Olympia-Abschluss Rio verabschiedet sich mit einer Regenparty

Nach 16 Tagen und 306 Wettbewerben sind die Spiele in Rio de Janeiro beendet. Zum Abschluss gab es jubelnde Athleten zu sehen, eine letzte Siegerehrung - und einen Ausblick auf Olympia 2020 in Tokio.

AP

Sie lachen, tanzen, hüpfen, singen, jubeln, albern herum, schwenken Fahnen, küssen ihre Medaillen, winken in die TV-Kameras: Mit einer riesigen Party sind die 31. Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu Ende gegangen. Einer der Höhepunkte war der Auftritt der Athleten im Maracanã-Stadion, angekündigt wurden sie als "die Helden der Spiele".

Der Stimmung tat es auch keinen Abbruch, dass es während der zweistündigen Abschlusszeremonie teils heftig regnete. Um 22.18 Uhr Ortszeit erklärte IOC-Präsident Thomas Bach die ersten Olympischen Spiele in Südamerika offiziell für beendet, acht Minuten später erlosch die Flamme im Maracanã-Stadion. "Das waren wunderbare Spiele in der wunderbaren Stadt", sagte Bach. Die Brasilianer hätten "mit unwiderstehlicher Lebensfreude die Welt inspiriert".

Hinter den Sportlern liegen 16 anstrengende Tage: In 306 Wettbewerben traten die Teilnehmer der 207 Delegationen gegeneinander an. Mit insgesamt 121 Medaillen liegen die USA im Ranking vorne, Deutschland kommt mit 42 Medaillen auf Platz fünf (hier finden Sie alle Platzierungen im Überblick).

In der Nacht zu Montag stand nun aber nicht mehr der Wettkampf im Mittelpunkt, sondern die Party. Für Deutschland trug Kanute Sebastian Brendel die Flagge ins Stadion, er hatte im Canadier-Einer und Canadier-Zweier Gold geholt. Der DOSB war in Rio mit insgesamt 423 Sportlern angetreten.

Die letzte Medaillenvergabe

Vor dem Einzug der Sportler gab es ein erstes Feuerwerk. Zudem sang ein Kinderchor vor den Zehntausenden Zuschauern die brasilianische Nationalhymne. Dutzende Tänzer bildeten die fünf Olympischen Ringe und später den Schriftzug "Rio 2016". Mit weiteren Einlagen wurde zudem - ähnlich wie schon bei der Eröffnungsparty am 5. August - an die Geschichte Brasiliens erinnert.

Neben dem Einzug der Athleten war die letzte Medaillenvergabe dieser Spiele ein weiterer Höhepunkt: Der Kenianer Eliud Kipchoge hatte am Sonntag den Marathon in 2 Stunden, 8 Minuten und 44 Sekunden geschafft, dafür bekam er in Rio nun Gold und zeigte sich sichtlich gerührt.

Überraschungsgast im Super-Mario-Outfit

Gegen Ende der Zeremonie schwang Rios Bürgermeister Eduardo Paes noch einmal die olympische Flagge, dann übergab er an Thomas Bach - und er überreichte an Yuriko Koike. Sie ist Gouverneurin von Tokio, und dort finden vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 die nächsten Olympischen Spiele statt.

Abe in Rio
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Abe in Rio

Unter den Gästen in Rio war auch Ministerpräsident Shinzo Abe. Er hatte wohl einen der interessantesten Auftritte bei dieser Feier. Nachdem in einem Einspielfilm Japan als Austragungsort beworben wurde, kam aus dem Bühnenboden im Stadion ein Mann im Outfit der populären japanischen Computerspielfigur Super Mario gefahren: Abe.

Schon vor Beginn der Feier hatte er beim Besuch des japanischen Teams angekündigt, sein Land wolle in vier Jahren als Gastgeber "die besten Olympischen Spiele aller Zeiten" veranstalten. Im Stadion sagte er nun: "Wir sehen uns in Tokio!"

Doch auch in Rio steht das nächste Sportgroßereignis schon an: In zwei Wochen beginnen die Paralympischen Spiele.

aar/dpa/Reuters/AFP



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