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12. September 2018, 15:04 Uhr

Testlauf für Olympia 2020

Delfinshow sorgt für Ärger beim Segel-Weltverband

Es war die Eröffnungsshow für die World Cup Series der Segler: Weil Delfine auf engstem Raum gehalten wurden, hat der Weltverband den japanischen Organisator kritisiert.

Bei der Eröffnungszeremonie der World Cup Series im Segeln, die als Testlauf für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gilt, ist es im japanischen Enoshima zu einem Protest der Segler gekommen. Die Teilnehmer bekamen laut der britischen Zeitung "The Guardian" eine Delfinshow präsentiert, bei der die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden. Auf einem Foto ist zu sehen, wie die Delfine in einem deutlich zu kleinen Wasserbecken ihre Kunststücke vorführen sollten.

Noch während der Veranstaltung äußerte der britische Segler Luke Patience per Twitter seinen Unmut. Patience teilte mit, dass Segeln für ihn ein grüner Sport sei und er sich für die Vorkommnisse schäme, die er dort gesehen habe. Einen Tag später schwächte er seine Äußerungen etwas ab und ergänzte, dass er hoffe, dass der Segelsport in Zukunft mehr Moral zeigen könne.

Der Weltverband der Segelsportarten, "World Sailing", kritisierte den Vorfall ebenfalls und betonte, dass die Show zu keinem Zeitpunkt mit dem Verband abgestimmt gewesen sei. Die Nachhaltigkeitskommission des Verbands hatte erst vor wenigen Wochen beschlossen, sich noch aktiver für den Umweltschutz einzusetzen.

Hirobumi Kawano, Chef des japanischen Segelverbands, entschuldigte sich für die Vorkommnisse. Zugleich wies er jedoch darauf hin, dass der Umgang mit den Delfinen sich von Land zu Land unterscheide und man das auseinanderhalten müsse.

leo

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