Wut auf Politiker Rios Bürgermeister nennt Olympische Spiele "eine Schande"

Vorfreude klingt anders: Eduardo Paes, Bürgermeister von Rio de Janeiro, übt harsche Kritik an den Olympischen Spielen in seiner Stadt. "Wir werden die Altlasten tragen müssen", sagt er in einem TV-Interview.

Olympische Flagge: Rio ist 2016 nächste Ausrichterstadt
AP

Olympische Flagge: Rio ist 2016 nächste Ausrichterstadt


Hamburg - Die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro sollen ein großes Sportfest werden. Doch in Brasilien gab es schon während des Fußball-Confed-Cups erhebliche Proteste gegen die Milliardenausgaben für Olympia und die Fußball-WM 2014.

Nun hat Rios Bürgermeister Eduardo Paes die Ausrichtung der Sommerspiele scharf kritisiert. "Es ist eine Schande, dass Brasilien die Olympischen Spiele austrägt. Wir werden die Altlasten tragen müssen", sagte Paes in einem Interview mit dem TV-Sender ESPN, das am Freitag ausgestrahlt werden soll.

Nach Angaben des Bürgermeisters sei es völlig unklar, in welcher Form die Sportstätten nach dem Ende der Spiele genutzt werden sollen. Zudem klagte Paes das Verhalten der Regierung an und monierte das Fehlen einer Strategie. "Es ist ein Skandal, wie die Dinge hier laufen. Es ist schwer, mit dem Sport in Brasilien angesichts der Qualität unser Führungskräfte umzugehen. Sie bekleiden ihre Ämter ein Leben lang", sagte der 43-Jährige. Auch den Fußball-Weltverband Fifa kritisierte Paes bezüglich der WM-Endrunde 2014 hart: "Sie interessieren sich nur für die Stadien."

Im Juni war der Confed Cup in Brasilien von teils gewalttätigen Protesten begleitet worden. Die Demonstranten wollten mit ihren Aktionen unter anderem auf die Korruption in dem südamerikanischen Land aufmerksam machen.

max/sid



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insgesamt 24 Beiträge
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raber 22.08.2013
1. optional
Ist Rios Bürgermeister etwa kein Politiker? Ist SPON kein besserer Titel eingefallen? Ich finde es mutig und gut von Rios Bürgermeister Paes, dass er dies ausspricht. Das kann ja dann nach 2016 in Brasilien noch interessant werden.
optional_df 22.08.2013
2. atlanta 96 & barcelona 92
was wurde aus den stadien, bauten, parks, infrastruktur? konnte beides mehrere jahre danach als nahezu ungenutz und mangels pflege / nutzung verkommen selbst sehen. so läuft das geschäft mit dem sport leider. und ein sepp blatter und seine kollegen bei den anderen organisationen haben nur interesse an macht und kohle und nicht an nachhaltigkeit.
Hans 100 22.08.2013
3.
Warum soll man Stadien bauen die keiner braucht. Olympia sollte aus einem Fund bezahlt werden.
A.Kunz 22.08.2013
4. Mann im Mond
Wer glaubt dass die Olympischen Spiele oder die Bundeliga was mit Sport und Fairness zu tun haben glaubt auch an den Mann im Mond. Es geht nur noch um das Geschäft. Un dabei ist es egal ob in Brasilien danach kein Geld mehr für wichtigere Dinge übrig ist oder in Russland Homosexuelle an den Pranger gestellt werden.
sitiwati 22.08.2013
5. wo er
recht hat, hat er recht-siehe auch Südafrika: Die Stadien der WM kosteten einen Batzen Geld, jetzt stehen die Stadien leer rum, kosten Geld, im Schatten der Stadien spielen barfüssige Kinder auf staubigen Feldern? mit alten Bällen Fussball, der Tross der FIFA hat Milliarden gescheffelt un dzog weiter, in RIO wirds ähnlich, Geldverschwendung, für den Breitensport Null-aber man sammelt in D gebrauchte Fussballschuhe und findet sich ganz toll!
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