Olympia 2012 Reaktionen auf das Aus für Leipzig


Otto Schily (Bundesinnenminister):

Zunächst gratuliere ich den Kandidatenstädten, aber auch den Leipzigern und Rostockern, die eine hervorragende Bewerbung hervorgebracht haben. Auch Paris hat sich zweimal erfolglos beworben, bevor es heute in die Endauswahl gekommen ist. Die Bewerbung hat den beiden Städten sicher gut getan.

Manfred Stolpe (Bundesverkehrsminister): Natürlich ist es schade, doch die Leipziger dürfen ihren Löwenmut nicht verlieren. Die Stadt ist in den vergangenen Monaten zum Motor für ganz Deutschland geworden.

Klaus Steinbach (NOK-Präsident): Es war eine knappe Entscheidung. Wir haben am Cut gekratzt. Es tut weh und wir sind sehr traurig, aber wir müssen mit dieser Entscheidung leben. Dank gilt allen, die sich für diese Bewerbung eingesetzt haben, die Menschen der Region, die Stadt, die Olympia-GmbH und die Sponsoren. Es ist sehr bedauerlich, dass die Menschen mit diesem Feuer nicht weiterleben können.

Manfred von Richthofen (DSB-Präsident): Ein schöner Traum ist ausgeträumt. Man hat den erwählten Kandidaten zu gratulieren. Wir bleiben der Olympischen Bewegung weiter eng verbunden. Aber es muss auch bei uns weitergehen. Leipzig hat sich als Sportstadt einen Namen gemacht. Aber wir werden aus dem einen oder anderen Fehler zu lernen haben. Der Dank gilt all jenen, die ein Konzept erarbeitet haben, das einen echte Alternative zu den Metropolen dieser Welt darstellte.

Peter Zühlsdorff (Vorsitzender der Geschäftsführung der Bewerbungskomitee Leipzig 2012 GmbH): Es schmerzt natürlich, dass wir die Bewerbung jetzt nicht fortsetzen können. Ich sage dies auch stellvertretend für alle, die sich in der Region Sachsen, in Rostock und in ganz Deutschland für das Projekt Leipzig 2012 engagiert haben. Die Region profitiert trotzdem von den Auswirkungen der Bewerbung und hat an Identität gewonnen.

Boris Becker (Tennis-Olympiasieger): Schade. Das ist eine verpasste Chance für Deutschland. Es ist enttäuschend für die Menschen in Leipzig, die mit Herz, Seele und Mut für die Möglichkeit, die Spiele auszurichten, gekämpft haben. Deutschland sollte sich aber nicht entmutigen lassen und für Olympia 2016 wieder einen Anlauf nehmen.

Heike Drechsler (Weitsprung-Olympiasiegerin): Es ist einfach schade. Wenn man betrachtet, welche Städte weitergekommen sind, dann sieht man, die hatten schon eine große Lobby. Die Bewerbung Leipzigs war aber richtig und es wäre wichtig, sich wieder zu bewerben.

Wieland Schmidt (Handball-Olympiasieger): Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Vor allem für die Menschen hier ist diese Entscheidung sehr hart. Andererseits verstehe ich das IOC nicht. Man kann nicht ständig sagen, wir müssen weg vom Gigantismus, und nutzt dann diese Chance mit Leipzig nicht.

Birgit Fischer (Siebenmalige Kanu-Olympiasiegerin): Ich bedaure natürlich diese Entscheidung des IOC, denn ich war fest überzeugt, dass es Leipzig verdient gehabt hätte. Ich hoffe nun, dass alle angefangenen Projekte in Leipzig fortgeführt werden. Nun sollte man dort nicht den Hammer fallen lassen, wie es ein Bauarbeiter nach getaner Arbeit tut.



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