Einzelzeitfahren Martin holt Silbermedaille bei Wiggins-Triumph

Zwischenzeitlich lag Radprofi Tony Martin bei den Olympischen Spielen sogar auf Goldkurs, am Ende wurde es immerhin der zweite Platz. Angesichts seiner Verletzungsgeschichte ein großer Erfolg. Ganz vorne landete Tour-de-France-Gewinner Bradley Wiggins. Es war das zweite Gold für die Gastgeber.

Profiradfahrer Martin: Silbermedaille in London
DPA

Profiradfahrer Martin: Silbermedaille in London


Hamburg - Etwa 42 Sekunden fehlten Radsportler Tony Martin zum ganz großen Triumph im Einzelzeitfahren bei den Olympischen Spielen. Dennoch durfte er die Silbermedaille bejubeln. Vor ihm lag in 50:39 Minuten nur Tour-de-France-Gewinner Bradley Wiggins, der die zweite Goldmedaille für Großbritannien gewonnen hat.

Es war die insgesamt vierte Goldmedaille für den 32-Jährigen bei Sommerspielen, damit ist er erfolgreichster Olympia-Starter seines Landes. Bronze auf der 44 Kilometer langen Fahrt mit Start und Ziel am Hampton Court Palace sicherte sich Christopher Froome. Bert Grabsch landete auf dem achten Platz, einen Platz hinter Fabian Cancellara.

Martins Medaillenchancen hatten sich vor genau einem Monat drastisch reduziert. Der Radprofi hatte sich auf der ersten Tour-de-France-Etappe das Kahnbein gebrochen. Die Verletzung ist bis heute nicht komplett verheilt. "Tony ist in der Form seines Lebens. Nach allem, was in der Saison vorgefallen ist, war seine Leistung phantastisch", so der deutsche Teamchef Jan Schaffrath.

"Das zeigt, was wir für hervorragende Athleten haben", sagte Verbandspräsident Rudolf Scharping über die Leistung von Martin und Judith Arndt, die sich zuvor ebenfalls Silber gesichert hatte.

jar/dpa



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insgesamt 3 Beiträge
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floyd_landis 01.08.2012
1. Es geschehen noch Zeichen und Wunder
Für mich ein kaum mehr für möglich gehaltener Augenblick in der neueren Geschichte der Sport-Berichterstattung: Ein ausführlicher Bericht über ein Großereignis im Profi-Radsport, in dem das Wort "Doping" nicht auftaucht. Wenn das so weiter geht, könnte man irgendwann glauben, dass im Radsport genau so viel oder wenig gedopt wird wie in anderen Sportarten.
Ethi 01.08.2012
2.
Tolle Leistung von Tony Martin! So viele Unfälle und Pannen dieses Jahr und mit gebrochener Hand noch Silber geholt. Chapeau!
drullse 01.08.2012
3. Wozu auch?
Zitat von floyd_landisFür mich ein kaum mehr für möglich gehaltener Augenblick in der neueren Geschichte der Sport-Berichterstattung: Ein ausführlicher Bericht über ein Großereignis im Profi-Radsport, in dem das Wort "Doping" nicht auftaucht. Wenn das so weiter geht, könnte man irgendwann glauben, dass im Radsport genau so viel oder wenig gedopt wird wie in anderen Sportarten.
Wozu Dinge erwähnen, die eh klar sind? Und bei diesem Sieger ganz besonders? Aber wer sich einen Nick wie Sie zulegt, der will vermutlich eh nur provozieren.
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