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06. Oktober 2017, 16:28 Uhr

Verdacht des Stimmenkaufs

IOC schließt brasilianisches Olympia-Komitee aus

Es geht um den Verdacht des Stimmenkaufs: Der Chef des brasilianischen Organisationskomitees für die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro ist suspendiert worden. Auch das brasilianische NOK wird ausgeschlossen.

Einen Tag nach seiner Festnahme in Rio de Janeiro ist Carlos Nuzman als Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vorläufig suspendiert worden. Auch das brasilianische NOK wurde von der IOC-Exekutive vorübergehend ausgeschlossen. Das teilte das IOC in Lausanne mit.

Der 75-jährige Nuzman, Chef des Organisationskomitees der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, war am Donnerstag wegen des Verdachts des Stimmenkaufs festgenommen worden. Auch aus der Koordinierungskommission für die Sommerspiele 2020 in Tokio wurde der brasilianische NOK-Chef ausgeschlossen.

Laut Paragraf 59 der Olympischen Charta bedeutet eine vorläufige Suspendierung unter anderem, dass alle Zahlungen an das brasilianische NOK eingefroren werden. Die brasilianischen Athleten dürfen jedoch weiter an Olympischen Spielen teilnehmen, teilte das IOC mit. Die vorläufige Suspendierung kann teilweise oder ganz aufgehoben werden, sobald das NOK die Führungsprobleme "zur Zufriedenheit des IOC-Exekutivkomitees" gelöst hat.

bka/dpa/Reuters

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