Ausblick auf Olympia 2016: Wiedersehen bei den Strand-Spielen

Eine lässige Eröffnungsfeier, Briten im Goldrausch, dazu Usain Bolt in Gala-Form: Die Sommerspiele von London boten jede Menge Highlights. Falsche Jury-Entscheidungen und schlechte deutsche Schwimmer waren die Kehrseite. Ein Überblick, was sich in vier Jahren bitte wiederholen soll - und was nicht.

Olympia 2016: Das wollen wir in Rio sehen Fotos
AP

Hamburg - Sonne, Strand und Meer: So soll es in vier Jahren sein. Die 30. Olympischen Sommerspiele in London sind gerade zu Ende gegangen, da richtet sich der Blick bereits nach vorne. Vom 5. bis 21. August 2016 kämpfen die Athleten in Rio de Janeiro wieder um Gold, Silber und Bronze. Es sind die ersten Spiele in der Olympia-Geschichte, die in Südamerika ausgetragen werden.

Schon die Briten sorgten mit ihrer Begeisterung für lebendige und lässige Sommerspiele, die Brasilianer dürften dies 2016 kaum schlechter hinkriegen. Was aber soll sich in vier Jahren noch wiederholen? Und worauf können wir gut verzichten?

15.000 Zuschauer beim Beachvolleyball auf dem Horse Guards Parade, 23.000 Fans beim Dressurreiten im königlichen Greenwich Park: Bei den Spielen fanden zahlreiche Wettkämpfe zentral in London statt, der Zuschauerandrang war entsprechend groß. Das war klasse, das würden wir gerne wieder sehen.

Fotostrecke

16  Bilder
Olympia 2016: Das wollen wir in Rio nicht sehen
Wiederholenswert wäre auch der von vielen Athleten offen gelebte olympische Geist: Nach dem Siebenkampf lagen sich die Sportlerinnen in den Armen und starteten mit dem Publikum eine La-Ola-Welle. Wer kurz zuvor Gold gewonnen hatte - und wer Letzte geworden war -, ließ sich in diesem Moment nicht erkennen.

Was darf in Rio ebenfalls nicht fehlen? Natürlich Usain Bolt und seine Show! Auch wenn die Faxen des Jamaikaners manchmal grenzwertig sind, wäre der 100-Meter-Lauf ohne ihn nur halb so interessant. Die Superstars gehören einfach zu den Spielen - mit ihren Mätzchen.

Allerdings boten die Spiele in London auch einige Vorkommnisse, auf die wir in vier Jahren gerne verzichten können. Wie zum Beispiel die acht Badmintonspielerinnen aus China, Südkorea und Indonesien, die bewusst ins Aus oder ins Netz schlugen, um so ihre Spiele absichtlich zu verlieren. "Es ist peinlich, eine Riesenschande", sagte der deutsche Badmintonspieler Marc Zwiebler. Später wurden die acht Athletinnen disqualifiziert.

Aber auch die Kampfrichter lagen einige Male dramatisch daneben. Im Siebenkampf disqualifizierten sie Lilli Schwarzkopf, weil die Deutsche angeblich ihre Laufbahn verlassen hatte. Es handelte sich aber um eine Verwechslung. Schwarzkopf wurde, nachdem sie heftig protestiert hatte, doch noch die Silbermedaille zugesprochen.

Ähnlich erging es Betty Heidler, deren bester Wurf im Finale zunächst falsch gemessen wurde. Doch auch hier korrigierten die Offiziellen ihren Fehler und die Hammerwerferin bekam noch die Bronzemedaille. Mehr als verbesserungswürdig war auch der Auftritt der deutschen Beckenschwimmer. Das Gute: Bei null Medaillen in London kann es in vier Jahren nur besser werden.

Olympia 2016 in Rio de Janeiro: Diese Ereignisse und Ergebnisse aus London dürfen sich in vier Jahre gerne wiederholen (klicken Sie hier für die Fotostrecke). Und solche Pannen und Pleiten wollen wir nicht noch einmal erleben (klicken Sie hier für die zweite Fotostrecke).

leh

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 34 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
loncaros 13.08.2012
was sich nicht wiederholen soll: die ausufernde berichterstattung um jeden Mist z.B.
2.
German Expat 13.08.2012
Weiss nicht ob es in Deutschland was aehnliches gab. Ich wohne in USA und bin seit 5 Tagen in Deutschland. NBC hat eine ipad App mit mehr als 10 live feeds wo man einfach die Kameras von jedem Wettbewerb sieht. Nur die Hauptkamera ist kommentiert aber man kann sich alle Sportarten gerade ansehen mit dem Originalton aus der Wettbewerbsstaette. War gut gemacht auch wenn die App hin und wieder mal hing, fand ich in Deutschland nicht als ich ankam. Nachteil natuerlich in USA dass man den Fernseher vergessen kann, grosse Wettbewerbe nur zeitversetzt wegen Werbegeldern (100 Meter Lauf als Paradebeispiel aber sah es live auf der ipad app).
3. bitte nicht ...
Koballek 13.08.2012
wieder eine Woche abends NUR Schwimmen in den ÖffentlichRechtlichen. Olympia hat deutlichst mehr als nur das.
4. Man muss nicht vor der Glotze hocken
Thomas Kossatz 13.08.2012
Die öffentlich rechtlichen haben im Interernet flächendeckend und in guter Bildqualität berichtet. Man konnte sich herausuchen, was man sieht. es gibt Recorder für zeitversetzes sehen. Wer im Fernsehen genau sein bevorzugtes Programm sehen will, muss seinen eigenen Sender gründen und bleibt vielleicht sein einziger Fan.
5. Bbc
superchango 13.08.2012
Die BBC hatte 24 Extra-Kanäle in High Definition im regulären Fernsehen zur Verfügung gestellt.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Olympische Sommerspiele 2012
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 34 Kommentare
  • Zur Startseite
DPA

Medaillenspiegel

Platz Land Ges.
zum kompletten Medaillenspiegel
Fotostrecke
Olympia 2012: Die Superstars der Spiele

Fotostrecke
London 2012: Alle Weltrekorde der Olympischen Sommerspiele
Fotostrecke
Olympische Sommerspiele: Die Stars von morgen

Deutsche Medaillenbilanz bei Olympischen Sommerspielen
Jahr Gold Silber Bronze Gesamt
1992 33 21 28 82
1996 20 18 27 65
2000 13 17 26 56
2004 13 16 20 49
2008 16 10 15 41
2012 11 19 14 44
London 2012: Die Twitter-Reporter