Olympia 2024 Bewerber Boston will 4,7 Milliarden Dollar ausgeben

Selbstbewusst geht der Favorit Boston in das Rennen um die Olympischen Spiele 2024. Der Konkurrent von Hamburg oder Berlin hat seine Zahlen bereits offengelegt. Demnach sollen die 4,7 Milliarden Dollar rein privat aufgebracht werden.

Olympia-Planung in Boston: So soll das Olympiastadion 2024 aussehen
REUTERS

Olympia-Planung in Boston: So soll das Olympiastadion 2024 aussehen


Hamburg - Bostons Etat bei einem Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 würde sich auf 4,7 Milliarden Dollar (4,05 Milliarden Euro) belaufen. Dieser soll ohne öffentlichen Gelder bestritten werden. Die Finanzierung werde komplett durch Sponsoren, Fernsehgelder und Ticketverkäufe gestemmt. Dies gaben die Organisatoren der Bostoner Bewerbungskampagne am Mittwoch bekannt. Zudem wurden Einzelheiten über geplante Wettkampfstätten veröffentlicht.

Die Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts hatte sich in der US-Ausscheidung gegen die Konkurrenten Los Angeles, San Francisco und Washington D.C. durchgesetzt und geht als Favorit ins Rennen um die Spiele in neun Jahren, für die sich auch Deutschland mit Berlin oder Hamburg bewirbt. Hier fällt die Entscheidung am 21. März in Frankfurt/Main.

Boston und Rom haben neben Deutschland ihre Bewerbung bereits offiziell angekündigt, Paris, Istanbul, Baku/Aserbaidschan und Doha/Katar sind weitere Kandidaten. Im Falle eines Erfolgs von Boston würden zum fünften Mal nach St. Louis (1904), Los Angeles (1932, 1984) und Atlanta (1996) Sommerspiele auf amerikanischem Boden stattfinden. Die Frist für eine offizielle Bewerbung beim Internationalen Olypischen Komitee (IOC) läuft bis zum 15. September, verkündet wird der Gastgeber 2017.

Boston plant mit dem Faktor Tradition

Boston plant Olympia mit zahlreichen traditionsreichen Schauplätzen, die zumeist auch dicht beieinander liegen, 28 von insgesamt 33 befinden sich in einem Umkreis von zehn Kilometern. Die Wettbewerbe sollen vom 19. Juli bis zum 4. August stattfinden. Laut der jüngsten Umfrage unter den Bewohnern Bostons stehen 55 Prozent hinter der Bewerbung.

Das Football-Stadion der New England Patriots, Team des deutschen Stars Sebastian Vollmer, soll Schauplatz der Endspiele im Rugby und Fußball werden. Auch würde die Heimstätte der Boston Celtics (Basketball) und der Boston Bruins (Eishockey) genutzt.

Beachvolleyball fände im Boston Common, dem ältesten öffentlichen Park der USA, statt. Der Golf-Olympiasieger soll im The Country Club im Vorort Brookline gekürt werden, wo das US-Team 1999 den Ryder Cup gegen Europa gewonnen hatte.

aha/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
betelgeuze79 22.01.2015
1. Easy....
Berlin wird 20 Milliarden investieren! Naja, okay... Bayern, Hessen und Baden-Württemberg wird´s unter sich aufteilen müssen. Arm aber Sexy!!! -würg
Rumgeseier 22.01.2015
2. Ist schon entschieden!
Katar ist Mitbewerber, da sagt mir mein Bauchgefühl sofort, dass Olympia dort stattfindet. Hauptsache die Olympiade findet nicht in Deutschland statt, hier kann es nur ein Milliardengrab werden.
el-gato-lopez 22.01.2015
3. Noch Fragen?
Baku/Aserbaidschan und Doha/Katar bewerben sich? Da dürfte wohl klar sein, dass die totalitären Korruptions-Nationen die Sache unter sich regeln
denkdochmal 22.01.2015
4. Wie wäre es...
wenn dieses Geld für Arme ausgegeben würde? Diese Art von "Olympia" hat es verdient, ein Auslaufmodell zu sein. 98% der Sportler sind Statisten, der Rest sahnt ab. Geschäftemacherei. Da mache ich mir meinen geliebten Sport doch selbst und schaue mit mir ein Spiel die der 5. Liga an. Mit Genuß!
basiliusvonstreithofen 22.01.2015
5. Bitte kein Olympia mehr in Deutschland
Niemand, wirklich niemand kann glauben, dass solche Spiele ohne öffentliche Zuschüsse und damit zusammenhängende Steuererhöhungen zu veranstalten sind. Die öffentliche Hand hat alle Nachteile solcher Veranstaltungen, einige wenige machen Reibach. Deutschland sollte nach dem Fiasko 1972 und dem damaligen Terroranschlag für die nächsten 1000 Jahre die Nase voll haben von Olympia. 1972 war gegenüber den heutigen Zuständen in Sachen Terror noch goldig. Deutschland kann sich doch trösten, ist es doch im Nachhinein Financier der Olympischen Spiele 2004 in Athen, wenn man so will, hatte Deutschland doch in letzter Zeit diese Spiele indirekt veranstaltet. Der deutsche Steuerzahler wird noch lange dafür via Eurorettungsschirme und griechische Schuldenschnitte zahlen müssen. Das ist doch auch was oder nicht?
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