Olympia 2016 DOSB nominiert 451 Sportler, Holzdeppe dabei

Die deutsche Mannschaft für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro steht. Raphael Holzdeppe ist im DOSB-Kader, obwohl er sich sportlich nicht qualifizieren konnte. Streit gibt es im Speerwurf-Team der Frauen.

Raphael Holzdeppe
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Raphael Holzdeppe


Das deutsche Olympia-Team geht bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) voraussichtlich mit insgesamt 451 Athleten an den Start. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund nach der dritten und letzten Nominierungsrunde in Frankfurt am Main bekannt. Eine größere Mannschaft hatte der DOSB zuletzt 2004 nach Athen entsandt (452).

Mit dabei ist auch Speerwerferin Christina Obergföll. Die Silbermedaillengewinnerin von London 2012 erhielt den Vorzug vor Weltmeisterin Katharina Molitor. Entscheidend für die Nominierung von Obergföll war, dass die Olympia-Zweite von 2012 und Weltmeisterin von 2013 in diesem Jahr mit 64,96 und 63,96 Meter zweimal weiter als Molitor geworfen hatte. Molitor gelang bei der EM in Amsterdam, wo sie Vierte wurde, mit 63,20 Meter ihr weitester Wurf der Saison. Hinter Christin Hussong, Linda Stahl und Obergföll ist sie derzeit nur die viertbeste deutsche Speerwerferin.

Trotzdem will Molitor gegen die Nicht-Nominierung vorgehen. "Ich werde mir juristischen Rat holen und schauen, ob ich gegen diese Entscheidung klagen kann", sagte sie der "Rheinischen Post". Molitor sprach von "völligem Unverständnis" über diese Entscheidung: "Ich frage mich, warum ich für die EM nominiert wurde, aber für Olympia nicht, obwohl sich seitdem nichts geändert hat."

Sonderrolle für Holzdeppe

Auch Stabhochspringer Raphael Holzdeppe gehört zum Team, obwohl er verletzungsbedingt bislang keine Qualifikationshöhe vorzuweisen hat.

Noch nicht namentlich nominiert sind die beiden Fußballteams sowie die Handballer, bei denen aus größeren Pools die jeweiligen Kader noch benannt werden. Im Fußball sind das bei Frauen und Männern je 18 Athletinnen und Athleten, dazu kommen jeweils vier Ersatzleute. Im Handball wird das Team aus 14 Profis plus einem Ersatzspieler bestehen.

Auch die maximal 15 Reiterinnen und Reiter (vier Vielseitigkeit, vier Dressur und vier Springen) werden namentlich erst nach Abschluss des CHIO in Aachen (bis 17. Juli) vorgenommen. Dann wird auch entschieden, ob Fußball und Reiten die zustehenden Ersatzplätze in Anspruch nehmen werden.

Zielsetzung des Teams ist, die Medaillenausbeute von London 2012 mindestens zu wiederholen. Damals hatte die deutsche Mannschaft 44 Medaillen geholt, darunter elfmal Gold.

krä/sid/dpa

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gekreuzigt 12.07.2016
1. 40 Athleten
und 400 Touris. Na ja, irgendwie müssen die Funktionäre ja auch ihr Massenauftreten rechtfertigen.
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