Hamburg - RS:X-Surfer Toni Wilhelm hat die erste deutsche Männer-Olympiamedaille im Windsurfen am Schlusstag noch verpasst. Der 29-Jährige belegte im abschließenden Medaillenrennen den neunten und damit vorletzten Platz. Mit insgesamt 64 Punkten rutschte Wilhelm in der Gesamtwertung von Platz drei hinter den Polen Przemyslaw Miarczynski auf den vierten Rang ab.
Als Goldmedaillengewinner stand schon vor dem Finalrennen Dorian van Rijsselberge fest. Es war der erste Triumph überhaupt für die Niederlande im Windsurfen. Silber holte sich der Brite Nick Dempsey, Bronze ging an Przemyslaw Miarczynski aus Polen.
"Ich bin natürlich tief enttäuscht, so dicht vor der Erfüllung eines langgehegten Traums zu scheitern, aber so brutal ist manchmal der Sport", sagte Wilhelm nach dem letzten Rennen. Der 29-Jährige war als Gesamt-Dritter in das Medaillenrennen gestartet. Sein Vorsprung auf Platz vier hatte sechs Punkte betragen.
Nur knapp eine Stunde nach Wilhelm verpasste auch Moana Delle eine Medaille. Die 23-Jährige rutschte in einer engen Entscheidung durch Platz sechs im abschließenden Medaillenrennen der Frauen auf den fünften Rang der Gesamtwertung ab.
Gold ging erstmals im Windsurfen an Spanien. Ex-Weltmeisterin Marina Neira Alabau behauptete ihre Führung im Finalrennen erfolgreich und sorgte damit zugleich für den ersten Triumph der Spanier bei den Spielen in London. Silber holte sich die Finnin Tuuli Pataja vor Ex-Weltmeisterin Zofia Noceti-Klepacka aus Polen.
mib/sid
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