Olympiasieger am Donnerstag: Neuseeland holt Gold im Doppelzweier, Briten gewinnen Kanuslalom und Schießen

Bei den olympischen Ruderwettbewerben der Männer mussten die Favoriten Niederlagen einstecken. Im Doppelzweier triumphierte Neuseeland vor Italien, im Leichtgewichts-Vierer siegte überraschend Südafrika vor Gastgeber Großbritannien und den Dänen. Zhang Jike aus China gewann Gold im Tischtennis.

Ruderprofis Sullivan (l.), Cohen: Sieg vor Italien und Slowenien Zur Großansicht
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Ruderprofis Sullivan (l.), Cohen: Sieg vor Italien und Slowenien

Hamburg - Zhang Jike ist Tischtennis-Olympiasieger. Der 24 Jahre alte Weltmeister aus China setzte sich im Finale in London gegen seinen Landsmann Wang Hao in fünf Sätzen durch. Zuvor hatte Dimitrij Ovtcharov gegen den Taiwanesen Chuang Chih-Yuan als zweiter deutscher Tischtennisspieler nach Jörg Roßkopf 1996 eine olympische Einzelmedaille gewonnen.

Die Ruderer aus Neuseeland haben Olympia-Gold im Doppelzweier gewonnen. Silber ging auf dem Dorney Lake in Eton bei London an Italien, Bronze holte Slowenien. Dem Endspurt der neuseeländischen Weltmeister Nathan Cohen und Joseph Sullivan hatten auch die Italiener Alessio Sartori und Romano Battisti nichts entgegenzusetzen. Das Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Die WM-Zweiten Eric Knittel und Stephan Krüger, die als Medaillenkandidaten galten, waren im Halbfinale ausgeschieden.

Im Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann triumphierte Südafrika. Das Quartett gewann nach einem packenden Endspurt in 6:02,84 Minuten knapp vor Gastgeber Großbritannien (6:03,09 Minuten). Dritter wurde Dänemark (6:03,16 Minuten), das vor vier Jahren in Peking Gold gewonnen hatte. Weltmeister Australien wurde nur Vierter. Das deutsche Boot hatte den Endlauf als Vierter des Halbfinales verpasst.

Im Duell der Frauen-Achter setzten sich hingegen die favorisierten US-Amerikanerinnen durch. Das Team gewann vor Kanada und den Niederlanden. Der deutsche Achter hatte im Hoffnungslauf nur den letzten Platz belegt und war damit ausgeschieden.

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Die britischen Slalom-Kanuten Tim Baillie und Etienne Stott haben bei den Gold im Canadier-Zweier geholt und damit die zwölfjährige Erfolgsserie der Zwillingsbrüder Pavol und Peter Hochschorner beendet. Die beiden Slowaken mussten sich hinter David Florence/Richard Hounslow - ebenfalls aus Großbritannien - mit dem dritten Platz begnügen, nachdem sie 2000, 2004 und 2008 Olympiasieger geworden waren. Das deutsche Team mit David Schröder und Frank Henze war bereits in den Vorläufen ausgeschieden.

Den Kanuslalom-Wettbewerb der Frauen im Kajak-Einer dominierte die Französin Emilie Fer in 105,9 Sekunden. Silber gewann Jessica Fox aus Australien (106,51 Sekunden) vor der Spanierin Maialen Chourraut (106,87). Die Deutsche Jasmin Schornberg landete nach 110,97 Sekunden auf dem fünften Platz.

Auch den Schieß-Wettbewerb im Doppeltrap gewann ein Brite: Peter Wilson siegte mit 188 Treffern vom dem Schweden Hakan Dahlby (186 Treffer) und Wasili Mosin aus Russland (185). Ein deutscher Teilnehmer war in dieser Disziplin nicht am Start.

Olympiasiegerin im Bogenschießen wurde die Südkoreanerin Ki Bo-Bea vor den beiden Mexikanerinnen Aida Roman und Mariana Avitia. Die Deutsche Elena Richter war bereits in der zweiten Runde gescheitert.

Kayla Harrison hat das erste olympische Judo-Gold für die USA gewonnen. Die 22 Jahre alte frühere Weltmeisterin setzte sich im Finale der Klasse bis 78 Kilogramm gegen die Britin Gemma Gibbons durch. Die Bronzemedaillen gingen an die Weltmeisterin Audrey Tcheumeo aus Frankreich und die Brasilianerin Mayra Auiar. Die WM-Dritte Heide Wollert war an der Polin Daria Pogorzelec gescheitert.

In der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm gewann Judoka Tagir Chajbulajew aus Russland gegen den Mongolen Naidan Tuvshinbayar. Bronze hatte zuvor der Deutsche Dimitri Peters gegen Henk Grol aus den Niederlanden geholt.

Nach der Goldmedaille im Teamwettbewerb hat die US-amerikanische Kunstturnerin Gabrielle Douglas auch im Einzel-Mehrkampf triumphiert. Die 16-Jährige begeisterte vor 16.500 Zuschauern in der North Greenwich Arena und siegte mit 62,232 Punkten vor den Russinnen Victoria Komowa (61,973 Punkte) und Alija Mustafina (59,566). Die deutsche Meisterin Elisabeth Seitz belegte mit einer soliden Leistung und 57,365 Punkten den neunten Platz.

Im Teamwettbewerb der Florett-Damen hat Italien hoch überlegen triumphiert. Im Finale besiegten Valentina Vezzali, Elisa di Francisca, Arianna Errigo und Ersatzfrau Ilaria Salvatori die Russinnen Inna Deriglasowa, Larissa Korobejnikowa und Aida Schanajewa 45:31. Eine deutsche Mannschaft hatte sich nicht für London qualifiziert.

chp/psk/dpa/sid

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