Hamburg - Die US-Basketballer haben bei den Olympischen Spielen wie erwartet die Goldmedaille gewonnen. Die NBA-Stars siegten im Finale gegen Europameister Spanien 107:100 (59:58).
Auch vor vier Jahren hatten sich die US-Amerikaner im Endspiel von Peking gegen Spanien durchgesetzt. Bester Werfer im US-Team war Kevin Durant mit 30 Punkten. Bei den Spaniern kam NBA-Profi Pau Gasol auf 24 Zähler. Zuvor hatte sich Russland durch ein 81:77 gegen Argentinien die Bronzemedaille gesichert.
Zum letzten sportlichen Highlight vor der Schlussfeier hatte sich noch einmal viel Prominenz in der North Greenwich Arena eingefunden. IOC-Präsident Jacques Rogge gab sich ebenso die Ehre wie Londons Bürgermeister Boris Johnson, Olympia-Botschafter David Beckham, Arnold Schwarzenegger und die königliche Familie von Spanien.
Die USA erwischten einen guten Start. Obwohl Spaniens Kapitän Juan-Carlos Navarro mit 14 Punkten im ersten Viertel einen starken Auftakt hinlegte, konnten sich die US-Amerikaner früh absetzen. Mit einem Dreier sorgte Kevin Durant kurz vor dem Ende des ersten Abschnitts für die erste zweistellige Führung des Endspiels (35:25).
Marc Gasol mit Foul-Problemen, Pau Gasol mit starker Leistung
Doch danach ließen es NBA-Profis etwas zu locker angehen. Spanien holte Punkt für Punkt auf und ging durch einen Dreier von Sergio Rodriguez im zweiten Viertel sogar erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung (39:37).
Besonders gegen Ende der zweiten zehn Minuten entwickelte sich eine hektische Partie mit vielen Nickeligkeiten und Fouls. Spaniens NBA-Profi Marc Gasol von den Memphis Grizzlies kassierte bereits in dieser Phase sein viertes persönliches Foul und verbrachte danach die meiste Zeit auf der Ersatzbank. Zur Pause führten die USA lediglich mit einem Punkt (59:58).
Auch nach dem Seitenwechsel konnten sich die Amerikaner zunächst nicht absetzen. Vor allem Pau Gasol von den Los Angeles Lakers lief heiß und hielt Spanien mit 15 Punkten allein im dritten Viertel im Spiel. Im Team von Coach Mike Krzyzewski sorgte vor allem der überragende Durant dafür, dass der haushohe Favorit nicht sogar ins Hintertreffen geriet.
Die Entscheidung zugunsten der USA fiel dann im letzten Viertel. Als sich die Amerikaner sechs Minuten vor Ende auf neun Punkte absetzen konnten, war der Widerstand der tapferen Spanier gebrochen, die bis zur Schlusssirene alles versuchten.
luk/dpa
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