Hamburg - Die umstrittene 800-Meter-Läuferin Caster Semenya hat souverän das olympische Finale erreicht. Die Südafrikanerin gewann ihr Halbfinale deutlich und lief in 1:57,67 Minuten die schnellste Zeit der Vorschlussrunde. Damit geht die 21-Jährige als Favoritin in den Endlauf am Samstag (21 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).
Ebenfalls im Finale stehen die Olympiasiegerin von Peking, Pamela Jelimo aus Kenia, sowie Weltmeisterin Marija Sawinowa aus Russland. Semenya hatte 2009 in Berlin überraschend WM-Gold geholt. Ihr Triumph wurde von dem Vorwurf überschattet, sie sei ein Mann.
Nach einem Geschlechtstest musste sich Semenya einer Hormonbehandlung unterziehen. 2011 belegte sie nach einer einjährigen Zwangspause bei der WM im südkoreanischen Daegu den zweiten Platz.
Im 800-Meter-Finale der Männer verbesserte David Rudisha seinen eigenen Weltrekord auf 1:40,91 Minuten. Der Kenianer übernahm die Führung im Rennen schon kurz nach dem Start. Die Konkurrenz hatte Schwierigkeiten, das Tempo des 23-Jährige mitzugehen. Silber sicherte sich Nijel Amos aus Botswana in 1:41,73 Minuten vor dem zweiten Kenianer Timothy Kitum (1:42,53 Minuten).
max/dpa
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