Boxen bei Olympia Verletzter Nikitin tritt nach Skandal-Kampf nicht mehr an

Erst unter umstrittenen Umständen weiter, jetzt doch raus: Boxer Wladimir Nikitin aus Russland verzichtet aufgrund einer Handverletzung auf das Halbfinale bei Olympia.

Wladimir Nikitin (l.)
Getty Images

Wladimir Nikitin (l.)


Der russische Bantamgewichtler Wladimir Nikitin ist bei den Olympischen Spielen in Rio nach seinem Sieg im Skandal-Boxkampf gegen Michael Conlan verletzt aus dem Turnier ausgestiegen. Der Vize-Weltmeister von 2015 hatte sich gegen den Iren eine Handverletzung zugezogen.

Nikitin gab bekannt, dass er zum Halbfinale gegen den US-Amerikaner Shakur Stevensen nicht antreten werde. Der 19-jährige Jugend-Olympiasieger von 2014 im Fliegengewicht steht damit kampflos im Finale.

Nikitins Kampf gegen Conlan hatte für Furore gesorgt, weil der unterlegene Ire im Anschluss den Punktrichtern massive Betrugsvorwürfe gemacht hatte. "Sie sind verdammte Betrüger! Sie kaufen jeden. Es ist mir scheißegal, dass ich im Fernsehen fluche", hatte der 24-Jährige bei RTÉ Sport, einem Nachrichtensender aus seiner Heimat, gesagt.

Der Weltverband Aiba reagierte und gab zu, dass es im Turnier "weniger als eine Handvoll" falscher Entscheidungen gegeben habe. Die betroffenen Schieds- und Punktrichter wurden suspendiert.

lst/sid

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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
chuckal 18.08.2016
1. Suspendiert
Warum denn, wenn alles ok war?
uffta 19.08.2016
2. Skandal-Kampf?
Nicht der Kampf war ein Skandal, sondern das Benehmen des Verlierers hinterher.
der_gärtner13 19.08.2016
3. Unsinn !
Zitat von ufftaNicht der Kampf war ein Skandal, sondern das Benehmen des Verlierers hinterher.
Der Wertung war skandalös und an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Selbst der Verband hat mittlerweile Konsequenzen gezogen, aber das scheint einige Putin-Fans nicht davon abzuhalten, hier mit fantasierten Boxexpertisen alles legitim reden zu wollen.
uffta 19.08.2016
4. Bock zum Gärtner gemacht13
So, so, ich bin also Putin-Fan, weil ich es wage zu sagen, dass der Kampf kein Skandal war. Das Kampfurteil wurde ausreichend begründet, auch im SPON-Artikel zum Wutausbruch des unfairen Verlierers nachzulesen. Die in der Begründung aufgeführten Kriterien mögen zwar Boxfans nicht schmecken (auch ich finde sie nicht in Ordnung), die Kriterien wurden aber nicht von den Wertungsrichtern erfunden, sie hätten dem Verlierer vor Kampfantritt bekannt sein müssen.
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