Chinesische Wunderschwimmerin: Ye Shiwen kontert Kritik

Sportlich sind die Olympischen Spiele für Ye Shiwen beendet - doch die chinesische Wunderschwimmerin hat noch etwas zu sagen. Dem US-Cheftrainer, der Dopingvorwürfe gegen sie erhoben hatte, warf die 16-Jährige nun Unprofessionalität vor. Westliche Medien bedachte sie mit Sarkasmus.

Ye Shiwen: "Wenn ein ausländischer Athlet solche Ergebnisse erzielt, ist es ein Wunder" Zur Großansicht
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Ye Shiwen: "Wenn ein ausländischer Athlet solche Ergebnisse erzielt, ist es ein Wunder"

Hamburg - Für die einen war es ein sportliches Wunder, andere vermuteten Doping als Erklärung für den Olympiasieg mit Weltrekord der 16-jährigen Ye Shiwen. Auch John Leonard, Chef der US-Trainervereinigung, kritisierte die Gold-Leistung der Chinesin als "unglaubwürdig".

Zwei Tage nach ihrem letzten Auftritt bei den Spielen von London hat die Angegriffene nun gekontert: "Der Trainer war nicht professionell", sagte Ye der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.

Ye hatte einen Weltrekord im Rennen über 400 Meter Lagen aufgestellt. "Wenn ein ausländischer Athlet solche Ergebnisse erzielt, nennen sie es ein Wunder", sagte Ye. Von Dopingvorwürfen lasse sie sich "nicht einschüchtern".

Schon nach ihrem zweiten Gold, dem Triumph über 200 Meter Lagen, hatte Ye sich über den "Lärm von außen" beklagt und gefragt: "Aus anderen Ländern haben viele Schwimmer viele Medaillen gewonnen. Warum kritisieren sie nur mich?"

Auch im chinesischen sozialen Netzwerk Sina Weibo äußerte sich Yen noch einmal zur Skepsis an ihren Leistungen und sparte dabei nicht an Sarkasmus. "Ein wirklich großes Dankeschön an alle, die mich unterstützt haben! Einschließlich der Zweifel der westlichen Medien!", schrieb die 16-Jährige.

Ye war zum Auftakt der olympischen Schwimmwettbewerbe über 400 Meter Freistil nicht nur ihrer weiblichen Konkurrenz davongeschwommen, sondern auf den letzten 50 Metern sogar schneller als US-Star Ryan Lochte. "Wie kann ich mit Lochte verglichen werden?", fragte Ye im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Xinhua: "Seine 400-Meter-Zeit war mehr als 20 Sekunden besser als meine, und er war im letzten Teil des Rennens völlig entspannt. Ich habe dagegen versucht, von hinten vorbeizuziehen."

luk/sid/dpa

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insgesamt 77 Beiträge
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1. Niedertracht
florian_peiper 03.08.2012
Zitat von sysopSportlich sind die Olympischen Spiele für Ye Shiwen beendet - doch die chinesische Wunderschwimmerin hat noch etwas zu sagen. Dem US-Cheftrainer, der Dopingvorwürfe gegen sie erhoben hatte, warf die 16-Jährige nun Unprofessionalität vor. Westliche Medien bedachte sie mit Sarkasmus. Olympia 2012: Weltrekord-Schwimmerin Ye Shiwen kontert Kritik - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,848052,00.html)
das Maedchen hat Recht. Das war eine niedertraechtige Kampagne, die manche westliche Medien hier losgetreten haben.
2.
notty 03.08.2012
Zitat von sysopSportlich sind die Olympischen Spiele für Ye Shiwen beendet - doch die chinesische Wunderschwimmerin hat noch etwas zu sagen. Dem US-Cheftrainer, der Dopingvorwürfe gegen sie erhoben hatte, warf die 16-Jährige nun Unprofessionalität vor. Westliche Medien bedachte sie mit Sarkasmus.
Ye hat recht. Dass was sich die USA immer wieder international herausnehmen ist nur noch unverschaemt. Ich behaupte, dass diese "Wunder-Phelbs" Hi-Tech. deopt wurde und auch jetzt ist. Keiner macht den Mund auf....feige Bande.
3. Wer solchen Argumenten folgen will ist einfach nur naiv
matthew1612 03.08.2012
Für mich sind hier leistungsfördernde Mittel verwendet worden.Die gleiche Frage hat sich auch beim Lance Armstrong gestellt. Wie ist der Stand heute? Es konnte einfach nicht sein. Wunder soll es ja geben. Ist die Chinesin ein Wunderkind?
4. optional
nasodorek 03.08.2012
Zitat von matthew1612Für mich sind hier leistungsfördernde Mittel verwendet worden.Die gleiche Frage hat sich auch beim Lance Armstrong gestellt. Wie ist der Stand heute? Es konnte einfach nicht sein. Wunder soll es ja geben. Ist die Chinesin ein Wunderkind?
Wahrscheinlich ist sie gedopt. Wahrscheinlich sind es alle oder ein sehr großer Prozentsatz Allerdings herrscht bei allen anderen anscheinend ein stillschweigendes Einverständnis vor, es nur den Chinesen immer wieder vorzuwerfen. Eine 15-Jährige Litauerin wird vom Amerikanischen Trainer als Wunderkind gepriesen.
5. Hey USA-Hasser, ihr nervt
Demokrator2007 03.08.2012
Zitat von nottyYe hat recht. Dass was sich die USA immer wieder international herausnehmen ist nur noch unverschaemt. Ich behaupte, dass diese "Wunder-Phelbs" Hi-Tech. deopt wurde und auch jetzt ist. Keiner macht den Mund auf....feige Bande.
Könnt ihr eure Unterstellungen einfach mal bei SpON rauslassen, es ist ja regelrecht nervtötent das egal welches Thema es auch ist, die USA sofort als Buhmann dargestellt werden. Etwas mehr Toleranz und Flexibilität sollten Internetuser doch wohl beweisen, wenn sie im WorldWideWeb surfen. P.S. Ich glaube im Schwimmen sind weit mehr Rekorde möglich als in jeder anderen Sportart.(Physiognomie,Kleidung,Haarwuchs,Wasser,Konditionetc.)
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