasieg in England erklärte sie ihren Rücktritt. "Ich bin jetzt offiziell im Ruhestand", sagte die 38-Jährige. Jetzt wolle sie sich um die Familie kümmern. Bronze ging an Olga Sabelinskaja aus Russland (+22,53 Sekunden).
"Ich bin sehr, sehr glücklich, bei meinen letzten Olympischen Spielen noch einmal eine Medaille gewonnen zu haben", sagte Arndt, die über die gesamte Distanz zurücklag, sich aber von Zwischenzeit zu Zwischenzeit nach vorn kämpfte. Bundestrainer Ronny Lauke war voll des Lobes. "Es ist gigantisch, einfach toll", sagte er. Arndt habe die Strategie umgesetzt und sei "gefahren, wie es sein sollte".
Bis auf Armstrong ließ die Athletin alle Konkurrentinnen hinter sich. Vor ihrem letzten olympischen Straßenrennen hatte Arndt eigentlich nur Gold im Sinn gehabt. "Es gibt nichts Höheres. Das ist das Nonplusultra und wäre das absolute Highlight in meiner Karriere. Es muss das Ziel sein."
Für Arndt ist es nach Olympia 2004 bereits die zweite Silbermedaille. Die zweite deutsche Fahrerin Trixi Worrack konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Sie beendete das Rennen auf dem neunten Platz.
chp/dpa/sid
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